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 Wildnis [Maini]

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phainom

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Sep 03, 2011 7:37 pm

Kieras herzliches, ansteckendes Lachen löst selbst Tamnainns ansonsten ernste Mundwinkel, die in ein Grinsen ausbrechen. Er fühlt sich wohl in der Nähe der Druidin, die ihn derart offen anstrahlt, dass Tamnainn nicht anders kann, als ihr Lächeln zu erwidern. Die Druidin interessiert ihn deutlich stärker als die zudringliche Helromierin. Was es wohl mit dieser angeblichen Elite auf sich hat? Es könnte von Vorteil sein, mehr über diesen mysteriösen Verein zu erfahren. Vielleicht sollte er sich noch größeres Vertrauen erarbeiten, um Informationen zu gewinnen, die den Kenget eines Tages von unschätzbarem Nutzen sein könnten. Ausserdem faszinieren Tamnainn die ruhige Art des Mädchens, ihr Gesicht, das ihn warm anstrahlt, mit seinen leicht geröteten Wangen und diesen unglaublichen Augen, in denen man sich verlieren könnte. Als sie sich abwendet, befindet Tamnainn, dass es Zeit wird, die allabendliche Meditation anzugehen. Er entschuldigt sich von den Damen und zieht sich an das Ufer zurück. Die Wärme des Feuers fehlt hier und die Kälte kriecht im in die Knochen, als er sich auf einen Stein am Rand des weiten Flusses setzt, um zur Ruhe zu finden und seinen Geist rein zu halten.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Sep 03, 2011 8:29 pm

„Bitte sehr ist doch kein Problem“, lächelt die Russin sie an. Dann werden die grünen Großen Augen noch etwas größer „Wieso greift sie in ihr Röckchen sollte unsere kleine und unschuldige Kiera etwas tatsächlich ohne Höschen herumlaufen währe das nicht skandalös?“, denkt sich Nastya und muss schmutzig Lächeln. Dann schaut Annastacia zu wie sich Tamnainn von ihnen entfern und dreht dabei ihr Haar um ihren Finger alles im allen scheint sie sich etwas zu langweilen. Dann schaut sie weiter ins fackelnde Feuer und denkt sich nur „Oh weh entweder die ist tophässlich oder topöde naja was solls…“ und plötzlich kommt ihr Rufus wieder in den Sinn nach den Abenteuer wenn sie es überleben will sie noch einmal nach schauen gehen ob er ihr geantwortet hat.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mo Sep 05, 2011 5:10 pm

Aufmerksam verfolgt Richard die Gespräche, wobei er sich Mühe gibt möglichst unbeteiligt und in sich gekehrt zu wirken. Nastyias Außerungen amüsieren Richard inzwischen, wobei ihn die Reaktionen der anderen auf ihre Worte durchaus fazinieren.

Tamnainn schien Nastya kurzzeitig verfallen zu sein, fing sich aber schnell wieder. Einen offenen Charakter bei einem weiblichen Wesen scheint auch er nicht gewöhnt zu sein. Vielleicht ist es auch generell in dieser Welt nicht sonderlich üblich. Dies werde ich weiter beobachten müssen.

Kieras Selbstvertrauen scheint nicht sonderlich augeprägt zu sein, zumindest in der Hinsicht auf ihr Erscheinungsbild. Nastya meint ihre Äußerungen durchaus ernst, was ein Thema für sich ist, doch wäre Kiera etwas sicherer in ihrem Auftreten, würde sie über dem Gesagten stehen. Ihr fehlt zudem eine gesunde Skepsis. Sei es drum. Kiera ist nicht dumm und das ist entscheidend. Die Zeit wird ihr über diese Schwäche hinweg helfen.


Richard schien so in Gedanken, dass es ihn überrasche, angesprochen zu werden. "Sille heißt nicht zwangsläufig, dass es einem nicht gut geht, Kiera." Spricht er auch weiterhin irgendwie abwesend. Dann wendet der Wissenschaftler Kiera direkt zu, ohne weiter auf die erste Frage einzugehen. "Ich bin Wissenschaftler. Vielleicht soetwas in der Art eines Gelehrten bei euch. Kommte die Frage nicht im Grunde etwas zu spät oder woher stammt das plötzliche Interesse?"

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Di Sep 06, 2011 2:14 am

Da Kiera Heilerin ist, sollte sie grundsätzlich über den Gesundheitszustand ihrer Gefährten bescheid wissen, außerdem ist sie recht hilfsbereit und würde dafür ja nicht mal eine Gegenleistung verlangen. "Ihr seid mir die ganze Zeit über recht in Gedanken vertieft vorgekommen, da wollte ich euch nicht stören, Richard.", erwidert die Magierin zunächst und lächelt. "Von Wissenschaftlern habe ich schon gehört und dass ihr dem Beruf des Gelehrten gleichkommt. Ich kenne nämlich bereits einen. Rainer Hofstedt, der Name könnte euch etwas sagen, da er genau wie ihr Wissenschaftler ist. Wahrscheinlich bin in den Augen eures Volkes auch sowas wie eine Wissenschaftlerin, nur eben eine Wissenschaftlerin der Magie." Dann muss sie unweigerlich über ihre eigenen Worte schmunzeln, die sie zum Teil selber verwirren. "Aber ich beginne Unsinn zu reden. Vielleicht ist es besser ich gehe jetzt schlafen." Anschließend erhebt sich die Rothaarige. An alle umstehenden Personen gewandt: "Ich wünsche euch eine gute Nacht."

