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 Wildnis [Maini]

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mo Okt 17, 2011 7:56 pm

„Entschuldige bitte ich denke ich bin nicht besonders gut in Aufmuntern, denn immer wenn ich es versuche geht es schief“, meint sie nur etwas traurig. Als Nastya dann merkt wie perplex Kiera zu sein scheint tut sie ihr sehr Leid jedoch weiß sie nicht was sie tun oder sagen kann um es besser zu machen sie hat sogar Angst die Situation zu verschlechtern also umarmt sie das Mädchen noch etwas stärker um ihr zu zeigen, dass sie nicht alleine ist. Es wird sicherlich nicht viel helfen aber es ist so ziemlich das einzige was die Russin jetzt noch tun kann. Als vor den Augen des Rothaares ein Wesen auftaucht, dass sie noch nie zuvor in ihren Leben gesehen hat denkt sie sich nur „Ein Einhorn“, ihre Augen weiten sich „Das Einhorn aus Sagen und Legenden, dass auch noch schwimmen kann “, und als es dann nicht gerade freundlich gesinnt zu sein scheint. Verliert die Russin sich komplett: „ёб твою мать“, kommt es aus ihr heraus. „Was soll ich nur tun was kann ich nur tun ?“, stellt sie sich die Frage und meint nur zu dem Druiden „Kiera steht etwas außer sich und ich kann nur werfen … und dies auch noch nicht besonders gut!“, warnt sie ihn. Er sollte also besser nicht auf Hilfe zählen.


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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mo Okt 17, 2011 8:48 pm

Vom plötzlichen Auftauchen des Fabelwesens, das gar keines zu sein scheint, erschreckt, stolpert Tamnainn zurück und rutscht dabei auf dem glitschigen Boden aus, während die Kelpie auf ihn zu klettert. Reflexartig streckt er ihr den Arm entgegen und lässt Feuer in das Gesicht des Tieres strömen, in der Hoffnung, dass es dadurch zurückweicht. Irgendetwas anderes bekommt der Oqulo vor lauter Konzentration auf den Kampf nicht mit. Als Kenget begrüßt Tamnainn die Möglichkeit, sich im Kampf auszeichnen zu können, anstatt weiter im Nebel herumirren zu müssen, auch wenn der Platz für einen Kampf gerade ihm als Fernkämpfer nicht ideal ist - ausserdem scheint ihm seine Feuermagie nur schlecht geeignet, um Tiere im Wasser zu bekämpfen. Sollte er schon jetzt auf Dämonen zurückgreifen müssen?
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mi Okt 19, 2011 9:24 pm

Während Tamnainn mit dem Monster zu tun hat, versuchen Zraii und Aidan einen Zahn zuzulegen, um vorwärts zu kommen und natürlich zugleich das Vieh abzuschütteln. Letzteres klappt nicht ganz so gut, deshalb tut der junge Druide gut daran sich zur Wehr zu setzen, denn das Kelpie schnappt bereits nach ihm, allerdings wird es unverzüglich von einer heißen Flamme begrüßt. Der Pferd-Hybrid weicht zunächst zurück, lässt jedoch nicht locker. Mit dem freien Schwanz greift das Monster nach Tamnainn und umwickelt ihn so, dass er seine Arme nicht mehr bewegen kann.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mi Okt 19, 2011 10:27 pm

Wie aus dem nichts taucht der Schwanz der Kelpie vor Tamnainn auf und umschlingt ihn derart, dass er das Feuer, dass das Tier noch bis vor kurzem zurückgehalten hatte, nicht länger aufrecht halten kann. Ohne reagieren zu können, wird er von dem Monster in Geiselhaft genommen. Auch wenn es der Oqulo zu vermeiden versucht hatte, als er die Angst in sich brodeln spürt, entschließt er sich, sie zu nützen, und beschwört wieder einmal die Furcht in sich herauf. AUF DIE KELPIE!, gibt er dem Dämon noch mit, bevor er ihn auf das Boot entlässt. Nicht, dass der Dämon sich gegen die Gruppe wenden würde... Tamnainn sammelt seine ganze Konzentration, um weiterhin Herr über das Geschehen bleiben zu können.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 23, 2011 4:13 pm

Urplötzlich strömt ein Dunst dunkler Energie aus dem gefangenen Tamnainn heraus und materialisiert sich unweit des Bootes auf der Wasseroberfläche. Eine schwebende, mannsgroße Hand mit vielen Fingern und gelb leuchtenden Augen ist das Ergebnis dieses Vorgangs. Jeder der Anwesenden - bis auf den Oqulo - spürt unweigerlich eine tiefe Angst in sich aufsteigen. Der Dämon könnte nach der Auffassung aller nicht furchteinflössender aussehen. Sofort bemerkt Tamnainn, dass es momentan nicht ganz so leicht ist die Furcht unter Kontrolle zu halten und genau auf das Ziel seiner Wahl zuzusteuern, da sich gerade viele Leute hier befinden und in seinem Inneren - im Bezug zu seinem Umfeld - gemischte Gefühle vorherrschen, sowohl positive, als auch negative - wie beispielsweise seine eigene Angst und die der anderen.

Nichtsdestotrotz folgt die Furcht den Befehlen ihres Meisters. Das Kelpie, welches den ganzen Vorgang eher weniger wahrgenommen hat, wird von der Furcht von hinten überrascht. Mit den langen Fingernägeln zieht der Dämon einmal über den Rücken des Viehs, worauf dieses unweigerlich laut wiehern muss, so dass Tamnainn für einen Augenblick die Ohren wehtun. In seiner Aufregung und den wilden Bewegungen, aufgrund des Schmerzes, stößt das Kelpie mit dem Horn oberhalb der Brust des jungen Druiden zu. Das Einhorn bohrt sich schmerzhaft in seine Haut, jedoch hat er Glück und die Wunde ist nicht so tief wie gedacht, da die Furcht einen weiteren Angriff auf das Monster startet. Dennoch, der Schmerz fühlt sich für den Magier unglaublich heiß an. Tamnainn fällt unsanft auf den harten Holzboden des Bootes, woraufhin dieses stark zu wackeln beginnt. Währenddessen packt der Dämon das Kelpie und umschließt es mit aller Kraft. Nun bekommt auch das Tier eine unglaubliche Angst zu spüren, die sich sogleich auf den Oqulo selbst überträgt. Das Kelpie gibt ungesunde Geräusche von sich, als es förmlich von der Furcht absorbiert wird. Alles geht ganz schnell und in wenigen Sekunden verpufft Tamnainns manifestierte Angst gemeinsam mit dem Pferd-Fisch-Hybrid.