Tamnainns Abwesenheit hatte sie schon mitbekommen, da er sie ankündigte. Sie will den jungen Druiden bei seinem Tun auch nicht stören, darum legt sie sich zunächst einen Schlafplatz zurecht. Unter ihrer Decke blickt Kiera noch einige Minuten in den Sternenhimmel, während sie sich fragt wie es wohl da oben so ist, wo die Helromier hergekommen sind. Wenig später schließt sie dann die Augen, obgleich sie noch nicht ganz schläft und mit halbem Ohr zuhört, was sie sonst noch so in ihrer Nähe abspielt, bevor sie schließlich vollkommen einschlafen würde.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Do Sep 08, 2011 7:07 pm

Nastya beobachtet. Mit den Kopf in den Händen und diese mit den Ellbogen an den Knien gestützt. Zu erst Kiera dann streift sie Finley und Zraii. Den Tamnainn sieht sie nicht mehr und seufzt kurz dann schaut noch ein Mal Zu Richard rüber und muss dreckig lächeln. Dann sagt sie auch in die Runde „Nacht aller seit`s und schöne Träume wünsche ich euch“. Sie richtet ihr Schlafgemach her und schließt ihre Augen. Die langen Wimpern legen sich auf die zarte Haut nieder. Sie lässt die Ereignisse der letzten Tage noch einmal revue passieren. Bevor sie dann schließlich in das Land der Träume wandert.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Sep 11, 2011 5:29 pm

"Natürlich sagt mir der Name etwas. Glaubt ihr allen Ernstes, dass die vergangen Ereignise spurlos an mir vorbei gingen?" Richard hört Kiera durchaus interessiert zu, erwiedert jedoch bis auf ein: "Gute Nacht.", nichts weiter.

Der Wissenschaftler bleibt noch einige Zeit wach, vertieft in seine Notizen. Abermals beobachtet er das Verhalten der Gruppenmitglieder, ehe er sich selbst dann auch auf seinem Schlafplatz zur Ruhe begibt.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Sep 24, 2011 4:10 pm

Mindestens die Hälfte der Nacht schläft Kiera tief und fest, bis sie schließlich irgendwann aufwacht. Der Wind pfeift ihr ein wenig um die Ohren, doch sonderlich frieren tut sie nicht. Ohne genau darüber nachzudenken warum und wieso, streift sie die Decke beiseite, um sich von ihrem Schlafplatz zu erheben. Ihr Blick fällt auf ihre Gefährten, die sich schon lange im Reich der Träume befinden. Die Magierin geht in Richtung des Flusses, wohlwissend, dass es dort eine Wasserquelle gibt. Doch als sie sich sicheren Schrittes auf ihn zubewegt, bemerkt sie etwas Außergewöhnliches: Sie kommt nicht voran! Wäre dem nicht schon genug so beginnt der Wind nun noch heftiger zu zischen und zu wirbeln. Der Fluss gerät stetig weiter weg, verschwindet gar aus ihrem Sichtfeld, obgleich sie sich keinen Meter bewegt hat. Zudem verflüchtet sich der Himmel in ähnlichem Maße. Die Ursache hierfür kann jedoch viel logischer begründet werden, da ihr Körper geschrumpft ist. Es ist fast so, als würde Kiera plötzlich von einer durchaus erwachsenen Frau wieder zum Kind werden - langsam aber sicher. "Was passiert hier mit mir!?", gibt sie extrem irritiert von sich, sieht an sich herab, nur um den Körper eines Kindes im Alter von ungefähr 6 Jahren vorzufinden. Ihre Klamotten haben sich ebenfalls gewandelt, nur noch ein einfaches, grünes Kleid trägt sie. Dennoch, ihr Amulett blieb ihr trotzallem erhalten.

Jetzt lässt die Rothaarige ihre blauen Augen über die Umgebung schweifen, welche sich verändert hat. Sie steht in Mitten eines keltischen Dorfes. Um sie herum spielen andere Kinder, die im selben Alter wie sie sind. Kiera sieht genauer hin und erkennt ihre Gefährten: Nastya, Richard, Zraii, Aidan und Tamnainn. Aus vollem Herzen lachen die 5 zusammen, während sie Hand in Hand um eine riesige Eiche tanzen. Ohne Vorwarnung greift der kleine Tamnainn nach ihrer Hand, um das kleine Mädchen förmlich mitzuziehen. "Wie kann das sein? Wo bin ich?" Der Kopf der Magierin beginnt zu dröhnen, als die Stimmen ihrer kleinen Gefährten, gepaart mit derem plötzlich echoartigem Gelächter, sich mindestens um das tausendfache in eine fürchterliche Kakophonie verwandelt. Im Zuge dessen überkommt sie ein stechender Schmerz irgendwo zwischen der linken und rechten Gehirnhälfte, wodurch sie unweigerlich an ihrem Kopf greifen muss, in der Hoffnung das unangenehme Gefühl unterdrücken zu können. "Verflucht... wieder einer... dieser verfluchten Alpträume?", ruft sie mit schmerzverzerrter Stimme gen Himmel entgegen. Kurz darauf bricht sie zusammen.

Kiera wacht auf. Ruckartig setzt sie ihren zierlichen Körper auf. Ihr Herz rast, der Atem stockt und lässt sich nur schwer regulieren. "Doch nur... einer dieser verdammten Träume..." Wieder verlässt sie ihren Schlafplatz - dieses Mal mit der Gewissheit sich in der realen Welt zu befinden. Nach ein paar Schritten trifft sie auf Finley. "Schon wieder wach meine Kleine?", meint er zu ihr und lacht sie herzlich an. Urplötzlich, ohne dass sie etwas darauf erwidern kann, drückt sich eine Person in einer dunklen Kapuzenrobe, welche goldene Verzierungen an den Rändern enthält - nicht zu vergessen die purpurfarbenen Akzente, die das Kleidungsstück noch edler wirken lassen - aus ihrem Kristallspiegelamulett, stoßt sich davon ab und lässt Kiera auf den Hintern plumpsen. Es ist ein Mann, vielleicht ein Druide. Über dem ganzen linken Auge hat er eine Narbe, dazu noch einen spitzen Ziegenbart. Seine Gesichtszüge wirken weich und dennoch ist sein Ausdruck hart, aber vor allem kalt. Die Haut des Mannes ist leicht gebräunt, dazu fällt ihm sein braunes, schulterlanges Haar - welches zunächst nur in Ansätzen unter der Kapuze angedeutet wird - etwas wild ins Gesicht. Er dürfte mindestens 30 sein, wenn nicht sogar älter. Neben seiner edlen und prunkvollen Kutte, besitzt er verschiedene Schmuckstücke, die aufgrund ihres Aussehens und teilweisem Lichtspiels, sicherlich magischer Natur sind.