In der ganzen Zeit hat sich das Boot wenig bewegt, doch langsam lichtet sich der Nebel. Der angeschlagene Kenget liegt derweilt auf dem Boden. Seine Wunde schmerzt unnatürlich viel. Er war zwar schon immer sehr anfällig für Schmerzen jeglicher Art, doch dieser Schmerz ist auf einer anderen Ebene - er ist heißer wie Feuer. Es fühlt sich für ihn so an, als würde er Sekunde für Sekunde innerlich zerfressen werden.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 23, 2011 6:16 pm

Nur mit Mühe hält Tamnainn den Dämon unter seiner Kontrolle. Verbissen müht er sich, die Konzentration aufrecht zu erhalten, sodass er im ersten Moment gar nicht merkt, welche Wunde ihm die Kelpie zugefügt hat. Als das Horn aus seinem Fleisch gezogen wird, spürt Tamnainn jedoch den brennenden Schmerz, der ihn durchströmt. Seine physische Kraft verlässt ihn, sodass er auf den Planken am Boden des Bootes liegen bleibt. Angst durchzuckt seinen Körper, sodass er für einen Moment glaubt, sein Herz stünde im nächsten Moment still, jedoch ist bald alles vorbei. Tamnainn bekommt nun nichts mehr mit außer den furchtbaren Schmerzen oberhalb seiner Brust, welche er mit Mühe versucht aus seinem Geist auszuschließen, was ihm jedoch angesichts der Kraft, die ihn die Furcht gekostet hat, nicht recht gelingen will.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 23, 2011 7:11 pm

Nach wenigen Minuten verschwindet der Nebel gänzlich und die noch zuvor in sich gekehrte, verängstigte Kiera erholt sich langsam von den Strapazen. Man möchte es kaum glauben, aber die junge Magierin hatte von dem ganzen Kampf sogut wie gar nichts mitbekommen, da sie regelrecht starr vor Angst war. Nachdem die Gefahr gebannt scheint, legt auch Aidan das Ruder nieder, um sich weiter Finley zu widmen, dem es allerdings augenscheinlich gut geht - nun ist Zraii alleine für das Vorankommen verantwortlich.

Unterdessen siecht Tamnainn auf dem Holzboden des Bootes herum, unfähig sich zu erheben. Annastacia und Richard werden ihm vermutlich nicht recht helfen können, da sie keine Ärzte oder gar Heiler sind. So atmet Kiera durch und lässt sich vom Iskai in drei Sätzen einen kurzen Lagebericht geben. Ihr stehen noch Schweißperlen auf der Stirn, jedoch ist ihre Furcht vor dem Nebel just in diesem Moment der Entschlossenheit in ihrem Geist gewichen.
Da es ihrem Großvater gut geht, ganz anders wie dem Oqulo, kümmert sich die Erleuchtete sofort um letzteren. Sie bringt Tamnainn eigenhändig in eine sichere Position, so dass er liegen, aber zugleich sein Kopf aufrecht sein kann. "Wenn dich das Kelpie mit dem Horn erwischt hat, sieht es schlecht für dich aus." Auffallend dürfte sein, dass Kiera nach dem aufmunternden Gespräch mit Tamnainn nun zum Du übergegangen ist, bzw. dies fortsetzt - weil er damit vorhin angefangen hat. Schnell versucht die Magierin etwas über den Gesundheitszustand des jungen Mannes herauszufinden, daher legt sie eine Hand auf die blutende Wunde. Sogleich leuchtet die Handfläche kurz auf. "Verflucht, das Gift ist schon in deinem Körper! Es ist sehr selten und ohne Gegengift äußerst tödlich. Ich weiß nicht ob meine Magie ausreichen wird dich davon zu kurieren. Aber erstmal muss ich deine Wunde versorgen." Unter der Handfläche der Rothaarigen bildet sich eine hellgrüne Aura, die das Innere des Druiden mit einer sehr warmen Magie erfüllt - sie fühlt sich gut an. Kurz darauf lässt schon ein wenig der äußere Schmerz nach und die Blutung ebenfalls, allerdings tobt das unsägliche Feuer in ihm stetig weiter. Bis zum Festland dürften es noch ein paar Minuten sein. Plötzlich durchströmt eine andere Magie den Körper des Magiers und versucht das Feuer buchstäblich zu löschen, doch jene scheint viel zu schwach zu sein dafür. "Hier und heute wird niemand wegen meiner Unfähigkeit sterben, Mutter...", schwört sich Kiera in ihren Gedanken, wohlwissend, dass ihre eigene Magie dafür zu schwach ist. Unterdessen verabschieden sich zwei kleine Tränen von ihrem blauen Augen und laufen an ihrer, durch die Anstrengung rot gewordenen Wange hinunter, nur um auf Tamnainns Mundwinkel zu landen.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 23, 2011 7:50 pm

Die Situation scheint sich nicht zu verbessern ganz im Gegenteil, Kiera scheint einer Psychose zu unterliegen und Tamnainn scheint den Kampf haushoch zu verlieren. Nastya beißt sich stark auf ihre Unterlippe „Und ich kann nichts tun“, denkt sie sich und muss an die Steine denken jedoch schüttelt sie diese Idee schnell wieder aus ihren Kopf. „Nein das würde mehr schaden als helfen“, denkt sie sich. Als sie dann meint ein weiteres Monster zu sehen, weiten sich ihre Augen, ihr Herz fängt an zu rasen. Jedoch merkt sie erst nach einigen Minuten, dass dieses Ungeheuer wohl auf ihrer Seite zu sein scheint, das es gegen das andere Ungeheuer kämpft. Sie kann kaum etwas erkennen wegen dem Nebel, merkt dann aber wie es ruckelt und dann ganz plötzlich ist der Kampf vorüber und der junge Mann liegt verletzt auf den Boden. Der Nebel schwindet und Kiera kommt langsam wieder zu sich. Jedoch steht Annastacia nun wie paralysiert da. Sie versteht nicht. Sie scheint nicht ansprechbar zu sein und zittert sogar ein wenig. „Wo kam das zweite Fieh her etwas von ihm?“, geht es ihr durch den Kopf während ihre schreckhaften grüne Augen zu Tamnainn herübersehen. Sein Anblick ist grausam zu gerne würde sie etwas tun, ist jedoch nicht in der Lage dazu sie hofft nur, dass es die junge Magierin schafft ihm zu helfen zwei Tränen bannen sich unaufhaltsam ihren Weg über ihre Wangen.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Do Okt 27, 2011 9:50 pm

Der Schmerz pocht in Tamnainns Brust, strahlt aus in alle Körperteile. Als er versucht sich aufzurichten, merkt der Oqulo, dass ihm jede physische Kraft fehlt, er nicht imstande ist, sich ordentlich zu bewegen. Mit aller Konzentration, die ihm noch geblieben ist, versucht er dem Schmerz Einhalt zu gewähren, ihn nicht die Herrschaft über seinen Geist übernehmen zu lassen. Doch langsam scheint er in einen Tunnel zu fallen, Schlieren ziehen sich durch die Realität, verwischen die Umgebung. Verwundert versucht er etwas zu sagen, kann es nicht. Vor ihm taucht ein Gesicht auf. Wer ist das? Abermals stammelt er ein paar Worte. Ist das wieder ein Traum? Ist das wieder die Frau, die er in den Träumen gesehen hat? Er versucht den Arm zu heben, doch der Schmerz durchfährt ihn als Reaktion auf den Versuch wie ein greller Blitz. Er stürzt zurück in eine Höhle, alles ist schwarz, doch da, in der Ferne, die Frau ist immer noch da. Plötzlich durchströmt ihn Wärme, der Schmerz lässt etwas nach. Jetzt erkennt er Kiera, die vor ihm sitzt, die Hand auf seine Wunde gelegt hat. Ah, sie ist Heilerin!, erinnert sich der Kenget. Sie redet irgendwas daher von Gift, Tamnainn bekommt es kaum mit, flüstert nur ein heiseres "Danke.", auch wenn er merkt, dass der Schmerz immer noch in ihm wütet, dass sie ihn nur gelindert, nicht vernichtet hat. Er brennt, in ihm brennt es. Er kennt das Gefühl nicht gut, weil ihm Feuer nie solche Schmerzen bereitet hat wie den anderen, denen er diese Schmerzen zugefügt hat. Wieder spürt er ein wohliges Gefühl in sich. Wird es wieder von Kiera ausgelöst? Verwundert schaut er auf die Magierin, aus deren sonderbaren Augen Tränen auf sein Gesicht heruntertropfen. "Warum weinst du denn?", fragt Tamnainn mit krächzender Stimme. Die Tränen rinnen seine Oberlippe herab in seinen Mund. Sie schmecken salzig. Tamnainn merkt, dass er großen Durst hast. "Wasser! Wasser, bitte!", seufzt er leise, während die Welt um ihn herum abermals verschwimmt.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 30, 2011 3:41 pm

Finley erholt sich nur langsam von seinem Sturz und er schaut durchaus benommen zu sein. Der alte Händler greift an seinen Kopf. Bis auf eine kleine Beule scheint er unversehrt geblieben zu sein. Dennoch bleibt er sitzen, um sich zu sammeln. "Hmpf... gerade ich in meinem Alter, dass mir sowas passieren muss...", murmelt er mit zusammengekniffenen Augen vor sich hin. Da es ihm besser geht, beschließt Aidan wieder das Ruder in die Hand zu nehmen und Zraii zu unterstützen endlich an das Ufer zu kommen - was nicht mehr allzu weit entfernt zu sein scheint.

Kiera antwortet nicht auf Tamnainns Frage. "Rede lieber nicht soviel, sonst werden die Schmerzen nur noch größer.", rät sie ihm stattdessen. Als der junge Druide dann seinen Wunsch äußert, dreht sich die Magierin in Richtung der Helromierin. "Nastya, schnell, er braucht Wasser!" Sie hofft die Russin dadurch aus ihrer Lethargie zu holen, da sie selbst schließlich keine freie Hand hat und versuchen muss das Gift wenigstens bis zum Ufer in Schach zu halten - Wasser wäre dabei sicherlich hilfreich.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 30, 2011 3:58 pm

„Was … ja Wasser kommt sofort“. Meint Nastya sie wirkt ängstlich und auch aufgewühlt. Sie ist wieder da in der Realität. Schnell greift die Russin in ihren Rucksack und holt eine Wasserflasche heraus. Sie rennt damit zu den beiden und öffnet diese. Hebt den Kopf des jungen Mannes etwas, damit er besser trinken kann und setzt die Flasche an seine Lippen an. „Hier bitte trinkt so viel wie du willst“, meint sie und ihre Hände zittern etwas. Sie versucht sich zusammen zu reißen damit wenigstens das Zittern aufhört. Zu Kiera gewannt fragt sie dann: „Kann ich sonst noch irgendwie behilflich sein?“

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 30, 2011 4:04 pm

"Nein, erstmal nicht. Das Wasser wird erstmal gut tun und das Gift in seinem Körper Einhalt gebieten. Wenn wir am Ufer sind werde ich ihn weiterbehandeln. Meine Magie alleine reicht für die Behandlung wahrscheinlich nicht aus." Sogleich konzentriert sich die Erleuchtete wieder auf ihre Hände, um Tamnainns Körper mit der Zauberkraft zu unterstützen. Obwohl die Schmerzen stark sind, so fühlt der junge Druide, wie ihm eine plötzliche Müdigkeit überkommt. "Versuch dich wachzuhalten, Tamnainn!", sagt Kiera in lautem Tonfall.