"So sieht man sich wieder, alter Mann.", gibt die berobte Person spöttisch von sich.
Finley zieht sein Schwert, jederzeit kampfbereit. "Ich hätte dich schon längst töten sollen. Was willst du?"
"Nichts Besonderes... außer dein Leben." Ein süffisantes, aber durchaus diabolisches Grinsen, zeichnet sich vom Gesicht des vermeintlichen Druiden ab.
"Versuchs.", erwidert der Händler mutig und zugleich sehr entschlossen.
Der eigentliche Kampf ist nicht von Dauer, denn der Magier spricht Formeln von fremder Zunge, welche seine Augen rot färben und eine schwarze Aura um den Körper erschaffen. Im nächsten Moment scheint es fast so, als würde sich das Gefüge von Raum und Zeit wie die Erdplatten eines Planeten verschieben. Fantasie, Realität und diverse Subrealitäten vermischen sich zu einem hochgefährlichen Gebräu das Finley schlagartig umgibt, ihn fesselt und im Bruchteil einer Minute in Form eines Zeitraffers die restlichen Jahre seines Lebens verspeißt, bis am Ende sogar das Skelett im Zahn der Zeit zu Staub zerfällt, um schlussendlich vom Wind gezwungenermaßen hinfortgetragen zu werden. Unterdessen ist die rothaarige Kiera schon längst in Tränen zusammengebrochen, unfähig sich zu bewegen, ihren Großvater zu retten, oder irgendetwas zu tun.
"Warum?", wimmert das junge Mädchen bitterlich vor sich hin.
Langsam dreht sich der Mann um, dessen Augen immer noch blutrot sind. "Warum? Warum ich den alten Knecht endlich erlöst habe? Weil ich es kann und weil er schon lange überfällig war. So wie deine Mutter... und so wie du, meine Tochter."
Die Fesseln ihrer Paralyse lösend, schiebt sich die Magierin auf ihrem Hintern weg vom Druiden, in der Hoffnung wenigstens sich selbst retten zu können. Doch dieser ist schneller als sie, da er aufrecht geht und scheinbar sowieso das Raum-Zeit-Gefüge direkt in seiner beschmuckten Hand trägt - fast wie ein Gott wirkt er, der über Leben und Tod entscheiden kann. Er streckt die Hand gen Kiera aus. Ihre wiedererstarkte Wehrhaftigkeit nützt nichts, als ihr gesamter Körper sogleich ins Nichts gezogen wird - langsam und schmerzvoll. Das letzte was sie sieht ist die teuflische, mitleidlose Fratze des Druiden...

Schweißgebadet schlägt das verängstigte Mädchen die Decke weg. Ihre Augen sind weit aufgerissen, die Haare zweifellos klatschnass. Sie fasst sich überall am Körper an, will herausfinden ob sie aus Fleisch und Blut ist. Kiera führt den Unterarm ruckartig an ihrem Mund und beißt ohne zu zögern zu - sie will feststellen, ob sie endlich in der Realität gelandet ist. Warmes Blut rinnt aus der Wunde. Der Adrenalinspiegel der Magierin ist in diesem Moment so hoch, dass sie dabei erstaunlicherweise keinerlei Schmerz verspürt. Es dauert zwar ein paar Sekunden, doch dann lässt sie von ihrem Arm ab. Nach einigen weiteren Minuten beruhigt sie sich schließlich - so gut es eben im Augenblick geht. "Bei Animebona... seitdem ich in Maini angekommen bin, werden diese Alpträume immer schlimmer und schlimmer." Auf dem Punkt überkommt sie ein widerwärtiges Gefühl bei dem Gedanken jetzt wieder einzuschlafen, also beschließt sie wachzubleiben bis die anderen ebenfalls aufwachen - bis zum Sonnenaufgang sind es sicherlich noch ein paar Stunden. In ihrem bisherigen Schlaf wird Kiera vermutlich gesprochen haben, nicht zu vergessen ihre Bewegungsaktivität, welche vom uruhigen Schlaf herrührt - dass dies stattgefunden hat weiß sie nicht und natürlich auch nicht ob es jemand mitbekommen hat.
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Am nächsten Morgen wacht die Gruppe ausgeruht auf, zumindest alle außer Annastacia, die mal wieder einen Anfall von Schlafproblemen hatte, ständig aufgewacht und eingeschlafen ist - und Kiera, welche natürlich wegen ihres Alptraums nicht mehr geschlafen hat. Nachdem alle eine Kleinigkeit gegessen haben, um weitere Kräfte zu tanken, machen sie sich mit dem Boot weiter auf dem Weg zum Gewölbe der Feueranbeter.

Nach stundenlangem Fahren auf dem Fluss, erblickt Finley von weitem schon den See, welcher in der Nähe des angesteuerten Zielorts liegt. "Ich sehe schon den Sionainn.", gibt er knapp von sich. Kiera bekommt es fast gar nicht mit. Sie wirkt insgesamt so als stände sie ziemlich neben sich, was zwar manchmal der Fall ist - dass dürfte Zraii wissen - aber ansonsten eher untypisch für sie ist. Des Weiteren sehen ihre Haare recht unordentlich aus. Im Moment hat sie jedoch sicherlich andere Probleme als das.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Sep 25, 2011 3:44 pm

„Ich glaube mir ist schlecht oki nicht kotzen Nastya um Himmelwillen nicht kotzen mein Gott“, denkt die Russin sich während sie runter aufs Wasser schaut. Denn sie hatte auch eine stürmische, wilde und vor allem schlaflose Nacht hinter sich. Jedoch wirkt sie nicht so verzaust wie Kiera sondern halt nur müde. Nun entschließt sie sich ihr Blickfeld vom Wasser ab zu wenden und schaut in die Runde rein. Als sie wach war hat sie Kiera reden und strampeln gehört. Sie ist sich unsicher ob sie das Mädchen wirklich darauf ansprechen soll und beschließt es erstmal sein zu lassen. Sehr erschöpft und überhaupt nicht ausgeruht legt sie sich einfach auf die Holzbretter des Bottes mit verschränkten Armen hinter den Kopf und über einander geschlagenen Beinen döst sie nun vor sich hin.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Di Sep 27, 2011 3:16 pm