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Zuletzt von Micky am Mi Nov 02, 2011 11:51 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 30, 2011 4:46 pm

„Wird … wird er durchkommen?“, fragt Nastya und muss schlucken. Als sie das Geschehen weiter beobachtet legt sie die Flasche nieder und schlägt Tamnainn leicht mit der flachen Handoberfläche etwas gegen die Wange „Temaninn ich verbitte dir hier und jetzt zu sterben Temaninn!“, brüllt sie. „Bleib hier bei uns…“, nuschelt sie und schaut ihm mit ihren roten etwas zusammengekniffenen Augen in die Seinen. Tränen suchen sich ihren Weg nach unten. Dabei versteht Nastya es selber nicht mal wieso ihr das jetzt nur so nah geht. Aber sie versucht ihre Emotionen auch gar nicht zu verstecken. Eigentlich hofft sie irgendwo, dass dies nur ein Albtraum ist und sie jeden Moment in ihren Bett auf der Erde aufwacht „Mach die Augen auf Annastacia Vaselissa , komm schon wach einfach auf“, sagt sie in Gedanken zu sich selber und würde sich nur zu gerne kneifen, damit dieser schreckliche Alptraum endlich ein Ende findet.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Okt 30, 2011 11:23 pm

Feuer. Und es hört nicht auf. Es brennt. Tamnainn fühlt nichts anderes mehr. Jahrelanges Meditieren hat den Oqulo eigentlich gelehrt, Schmerzen zu unterdrücken und nicht zu fühlen, doch der geschwächte Geist kann das Gelernte nicht mehr anwenden, und jetzt kehrt der Schmerz mit aller Macht zurück. Verschwommen sieht er ein zweites Gesicht vor sich, und endlich spürt er kühles Nass auf seinen Lippen. Dankbar trinkt er, soviel er kann. Es ist nicht viel, dann muss er würgen, jedoch reicht es, um sich ein wenig besser zu fühlen. Tamnainns Kopf, zum Trinken erhoben, fällt zurück auf den Boden des Bodes. Er schließt die Augen, merkt, die Glieder sind erschöpft, er ist müde, er will schlafen, dann hört der Schmerz auf...
Kieras Worte reißen den jungen Magier für einen MOment aus der Trance. Er soll nicht schlafen? Aber warum denn nicht? Vielleicht kehrt er zurück, der alte, schöne Traum. Die Eiche, das Sonnenlicht, die Frau... Er kann sie schon vor sich sehen. Wunderschön. Er schlingt seine Kinderarme um sie. Sie ist warm, weich, es ist alles gemütlich.
Da reißt ihn ein Schlag aus dem Halbschlaf. Vor ihm Kiera, Annastacia. Die Erinnerung kehrt zurück, mit ihr der Schmerz. Deshalb soll er wach bleiben. Tamnainn versteht, und sucht sich endlich wieder zu konzentieren. Sollte er hier sterben? Inmitten unreiner Gestalten? Grauen durchflutet ihn. Ohne seinen Auftrag ausgeführt zu haben! Er muss diese Schwächephase überstehen, die unreinen Gedanken und den Schmerz aus dem Geist verbannen... Erneut schließt er die Augen, doch innerlich ist Tamnainn wieder hellwach, sucht die Konzentration wieder, die Stärke seines Geistes, seine Angst, die zu verwenden ihm gelehrt wurde. Besiege den Schmerz! Besiege das Gefühl, die Unreinheit, die noch immer in dir steckt!
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Do Nov 03, 2011 12:16 am

Kiera bleibt ehrlich und antwortet - durchaus gestresst - auf die Frage der Helromierin: "Das weiß ich nicht." So sehr Tamnainn sich konzentriert, und soviel magische Kraft ihm auch in die Wiege gelegt wurde, so ist er in diesem einen Augenblick den Unreinen Gestalten um sich herum vollends ausgeliefert. Wäre es ein normales Gift, würde es vielleicht wieder ganz anders aussehen, aber diesem kann er sich wohl aus eigener Kraft nicht erwehren - trotz der immensen Willenskraft, die er ohne Zweifel inne zu haben scheint. Plötzlich wird das Gefühl stärker. Es ist nun mehr zu einem stechenden Kribbeln mutiert, was einem vermittelt, dass man von Innen heraus aufgefressen wird - so brutal das auch klingen mag. Tamnainn müsste nun ganz deutlich spüren, dass er stirbt, wenn ihm nicht geholfen wird; die Schmerzen sind einfach unsäglich und werden von Minute zu Minute schlimmer!

Schlussendlich erreicht die Gruppe kurz darauf das Ufer des Sees, dessen Legenden zweifellos nicht untertrieben waren. Sofort veranlasst Kiera, dass der junge Druide auf eine sichere Grasfläche unweit des Wassers gebracht wird. Aidan übernimmt wenig später die Heilung von Tamnainn, erreicht allerdings ebenso viel - oder eben wenig - wie die Erleuchtete. Diese kramt währenddessen hektisch in ihrem Rucksack und hofft inständig, dass sie das was sie sucht, vor ihrer Abreise nach Maini eingepackt hat. "Bei Animebona, bitte lasst es mich mitgenommen haben...", murmelt die Rothaarige sehr sorgenvoll vor sich hin.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mi Nov 16, 2011 2:23 pm