Tamnainn, in die Stille des Flussufers gehüllt, kommt endlich zur Ruhe. Die Meditation entspannt ihn zusätzlich, sodass der Stress des ständigen Versteckspiels endgültig aus seinem Geist weicht. Erst nach mehreren Stunden verlässt Tamnainn seine Sitzposition und kehrt zur Feuerstelle zurück, um zu schlafen, ohne dass ihm dabei etwas besonderes auffällt. Nach dem Frühstück macht sich die Gruppe auf den Weg zum Sionainn, jenem See, von dem Tamnainn schon so viel gelesen hat. Der geschichtsträchtige Ort erfüllt ihn mit Vorfreude - was sie auf ihrer Reise wohl alles entdecken werden? Als er sich im Boot umschaut, merkt er, dass Kiera etwas zerzaust zu sein scheint. Was wohl der Grund dafür ist? Ob sie sich in der Nacht irgendwo umhergetrieben hat, vielleicht selbst ihre Kräfte geschult hat? Bloße Vermutungen, denen Tamnainn auch nicht lange nachhängt, sondern stattdessen lieber die Umgebung betrachtet. Wenn nur einige der Geschichten stimmen, die man sich über diesen Ort erzählt, würden sie es nicht nur mit harmlosen Dingen zu tun bekommen.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mi Sep 28, 2011 10:18 pm

"Sieht so aus als wären wir bald da.", gibt die nun wache Kiera das Offensichtliche von sich. Sie kramt aus ihren Sachen eine Bürste heraus und beginnt ein wenig ihre Haare ordentlich zu machen, sowie den ein oder anderen Zopf wieder zu fixieren. Währenddessen fällt ihr nebenbei Annastacias Schläfrigkeit auf, was sie zunächst einmal verwundert, da die anderen alle ausgeruht sind. Der Gedanken, dass jene ebenso von Alpträumen heimgesucht wurde, kommt der Magierin - gerade am heutigen Tag - dabei natürlich sofort als erstes in den Sinn. Als sie fertig ist legt sie die Bürste wieder weg. Heute ist das Mädchen nicht sonderlich gesprächig, also bleibt sie eher ruhig und versucht sich auf den Weg, der vor der Gruppe liegt zu konzentrieren. Und so schippert das Boot weiter gen Sionainn.

Derweil dürften Tamnainn neben der gewohnt typisch bunten Landschaft vor allem die Vögel auffallen, welche sich seltsamerweise nicht in Richtung des Sionainns bewegen, sondern eher von ihm weg oder zumindest um ihn herum - das Zentrum meiden sie scheinbar. Fast im gleichen Moment - als der große See näher kommt - erkennt man mehr am Horizont. Es liegen ein paar Nebelschwaden in der Luft, was in Tamnainns Sicht darauf hindeutet, dass es in dieser Gegend in der letzten Zeit vermutlich zu vermehrten Niederschlägen gekommen ist. Man kann von weitem nur erahnen, wie dicht der Nebel am See wirklich sein wird, da er stetig - wenn auch langsam - zuzunehmen scheint.

Auf dem Boot selbst beginnt Kiera irgendwie seltsam zu werden. Ihr Gesichtsausdruck sieht etwas ängstlich aus. Sie guckt sich gar verstohlen um, als würde sie darauf aufpassen, dass nicht gleich jemand käme und ihr einen Dolch in den Rücken jagt. Sitzend legt sie ihre eigenen Arme um sich, wie eine Art Selbstschutz. Im Inneren der Rothaarigen spielen sich nicht minder komische Dinge ab. Plötzlich fühlt sich ihr Mund trocken an. Ein beklemmendes Gefühl sucht sie heim und verpasst ihr eine unangenehme Gänsehaut. Zu guter Letzt fallen ihr selbst noch die leicht zittrigen Hände auf, welche sie versucht still zu halten. "Verdammt... verflucht... bei allen Göttern die es gibt... warum dieser Nebel?", denkt Kiera sofort, doch es rasen ihr noch mehr Gedanken durch den Kopf. "Dieser Nebel ist gefährlich... und ich bin auf dem Boot und kann nicht weg. Ich ertrage diese Schwaden um mich herum nicht. Was ist wenn ich da drin sterbe? Ich will noch nicht sterben... vor allem nicht so... nicht da drin. Aber ich darf mir nichts anmerken lassen, sonst denken die anderen ich bin verrückt... einer Verrückten vertraut man nicht." Schlussendlich beschließt Kiera nicht mehr hinzusehen und den Anblick aus ihrem Sichtfeld zu tilgen. Recht auffällig starrt sie deshalb gen Holzboden des Bootes.

Unterdessen erreicht das Wassergefährt den See und taucht vollends in den dicken Nebel ein. In den ersten Sekunden ist es fast so, als würde man die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Hin und wieder lichtet sich ein Schwaden, doch der Nebel bleibt dicht. Er strahlt, aufgrund der Tatsache ins Ungewisse zu fahren, durchaus eine gewisse Bedrohlichkeit aus, welche nicht von der Hand zu weisen ist. Dennoch, Finley wirkt unbeeindruckt. "Keine Sorge, dieser Nebel wird sich bestimmt bald verziehen. Dann sehn wir auch wieder mehr. Und wenn nicht macht es auch nichts, schließlich weiß ich in welche Richtung wir ungefähr müssen." Sogleich lacht der Alte ein wenig vor sich hin und gibt sich positiv und optimistisch. Sicherlich auch um den anderen Mut zu machen, damit die neblige Reise bis zum anderen Ende des Sionainns nicht gar so bedrohlich wirkt.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Okt 01, 2011 1:33 pm