Etwas geschockt steht sie da unfähig irgendetwas zu tun.
Als sie dann endlich das Ufer erreichen kann Nasty immer noch nichts tun außer warten und betten. Weil sie einfach nicht in der Lage ist etwas zu tun. „Ich kann weder heilen noch kämpfen eigentlich bin ich doch eher ein Klotz am Bein.“, denkt sie sich und merkt wie eine Wärme in ihren Bauch heransteigt. „Wut…“, kommt es in den Sinn nachdem sie es endlich definieren kann. Und auch leichter giftgrüner Neid. Aber für den hat sie nun wirklich keine Zeit im Augenblick zu stürmt zu Kiera und fragt: „Kann ich noch irgendwie behilflich sein soll ich etwas kochen oder noch Wasser geben?“. Falls nicht würde sie sich etwas abseits hinsetzten, warten und hoffen.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Do Nov 17, 2011 2:31 am


Kurz nachdem Tamnainn noch die Unreinheit auf eigene Kraft besiegen wollte, erfasst den Kenget der nächste Stimmungwandel. Erdrückt von der Macht des Schmerzes, von dem Gefühl, diesem hilflos ausgeliefert zu sein, von der Ahnung erfasst, dass es nicht vergehen, sondern immer stärker werden wird, gibt der Oqulo den Versuch, noch einmal seine Kräfte, zu sammeln bald auf. Die Kraft verlässt ihn, er bewegt sich kaum mehr, sein Gesicht wird ausdruckslos und bleich, als er von den Begleitern ans Ufer gebracht wird. Auch wenn Tamnainn die Gestalten um ihn herum erkennen kann, innerlich fühlt er sich, als wäre er längst in eine andere Welt getreten. Er erinnert sich zurück. Dieses Gefühl hatte er schon einmal. Eigentlich ist es nicht lange her, doch erscheint es dem Magier, als lägen Welten, Universen, Zeitalter dazwischen. Damals, in den Tiefen Khamulons, als das Tier ihn auf den Boden geschleudert hatte und ihm nichts mehr übrig blieb, als Staub zu schlucken und zu husten, als er innerlich wusste, dass seine Zeit gekommen war. Das selbe Gefühl hat er jetzt. Das Gefühl des nahenden, unvermeidlichen Todes, der vor der Türe steht, um ihn abzuholen. Und mit einem Mal erfasst ihn wieder die Gewissheit, die ihn auch damals erfasst hatte: Dass nichts schönes daran ist, im Kampf zu sterben, dass nichts ehrenvoll daran ist, für die Aufgabe des Gottes sich hinzugeben. Der Tod ist dreckig und gemein, er trägt sein Opfer nicht auf Schultern an die Seite Kamulos', um dort mit den Helden vergangener Zeit zu speisen. Was ist das? Was hat sein Leben noch zu bedeuten? Was hat er getan? Hat er ein gutes Leben geführt. Jähe Verzweiflung packt Tamnainn, Angst macht sich in ihm breit. Er versucht sich aufzurichten, doch spuckt er nur Blut und röchelnder Husten erfasst ihn und seinen ganzen Körper. Die Anstrengung lässt ihn wieder zurückfallen auf die Erde und das Gras.

Die Wiese. Sanft wogt das hohe Gras im Wind, Dutzende kleine Blumen strecken sich der strahlenden Sonne entgegen, versuchen sie und ihr Licht zu fassen. Es ist wunderschön. Er ist unschuldig, ein kleines Kind, hat niemanden je umgebracht, hat keine bösartigen Wesen, keine Monster in die Welt gesetzt, hat sich und seine Seele nicht auf bösartige Weise zerstört, zerstückelt. Was für eine Leben. Die Sonne kitzelt seine Nase, er muss niesen. Seine Zehen, sie stecken in lockeren Sandalen. Er schaut hinunter. Ein kleiner Käfer krabbelt seinen Fuß hinauf. Der kleine Tamnainn muss lachen, er bückt sich herunter, fasst das Insekt, hält es in die Höhe. Sollte er ihr es nicht zeigen? Nochmal lacht er auf, läuft los, durch hohes Gras auf die Eiche zu, die da hinten steht, unter fantastisch blauem Himmel. "Mutter!", ruft er. "Mutter! Schau, was ich gefunden habe!" Er lacht noch einmal, springt durch die Wiese, da hinten müsste der Teich sein, wo er sie endlich finden wird. Und da ist er auch schon, der Teich, das Schild, der Steg, und da steht sie auch schon, in weißer, reiner Tunika, dreht sich zu ihm um, streckt die Arme aus, er lässt den Käfer fallen, läuft ihr entgegen. Er springt in ihre Arme, umarmt sie, es ist warm, weich, gemütlich. Doch gleichzeitig fühlt er es, sie sind nicht allein, er dreht sich um, und da sind sie. Schon wieder. Angst, Wut, Enttäuschung macht sich in ihm breit. Eine Furcht neben der anderen. Und er weiß, sie gehören alle zu ihm, sie sind alle sein Werk, wie sie da auf ihn zukommen. Fürchterliche Angst erfüllt ihn, werden sie sie zerstören? Schon wieder. Er sinkt auf die Knie, hebt die Arme, fleht, sie stellt sich in ihrer Panik vor ihn, vor das Kind, dass diese grausigen Wesen erschaffen hat, schützend hält sie die Hände vor ihn. Und die erste Furcht packt sie, drückt sie zusammen, während die anderen die Welt um ihn auseinanderpflücken, alles zerstören, was er so geliebt hat, was ihn so glücklich gemacht hat.

Er liegt auf der Wiese, Tränen stehen in seinen Augen. Wie konnte er das zulassen? Wie konnte er zulassen, ein zerstörerischer Mensch geworden zu sein, der nur darauf bedacht war, Krieg, Zwietracht und Kampf unter den Menschen zu verbreiten? Er stützt sich auf, diesmal schafft er es, doch rinnt wieder Blut aus seinem Mund. Zitternd öffnet er ihn. "Was, was habe ich getan?", fragt er voller Angst, mit aufgerissenen Augen. Das sollte jetzt das Ende sein? Das sollte sein Leben gewesen sein? "Was habe ich getan?", fragt er nochmals, lauter, streckt die Arme aus, als sähe er vor sich wieder seine Mutter, wie sie nach ihm, Lug, ruft. Ein Fieberkrampf erfasst ihn, wieder fällt er zurück auf den Boden.