Die Vögel, die den See zu meiden scheinen, und die dichter werdenden Nebelschwaden beunruhigen auch den Kenget. Als sie auf die Seemitte zusteuern, immer tiefer in den Nebel hinein, klammert sich Tamnainn an die Bootsplanken und versucht angestrengt, etwas in diesem dichten Weiß zu erkennen. Die Kälte der Wassertropfen hüllt ihn ein. Die beruhigenden Worte Finleys scheinen ihm übertrieben optimistisch, die Dichte des Nebels hat etwas beunruhigend Unnatürliches an sich. Auch Kiera scheint sich nicht gerade wohl zu fühlen. Kurz überlegt Tamnainn, ob er nicht mit etwas Feuer versuchen sollte, den Nebel zu durchdringen, lässt den Gedanken aber gleich wieder fallen, und beobachtet stattdessen aufmerksam den Nebel, um etwaigen Überraschungen gleich begegnen zu können.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Okt 01, 2011 5:18 pm

„Ja wirklich“, kreischt Nastya nun und spring mit einem Satz auf. Sie rennt an die Seite und verleibt sich die Landschaft ein für einen Kurzen Moment scheint ihre Müdigkeit wie weggeblasen zu sein. „Wunderschön“, nuschelt sie nur vor sich hin mit weit aufgerissenen Augen und Mund. Als dann der Nebel kommt meint sie nur leicht euphorisch „Uhu es wird ja immer besser hier!“ Doch als sie dann ihre eigene Hand kaum noch wahrnehmen kann schwindet ihre Begeisterung „Na super“, murmelt die Rothaarige sichtlich unerfreud vor sich hin. Und lehnt sich wieder mit ihren beiden Ellbogen an und lässt ihren Kopf auf den Händen ruhen. Was gerade die anderen tun kann sie also nicht sehen weil der Nebel so dick ist. Also starrt sie gelangweilt ins weise Nichts. Bis sie Finley`s Stimme wahrnimmt. „Ich hoffe doch“, brüllt sie zurück und verhaart weiter hin angeödet auf ihrer Position mit den Gedanken „Toll dieser Neben macht mich müde obwohl eigentlich bin ich ja müde seit ich aufgestanden bin dennoch! Dieser Nebel macht es nicht gerade besser…

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mo Okt 03, 2011 6:55 pm

Selbst bei höchster Konzentration vermag es der talentierte Druide nicht etwas in diesem dicken Nebel zu erkennen. Annastacia wiederum hat für den Bruchteil einer Sekunde das Gefühl sie würde händelose Affen darin toben sehen. Finley, der seinerseits versucht die Orientierung in dieser spitzfindigen Witterung zu behalten, bemerkt den inneren Kampf seiner Enkelin nicht.

Obwohl es in diesem Nebel eher kühl ist, so fühlt sich Kiera selbst eher heiß, was durch ein paar einzelne Schweißtropfen auf ihrer Stirn noch bildlicher unterstützt wird. Unfähig zu schlucken, braucht das Mädchen gar drei Anläufe, um den Kloß aus ihrem Hals zu bekommen, damit geht natürlich auch eine Art leichte Atemnot einher, die für sie die Sache nur verschlimmert. Der schnellere Herzschlag vermittelt der jungen Magierin zusätzlich ein Engegefühl in der Brust, welches die unangenehme Situation immer noch nicht besser macht. Sei es aus Neugier oder Dummheit, so wagt Kiera einen kurzen Blick nach oben - vermutlich hat sie die Hoffnung, dass sich der Nebel bereits verzogen hat. Reflexartig senkt sie ihren Blick wieder, als das Erhoffte nicht eintrifft. "Was ist denn los mit mir... ersticke ich in diesem verfluchten Nebel? Nein... ich bin doch eine Erleuchtete, ich darf mich nicht von so etwas Trivialem einschüchtern lassen." Auf dem Punkt machen sich Bauchschmerzen in ihr breit, gepaart mit einer augenblickartigen Schwindelattacke, die jedoch nur von kurzer Dauer ist. Schließlich beginnt die Rothaarige an ihrer eigenen, geistigen Verfassung zu zweifeln. "Bin ich überhaupt wirklich hier? Oder bin ich wieder in einem Alptraum gefangen?" Sie führt ihren Unterarm an den Mund und beißt erneut so fest zu, dass er anfängt leicht zu bluten. Diese Tatsache ist allerdings keineswegs eine Erleichterung für sie, aber nun ist ihr die Wirklichkeit dieser Bootsfahrt bewusst - was sie für einen Moment beruhigt.

Unterdessen nimmt die Gruppe ein leises Blubbern wahr, welches im nächsten Augenblick lauter wird, dann jedoch wieder abflacht. Es folgt ein pfeifendes Geräusch, vielleicht der Wind? Und dann schließt sich urplötzlich noch ein dumpfes Wiehern an. Man möchte fast glauben ein Pferd treibt sich hier auf dem See herum. "Wir sollten umkehren. Und dann am besten morgen wiederkommen, wenn sich dieser entsetzliche Nebel verzogen hat.", schlägt Kiera mit immer noch gesenktem Kopf vor - ihre Hände greifen durchaus krampfartig in den Stoff ihres Rocks.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mo Okt 03, 2011 9:29 pm

„Tanzende, tanzende Affen ohne Hände!“, kreisch Nastya auf. Was wohl für Aussehen sorgen sollte. Dann folg ein Moment der Stille. Peinlich berührt und rot vor Scham schaut sie runter und sieht, dass sie nichts sieht. Doch als dann das Wasser anfing Geräusche von sich zu geben, kreischt Annastacia lautstark und wild auf:„Was war das?“. Dann presst sie ihren Rücken an die Wand und hält sich krampfhaft mit beiden Händen am Geländer fest. Als sie Kieras Vorschlag vernimmt entgegnet die Russin nun leiser aber dennoch gut zu verstehen „Ja ich stimme Kiera zu“ und denkt sich nur „Bitte weg von hier so lange die händelosen Äffchen gerade nicht da sind.. schnell, schnell…“

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mo Okt 03, 2011 10:24 pm

Das ewige Weiß wirkt zermürbend auf Gedanken und Konzentration. Am Boot scheinen sich Wassertropfen abzusetzen, kalte Nässe beginnt die Kleidung zu durchdringen. Wohin will Finley eigentlich? Steuert er auf die Mitte des Sees zu? Und wie kann er inmitten des Nebels wissen, ob er das Boot nicht in irgendwelche Strudel oder Untiefen lenkt. In Tamnainn macht sich leichte Unsicherheit breit, die durch die Hysterie der Helromierin, die beklemmende Stille auf ihren Ausruf hin und die plötzlichn Geräusche, die sich um sie herum auftun, sich nur noch verstärkt. Kiera durchbricht die eigentümliche Atmosphäre durch ihren Vorschlag, dem Tamnainn durchaus gewillt ist, zuzustimmen. Doch als er das Mädchen näher betrachtet, verstärkt sich sein schon zuvor gewonnener Eindruck, dass ihr nicht wohl ist. Auch wenn ihr Haar nicht mehr so zerzaust ist wie in der Früh, starrt sie ständig auf den Boden des Bootes und rührt sich kaum. Ob der Nebel der Grund ist? Spürt die Magierin etwas in der Luft, was seinen Fähigkeiten verborgen bleibt? Tamnainn setzt sich näher zu ihr und fragt leise und vorsichtig. "Alles in Ordnung mir dir?", während er ihr bleiches Gesicht nach Anzeichen für ihre Übelkeit absucht.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Di Okt 04, 2011 9:19 pm

Wenn Kiera nicht derart in ihren eigenen Problemen versunken wäre, hätte sie Nastyas Aufschrei sicherlich merkwürdig gefunden und nachgehakt, doch so bleibt sie - nicht nur körperlich, sondern auch geistlich - wo sie ist. "Vielleicht die böse Fee oder Meerjungfrauen.", scherzt Finley und lacht. Erstaunlicherweise scheint der alte Händler nicht im Geringsten vom Nebel eingeschüchtert zu sein. Er beginnt in die Runde zu sprechen: "Jetzt haben wir doch schon die Hälfte hinter uns. Normalerweise herrscht hier auch nicht so ein Nebel. Aber naja, was will man machen, hehe."

Letztendlich schafft es der junge Druide die rothaarige Magierin aus ihren Gedanken zu reißen. Vorsichtig sieht sie zu ihm hinauf, darauf bedacht ihren Blick nicht in irgendwelche Nebelschwaden zu verlieren. Kieras blaue Auge sehen durchaus ängstlich aus, während ihr Gesicht nicht gar so bleich oder kränklich aussieht, vielmehr scheint sie psychisch betroffen zu sein - dass sie nicht so wie sonst ist, dürfte in jedem Fall offensichtlich sein. Früher hätte sie auf Tamnainns Frage vermutlich anders geantwortet, doch sie hatte sich schließlich vorgenommen ehrlicher zu ihren Mitmenschen zu sein, also antwortet sie ihm zunächst zögerlich: "Ich weiß nicht so recht... ich mag diesen Nebel nicht... genau genommen mag ich gar keinen Nebel. Wahrscheinlich hältst du mich jetzt für verrückt, nicht wahr?" So ganz ist es ihr nicht klar, aber schon jetzt tut ihr das Gespräch mit dem braunhaarigen Jungen gut - klar, es lenkt sie ein wenig von ihrer momentanen Situation ab, wenngleich sie über eben diese spricht. Doch es fühlt sich nichtsdestotrotz gut an und so nah neben ihm zu sitzen ebenso. "Vollkommen seltsam...", wie sie sogleich feststellt.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Di Okt 04, 2011 11:52 pm

Kiera wirkt auf Tamnainn eingschüchtert, verwirrt, ihre Augen schauen in voller Angst an. Ihr Blick und verändertes, hilflos und schutzbedürftig wirkendes Wesen berührt einen Instinkt im Oqulo, den er an sich bisher nicht kannte. Unwillkürlich will er der jungen Frau helfen. Er kennt das Gefühl, schreckliche Angst zu haben, will ihr schon erklären, dass sie die Angst überwinden muss, indem sie sie nutzt, indem sie sich von den Gefühlen als Lenker ihrer Handlungen absetzt und selbst umgekehrt zum Lenker ihrer Gefühle wird. Doch er hält sich mit seiner Lehrstunde zurück, da er auch nicht weiß, wieviel die Magierin über die Lehre der Kenget weiß, sondern meint stattdessen nur, "Was heißt schon verrückt?" und ergreift seinem Instinkt folgend ihre Hand. "Achte nicht auf den Nebel. Du bist nicht alleine. Finley weiß, was er tut." Er sagt dass, obwohl er sich nicht ganz sicher ist, ob letzteres stimmt. Wie will der Alte inmitten dieses Nebels auch wissen, wo am See sie sind, und ob sie nicht im Kreis gerudert sind?
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Okt 08, 2011 3:57 pm

Obgleich Kiera den Nebel um sich herum einfach nicht vergessen kann, so hört sie Tamnainn zu, der versucht sie zu beruhigen. Dies wundert sie ein wenig, denn bisher hatte sich der junge Druide eher zurückhaltend verhalten, also eher in sich selbst gekehrt - irgendwie fast so wie sie früher. Als seine Hand die Ihre berührt, spürt sie abermals ein durchaus spezielles Gefühl, welches ihr schon einmal im Gasthaus in Beloveno begegnet ist, als sie ihn das erste Mal traf - jedoch war es viel schwächer gewesen. Nun ist es eindeutiger, sogar stärker. Rein unterbewusst hätte die Magierin vermutlich nicht einmal im Traum daran gedacht ihre Hand wegzuziehen und ihn nicht gewähren zu lassen. So lässt sie sie einfach locker von ihm ergreifen. Eine ungewohnte Vertrautheit durchfährt die Erleuchtete, jenes Gefühl überkam sie bisher nur bei Zraii, doch bei ihm war es ohne Zweifel anderer Natur.

Für den Bruchteil einer Sekunden vergisst Kiera die für sie tödlich erscheinenden Nebelschwaden fast völlig und blickt mit ihren blauen Augen gar kurz in die Seinen. Zwischen dem rauchartigen Nebel zeichnen sich rote Wangen an ihrem Gesicht ab - nicht zu vergessen ihr leicht befeuchtetes Haar. Dann guckt sie wieder instinktiv eher in Richtung Boden des Bootes. "Ja... ja, du hast wahrscheinlich Recht, Tamnainn."