Einsamkeit. Stille. Dunkelheit. Das Rauschen des Wassers in der Ferne ist alles, was zu hören ist. Wo bleiben sie? Wo bleiben die Freunde, auf die er so lange gewartet hat. Da vorne, in der Dunkelheit, er sieht vage Umrisse. Was es wohl ist. Er geht auf sie zu. Licht tanzt um ihn, wie selbstverständlich ist es aufgetaucht, stammt es von ihm? Er weiß es nicht, doch warum auch nicht? Was liegt denn nun da am Boden? Ein Körper, augenscheinlich. Er geht weiter auf ihn zu. Es ist Glynn. Sein Gesicht ist vom Feuer entstellt, dreckig, verkohlt. Doch aus dem schwarzen, verbrannten Fleisch, dass an seinen Gesichtsknochen hängt, als hätte es jemand nur schnell drangeklebt, stieren seine Augen hervor, wie sie im letzten Atemzug schon hervorgestiert hatten. Weiß sind sie, die Augen, weiß, ein wenig graumeliert, die Pupillen geweitet, trotz des unbändigen Feuers, das sie zuletzt gesehen haben. Angewidert wendet Tamnainn den Blick ab, geht weg von der Leiche, ihrem Anblick.
Wieder die Dunkelheit. Wieder sieht er die Umrisse eines Körpers, da vorne, in der Ferne. Wieder ist das Licht da. Was es ihm wohl diesmal zeigen wird. Und da liegt er, Owen, inmitten einer riesigen Blutlache. Sein Brustkorb ist merkwürdig eingequetscht, man erkennt kaum den stattlichen Mann, der er einst gewesen war. Sein Gesicht wirkt kaum angegriffen, die grimmige Miene ist so, wie sie schon zu Lebzeiten ausgesehen hat. Tamnainn wendet sich ab, er hat genug gesehen. Doch als er weitermarschiert, erkennt er schon den nächsten Leichnam. Grauen erfasst ihn. Was kommt als nächstes? Sollte das denn niemals ein Ende haben. Er marschiert weiter.
Es ist Ruainaigh. Er liegt an einer Wand, stiert gerade vor sich hin. Er lebt. Aber er bemerkt Tamnainn nicht, als er ihn verzweifelt anspricht. Stattdessen murmelt er zusammenhanglose Sätze, die keinen Sinn ergeben. Er hat den Verstand verloren. Der lustige, lebensfrohe Kerl, er hat den Verstand verloren! Tamnainn beginnt nun zu laufen. Panische Angst hat Besitz von ihm ergriffen. Der nächste Leichnam, wer es wohl sein wird? Als er näher kommt, erkennt er, dass es diesmal nicht nur einer ist. Es sind mehrere, es sind seine Begleiter. Kiera, Annastacia, sie liegen nebeneinander, in Zuckungen miteinander verschränkt. Er erkennt keine Wunden, doch scheinen sie ihm tot oder im Sterben. Diesmal kniet er sich nieder. Er hat sie nicht gekannt, oder doch? Sie sollten ihm egal sein, sie sind unreines Gesindel. Im Tod schauen sie aus wie die Kenget zuvor. Ihre einst schönen Gesichter sind ebenfalls im Grauen entstellt. Im Tod ist niemand schön. Im Tod ist jeder hässlich wie der Tod selbst. Er rüttelt kurz an ihnen, da öffnen beide kurz die Augen. Er schrickt zurück. "Was hast du getan?", fragen sie, wie aus einem Mund. Panisch reißt sich Tamnainn weg, läuft weiter, rennt, so schnell er kann, an immer mehr Leichen vorbei, Leuten, die er gekannt hat oder nicht, verwundet, im Todesqualen sich krümmend, schreiend vor Verzweiflung. Im Tod ist niemand schön.


Er öffnet wieder die Augen. Noch immer diese gottverdammte Wiese. Und der Tod, dessen Hässlichkeit er gesehen hat. Der Schmerz brennt in ihm, unerbittlich, qualvoll. Die Angst lodert in ihm, als hätte er sie nie unterdrückt gehabt. Wo wird er nun hingehen?
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Do Nov 17, 2011 5:07 pm

"Nein... oder doch! Treib ein wenig Wasser auf, ich brauche es später. Ach ja, und versuche sein Fieber zu kühlen.", erwidert Kiera nur, die fieberhaft etwas zu suchen scheint. Ihr Herz klopft schnell und sie steht erheblich unter Druck. Am liebsten möchte sie sich einfach ins Gras werfen und heulen. Heulen über ihre Unfähigkeiten und heulen wegen diesen wahrhaftig unsäglich, verfluchten Tag. Jedoch hat sie für so ein kindisches Verhalten keine Zeit; mittlerweile ist sie, bzw. musste sie in den letzten Monaten schlicht und ergreifend erwachsen werden.

Schließlich findet die Rothaarige plötzlich einen auffallend kleinen Trank am Boden ihres Rucksacks. Kiera kann sich nicht erinnern, wann sie jemals so schnell gewesen ist, denn innerhalb von nur wenigen Sekunden befindet sie sich wieder beim vergifteten Oqulo. Das Mädchen schraubt in Windeseile den Trank auf. Währenddessen beginnt Tamnainn wirre Worte von sich zu geben. "Er spricht im Fieber! Versucht ihn ruhig zu halten!", befiehlt Kiera den Leuten um Tamnainn herum. Aidan tut was man ihm sagt und unterstützt dabei die Rothaarige wo er nur kann. Zraii und Richard stehen derweil etwas anteilnahmslos unweit von den beiden weg und wissen nicht so recht was sie tun sollen. Wahrscheinlich sind die beiden schlichtweg mit der Situation überfordert. Immer noch hält Aidan den Körper des Oqulo fest, damit Kiera diesem den Trank an den Mund führen kann. Da Tamnainn nicht bei Sinnen ist, schüttet sie ihm das wirklich ekelhafte Gebräu förmlich in den Rachen.