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Okt 08, 2011 6:02 pm

Erleichtert registriert Tamnainn, dass der verlorene, hilflose Gesichtsausdruck, den Kiera gerade eben noch an den Tag legte, auf seine Worte hin zu schwinden scheint. Farbe scheint sich in das hübsche, von sanften, jetzt durch das viele Wasser schon nassen Locken umrahmte Gesicht der Heilerin zu schleichen, als sie ihn mit ihren einmaligen Augen durch die Nebelschwaden ansieht. Wäre Tamnainns Gefühlwelt nicht durch die magischen Praktiken so abgestumpft, wäre dieser Augenblick wohl von Emotion aufgeladen, doch so spürt er nur ein leichtes, für ihn nicht zuzuordnendes Kribbeln in sich, als Kiera ihren Blick auch schon wieder abwendet. Er drückt ihr Hand noch fester, als er die Blut und Bissspuren auf ihrem Unterarm entdeckt. "Du blutest ja.", meint er sofort.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Okt 08, 2011 7:24 pm

Körperlich geht es Kiera nun durchaus wieder besser, doch die Angst im Hinterkopf will einfach nicht verschwinden. Die Furcht gegenüber dem Nebel wiegt zu tief und selbst sie vermag es sich nicht zu erklären woher jene eigentlich stammt. Nicht immer sind die Erinnerungen an ihre Kindheit so klar, vor allem an die Frühe. Und seit wann sie schon dieses Amulett mit sich herumschleppt... sie weiß den Zeitpunkt ebenso nicht. Doch im Moment ist nicht die Zeit in verblassten Erinnerungen herumzuwühlen, das Mädchen versucht sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

Als Tamnainn schließlich die Bisswunden an ihrem Arm entdeckt, will die Erleuchtete ihre Hand zunächst wie von selbst zurückziehen, jedoch hält er sie ja weiterhin fest, und sich im Augenblick mit Gewalt loszureißen läge ihr recht fern. "Ach... das ist nichts, wirklich." Im Geiste tadelt sich Kiera selbst, denn sie wollte nicht, dass der junge Druide die Wunde sieht. "Manchmal habe ich so etwas..." Die Entschuldigung wirkt wie an den Haaren herbeigezogen und erklärt nicht warum sie blutet - Kiera weiß das, allerdings ist sie im Augenblick so innerlich aufgewühlt, dass ihr wahrlich nichts Besseres einfällt. Schnell versucht die Magierin abzulenken. "Das haben wir gleich.", meint sie und lässt die freie Hand über die Wunde schweben. Unter ihrer Handfläche bildet sich eine grüne Aura und die kleine Wunde an ihrem Unterarm schließt sich in sekundenschnelle.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Okt 08, 2011 7:39 pm

Für einen Kenget wie Tamnainn ist Schmerz zu verachten, er ist darauf trainiert, ihn zu unterdrücken und selbst bei größten Qualen keine Miene zu verziehen. Bei solch einer kleinen Wunde, wie sie Kiera an sich trägt, wirkt es auf den Oqulo geradezu lächerlich, irgendwelche Kräfte darauf zu verschwenden, sie zu heilen, wobei Heilkräfte bei seinesgleichen traditionell ohnehin nicht hoch geschätzt werden. Ein wenig Geringschätzung kann der Magier in seinem Blick also nicht vermeiden, als er beobachtet, wie Kiera ihre Wunde schließt. "Na siehst du, du bist ja vollständig bei Kräften, trotz Nebel", versucht er schließlich zu scherzen und fragt dann ernster: "Geht es dir gut?", um das Kapitel abzuschließen.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Okt 08, 2011 8:05 pm

Für Tamnainn mag es so aussehen, dass Kiera bei vollen Kräften wäre, doch in Wahrheit ist sie durch den Nebel psychisch angeschlagen. Eine kleine Wunde wie diese bereitet ihr zwar keine Probleme, bei einer größeren würde es vermutlich schon wieder ganz anders aussehen. Die Magierin hält weiterhin die Hand des Oqulo, welche ihr eine gewisse Sicherheit gibt. Schlussendlich nickt sie und antwortet auf die Frage des Druiden: Ja, es geht mir schon ein wenig besser... danke Tamnainn." Ihr Dank klingt sehr aufrichtig - natürlich, warum sollte das Mädchen ihn auch anlügen, schließlich hat er ihr ohne Zweifel ein wenig geholfen.

Während das Boot also recht ziel- und orientierungslos durch den Nebel schippert, müsste allen das nun wieder auftretende Wiehern auffallen, welches kaum hörbar über den See hallt, jedoch durchaus an die Ohren der Personen auf dem Boot gelangt. Unweit des Wassergefährts blubbert es abermals. Kiera, die mehr mit sich und bestenfalls noch mit Tamnainn beschäftigt ist, fällt dies alles nicht auf. Plötzlich geht ein heftiger Ruck durch das Boot. Zraii muss sich festhalten, sonst wäre er beinahe in das Wasser gestürzt. Finley hat weniger Glück. Der alte Händler rutscht auf dem, durch den Nebel nass gewordenes, Holz aus. Er fällt jedoch nicht ins Wasser, sondern stößt sich den Kopf an der Reling, was ihn letztendlich bewusstlos werden lässt. Um diejenigen die saßen - also Richard, Aidan, Morven, Tamnainn und Kiera - ist es besser bestellt - ihnen ist nichts passiert. Aidan, samt Morven auf der Schulter, krabbelt aufgeschreckt zu Finley hinüber, im Versuch ihn zu behandeln oder ihn wenigstens aufzuwecken. Indes behält Zraii auf dem ersten Blick einen kühlen Kopf, wirkt allerdings insgesamt recht hilflos. Kiera, die zwar alles mitbekommen hat, sitzt immer noch auf ihrem Platz und hält sich jetzt den Kopf. "Der Nebel! Er wird uns umbringen!", wimmert sie vor sich hin - ihre Augen wirken glasig und sie fühlt sich wieder ängstlicher. Ein weiterer Ruck geht just in diesem Moment durch das Boot, gefolgt von einem bedrohlichen Wiehern.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 09, 2011 1:16 pm