Anschließend sackt die Magierin mit dem Hintern auf den Boden der - teilweise durch den Nebel durchnässten - Wiese. Sie atmet ein wenig geschafft vor sich hin, doch weiß sie, dass der junge Druide es noch lange nicht überstanden hat. "Jetzt... müssen wir einfach abwarten. Ich weiß nicht, ob das Gegengift wirken wird oder nicht... es gibt fast kein tödlicheres Gift, wie das eines Kelpies.", fügt Kiera abschließend noch mit an. Nachdem sich das etwas erschöpfte Mädchen kurz ausgeruht hat, stürmt sie wieder zum See - ohne auf Annastacia zu achten - und sucht prüfend seinen Rand nach einer bestimmten Pflanze ab, welche nicht ganz so einfach zu finden ist. Indes kümmert sich Aidan mit seiner Heilkraft wieder um den schwer angeschlagenen Tamnainn. Seine Magie fühlt sich irgendwie anders an, nicht so warm wie Kieras.

Weiß. Vor dem geistigen Auge des Kenget tut sich ein gleißendes Licht auf, es fühlt sich weder warm noch kalt an, aber so als würde eine Last von einem fallen. Sehr langsam merkt der Oqulo, dass der Körper urplötzlich aus heiterem Himmel neue Kräfte reaktiviert, die vehement versuchen gegen das Gift ankämpfen. Allerdings ist der Schmerz nur minimal gewichen und einfach nicht in Worten zu beschreiben. Es tobt nun ein verbitterter Kampf im geschwächten Leib des Magiers. Wer diesen Kampf gewinnen letztenendes gewinnen wird, wird sich zeigen. Nichtsdestotrotz gibt es nun wenigstens einen Silberstreif am Horizont seines bisher düsteren Lebens.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Nov 27, 2011 2:27 pm

„Ja“, meint Nastya hastig und kühlt Tamnainn mit kalten Wasser und ihrer Unterwäsche. Da sie nach kramen in ihren Rucksack einfach nichts anderes auf die schnelle finden konnte.
Sie beobachtet wie ihr rotes Vollgesaugtes Höschen auf seiner Stirn liegt. Was scheinbar keinem zu stören scheint da einfach keiner ein Nerv dafür hat. Als Kiera ihn dann etwas oral verabreicht und dann erleichtert zu scheint fällt auch die Anspannung der Russin etwas. Kurz streifen die grünen Augen die rote Unterwäsche die auf seiner Stirn ruht. Sie tupft das Höschen noch ein paar mal mit Wasser voll und lässt es von der Haut des Mannes aufsaugen. „Ich weiß, dass du es schaffst immerhin bist du ein sehr ehrenhafter Mann Tamnainn“, meint sie seine Hand haltend. „Wie lange wird es denn dauern bis es wirkt?“, fragt sie seine Hand nicht loslassen zu Kiera gewand.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Nov 27, 2011 7:53 pm

Die Trostlosigkeit, die Tamnainn gerade noch umfangen hatte, weicht zurück, macht Platz für einen Schimmer an Hoffnung, als ihm Kiera das Gegenmittel verabreicht. Er ist zurück in der Welt, erkennt schemenhaft die Gestalt Annastacias neben ihm, gegenüber Aidan. Sie haben ihn nicht verlassen, sie kümmern sich um ihn... Dankbar drückt Tamnainn die Hand Annastacias. Zu mehr ist er im Moment nicht in der Lage, lähmt ihn der andauernde Schmerz doch weiterhin. Doch wenigstens wird er nicht mehr von Albträumen und Wahnvorstellungen geplagt.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Mo Nov 28, 2011 3:00 pm

„Kiera, Kiera!“; kreischt Nastya auf „Er er .... er hat meine Hand gedrückt“, so die Russin. Tränen machen sich ihren Weg breit und fallen neben seinen Kopf hinunter es scheinen Tränen der Freunde zu sein. Die Gesichtszüge der Russin entspannen sich und schließlich führt sie seine Hand zu ihren Mund und küsst sie sehr zart „Ich bin ja so froh“, murmelt sie immer noch mit nassen, leicht geröteten Augen. „Kiera sollen wir etwas tun oder weiter abwarten?“, ruft sie noch einmal hinterher.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   Sa Dez 03, 2011 7:20 pm

Kiera sucht unermüdlich am Rand des Sees. Das ein oder andere Mal stürzt sie sogar fast in ihn hinein, weil sie unvorsichtig ist und sich ziemlich weit einem etwas höher gelegenen Hang hinunter wagt. Obwohl sie nicht einmal schwimmen kann, so kommt ihr die Gefahr, die sie sich aussetzt im Moment nicht einmal in den Sinn. Sie will einfach ihrem Kameraden so schnell und gut es geht helfen, denn sie ist vermutlich seine einzige Hoffnung, da Aidans magische Kraft scheinbar nicht ausreichend ist. Die rothaarige Magierin weiß, dass eine echte Wasserblüte nicht einfach zu finden ist, jedoch besteht an diesem besonderen See durchaus die Chance eine zu finden. Außerdem weiß sie über die Besonderheiten der Pflanze bescheid. Blaue Wasserblumen sind keine Seltenheit, doch dieser blauen Wasserblume umgibt eine Art kalte Aura. Sobald man sie berührt und eine erstarrende Kälte spürt, kann man sich sicher sein, dass es die richtige Blume ist. Schließlich gelingt es dem Mädchen eine echte Wasserblume ausfindig zu machen. "Gefunden!" Sie klaubt die angespülten Blüten am Rand des Sees auf und begibt sich unverzüglich wieder zurück zu Tamnainn.