Tamnainn wird von dem Ruck, der durch das Boot geht, völlig überrascht. Im ersten Moment sucht er sofort nach dem Gegner, der da für verantwortlich zu machen ist. Als er keinen finden kann, und merkt, dass Finley nicht mehr zu gebrauchen ist, versucht er die Ruder zu erreichen, bei welchen sich auch Zraii befindet. "Weg von hier!", schreit er. Als er gerade bei Zraii ankommt, erreicht das Boot auch schon der nächste Schlag, so dass es ihn hart auf den nassen Boden des Boots wirft. Wieder versucht er, ein Monster oder etwas ähnliches auszumachen. Irgendetwas muss doch diese Angriffe auslösen? Angstrengt versucht er aufzustehen, das eine Ruder zu ergreifen, um Zraii bei den Bemühungen, weiterzukommen, zu helfen. Stimmen die Sagen tatsächlich und lauern in den Tiefen des Sees wirklich Gefahren, die Finley schlicht unterschätzt hat? Tamnainn versucht, sich an Geschichten zu erinnern, die er über diesen See gelesen hatte.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 09, 2011 5:03 pm

„Was … was war das ?“, ruft Nastya erschrocken in die Runde hinein während sie sich mit beiden Händen an dem Geländer festkrallt. Die Wucht ist so enorm, dass sie all ihr Gewicht in die Füße verlegen muss um stehen zu bleiben. „Oh Hilfe“, denkt sie sich nur und als dann ein weiterer Stoß folg bricht sogar einer ihrer Fingernägel ab was sie extrem Wütend mach so stampft sie zu Kiera rüber. „Was ist los um Himmel willen schau nur es ist echt furchtbar“, meint sie und streckt dem Mädchen ihren so eben abgebrochenen Nagel entgegen beziehungsweise den Finger mit den angebrochenen Nagel. Erst jetzt bemerkt sie die Angst des Mädchens. „Mensch ist alles in Ordnung bei mir“ Als sie nun genauer hinsieht erblick sie die Pure Angst in den so schönen blauen Augen. Nastya setzt sich vorsichtig neben sie und umarmt das Mädchen. „Es ist sicher nur etwas auf den Meeresboden was wir gerammt haben oder so was .. be .. bstimmt nichts schlimmes und dieser Nebenschleier wird auch bald wieder verschwinden“, versucht die Russin ihr etwas Mut zu zu sprechen während sie leicht über ihr Haar streichelt. Als sie von Nebel spricht kommt es ihr so vor als ob sich alle Muskeln in Kieras Körper auf einmal zusammenziehen würden. Aber sie stempelt es als bloße Einbildung ihrer selbst ein. „Hey ich sehe regelmäßig Affen ohne Arme, ich denke das ist nichts dagegen“, sagt sie zu sich selber und unwillkürlich liegt ihr Blick wieder auf den hässlichen Fingernagel „Was wir eine riesengroße Scheisse!“, denkt sie sich. Das mit den alten Mann bekommt sie nicht mit nur, dass mit Tamnainn.


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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 16, 2011 8:17 pm

Annastacias Aufmunterungsversuche in allen Ehren, doch das Mädchen wirkt nach dem erneuten Ruck, welcher das Boot erschütterte, total verstört. Sie murmelt fast still und leise ständig etwas von einem Nebel vor sich hin. Und obwohl die Russin sie umarmt, so tut Kiera dies bei sich selbst ebenso. Die Magiern scheint derart mitgenommen zu sein, dass sie gar nicht mehr ansprechbar scheint. Die blauen Augen sehen recht leer aus, während ihre Lippen zittern als würden Minusgrade vorherrschen. Zugleich läuft der Rothaarigen eine kleine Träne die Wange herunter.
Indes ist Tamnainn im Begriff die Lage unter Kontrolle zu kriegen. Mehr Geschichten kennt er jedoch auch nicht wie der bewusstlos gegangene Finley, der nun von Aidan in eine sichere Position gebracht wurde. Zugleich weist er Richard an sich um jenen zu kümmern. Der Druide nimmt dem Oqulo fast das Ruder aus den Händen, da er es seiner Aussage nach für besser hält zu rudern, da er kräftiger ist - unweit befindet sich Morven außerdem noch bei Richard und Finley und sieht durchaus ängstlich aus.

Kurze Zeit später schießt neben dem Iskai ein grüner, fischartiger Schwanz aus dem Wasser, der auf dem ersten Blick an einen Tentakel erinnert. Heftig schlägt dieser nach Zraii, der den Angriff jedoch mit einem beherzten Schlag des Ruders zunächst abwehren kann. Danach versucht der Schwanz den Iskai noch zweimal zu greifen, doch auch diese Versuche schlagen aufgrund der Schläge fehl.
Anderswo, direkt an der Stelle wo der Oqulo steht, ist gerade ein weißes Pferd im Begriff sich mit seinen Vorderhufen am Rand des Bootes hochzuziehen. Es ist ein seltsamer Gaul, denn er besitzt statt einer Mähne, eher Schwimmhäute und Flossen, welche seinen Oberkörper und Kopf zieren. Das Außergewöhnlichste dürfte allerdings das Einhorn auf der Stirn des ungewöhnlichen Tiers sein. Tamnainn kennt die Geschichten über so genannte Kelpies - eine Mischung aus Fisch und Pferd - die in tiefen Gewässern leben oder Wanderern an Flüssen auflauern, um sie zunächst auf sich reiten zu lassen und sie danach als Leibspeiße zu sich in die Tiefe ziehen. Die Beschreibung dieses Tiers, welches im Übrigen unter Fachmännern mehr als Legende galt, passt perfekt auf das Monster vor seiner Nase. Ein gieriger Blick trifft auf Tamnainn, dem augenblicklich ein bestial nach Fisch stinkender Geruch entgegenschlägt. Fletschende Zähne, gepaart mit einem triefenden Sabber sind auf den jungen Druiden fixiert - ohne Zweifel, diese Legende lebt.

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