Wieder bei den anderen ereilt die außer Atem gekommene Kiera die erste frohe Botschaft des Tages. Sie lächelt, als sie Annastacias Worte vernimmt. "Gut, das Gegengift scheint doch zu wirken." Etwas erschöpft lässt sie sich direkt neben dem Oqulo nieder. Es folgt in Gedanken ein Stoßgebet mit geschlossenen Augen. "Animebona sei Dank!" Den Kuss seitens der Russin bemerkt die Erleuchtete natürlich. Zu ihrer eigenen Verwunderung überkommt sie ein für sie zunächst nicht deutbares Gefühl. War das gerade etwa Eifersucht? Ein wahrlich sehr seltenes Gefühl bei Kiera welches bestenfalls in ihrer Kindheit ab und zu präsent war. Keine Zeit darüber eingehend nachzudenken, widmet sie sich lieber ihrer Alchemie. "Gib mir nur das Wasser Nastya, ansonsten pass auf, dass Tamnainn nicht wieder einschläft." Als sie den Satz zuende gesprochen hat, fällt ihr auch hier eine mittlerweile präsente Vertrautheit auf, da sie in der hektischen Situation unweigerlich zum Du übergeht. Es ist ihr schon früher auf der Salas aufgefallen, dass schlimme Dinge und ausgestandene Kämpfe eine Gruppe von Leuten durchaus zusammenschweißen, und so in kürzester Zeit ein gewisses Vertrauen aufgebaut werden kann.

Sobald die Helromierin ihr das Wasser gereicht hat, fängt sie sogleich mit der Herstellung eines Trankes an. Dazu benutzt Kiera ihr dafür vorgesehenes Werkzeug: Mörser und Stößel. Zunächst zerkleinert sie feinsäuberlich die Blüten, aus denen während des Vorgangs auch eine Art Saft heraustritt. Dann füllt sie das Wasser in einen Glasbehälter und fügt ihre Blüten hinzu. Sie schließt die Flasche anschließend und schüttelt sie mehrere Minuten lang kräftig, sodass sich die Zutaten vermischen können. Nachdem sich die Flüssigkeit tiefblau gefärbt hat, ist sie endlich fertig. Sofort verabreicht die Rothaarige Tamnainn den Heiltrank, hebt dabei auch seinen Kopf ein wenig an, damit er besser trinken kann. "Kannst du mich hören? Trink das hier, dass wird dir helfen." Der Kenget war schon immer ein klein wenig blasser als die anderen Leute, wie Kiera aufgefallen ist, jedoch sieht sie ihm an, wie das Gift seine Spuren an seinem Körper hinterlassen hat und so kann er äußerlich fast schon einer Leiche Konkurrenz machen. Bis zum letzten Schluck lässt sie es ihm austrinken. Ohne Zweifel, der Trank hat einen süßlichen Nachgeschmack, was ihn nicht gerade ungenießbar macht. In Tamnainn macht sich ein starkes, warmes Gefühl breit, welches seinen Körper anregt. Er bekommt regelrecht einen Schub, der ihn ein wenig wacher macht. Die Schmerzen weichen für den Augenblick einem tauben Empfinden bezüglich seiner physischen Verfassung. Jetzt fühlt er sich nicht mehr so, als wäre er gerade von einem Tier-Dämon innerlich zerfetzt worden. Doch bis der Anhänger Kamulos' wieder vollkommen genesen sein wird, wird es wahrscheinlich noch mindestens einen Tag dauern.

"Jetzt müssen wir einfach abwarten." Kurz darauf ruht sich die erschöpfte Keltin im Gras aus, legt sich sogar hinein. Sie beobachtet die Wolken, wie sie an ihr vorbeiziehen und die Zeit des Lebens mit sich schleifen. Erst jetzt merkt sie, wie auch ihr Geist von den Ereignissen der letzten Stunden mitgenommen wurde. Kiera spürt eine gewisse Schwere in sich. Die Heilung Tamnainns hat viel Kraft gekostet und es ist immer noch nicht klar, ob und wann er genesen wird. Insgesamt entpuppt sich das Unterfangen die alten Gemäuer der Feueranbeter zu finden bisher als ein unmögliches Unterfangen. Sie ist nur froh, wenn alle überhaupt den heutigen Tag überleben. Finley, der die ganze Zeit die Gegend überwacht hat, um sicherzustellen, dass die Gruppe nicht von hinten überrascht wird, lässt sich lächelnd neben Kiera nieder. "Gute Arbeit, Kiera." Er blickt ebenfalls in den Himmel. "In meinen jungen Jahren hätten wir so eine talentierte Heilerin wie dich gebraucht, dann wären von meinen Freunden heute noch mehr am Leben. Abenteuer sind nicht immer nur Spaß, sondern meistens bitterer Ernst, wie du unschwer erkennen kannst." Die Erleuchtete dreht ihren Kopf kurz in Richtung ihres Großvaters. Ihr Blick verrät, dass sie die Worte vom Händler versteht. Er hat aufgrund seiner großen Erfahrung Recht und dem ist nichts mehr hinzuzufügen, also blickt sie noch eine Zeit lang einfach in den Himmel, auf der Suche nach einem Moment der Unbeschwertheit.

Es vergehen einige Stunden und der Abend bricht an. Der Himmel wird in ein beeindruckendes Farbspektrum getaucht, dass so auf der Erde nicht existent ist. Einige der Gruppe haben mittlerweile ein Lagerfeuer angerichtet, um der Nacht die Kälte zu rauben. Die Heilerin sitzt, anders wie ihre Gefährten, dicht bei Tamnainn. Sie sagt zwar nichts, doch untersucht sie ihn mittels ihrer Magie auf seinen momentanen Zustand - zuvor hatte sie ihm noch eine Decke unter ihn und eine auf ihn gelegt, damit er es einigermaßen bequem hat (nicht zu vergessen einen weichen Rucksack, der seinen Kopf stützt. Bei der Untersuchung ist sie besonders gründlich, denn sollte sie etwas übersehen, kann das für den angeschlagenen Oqulo schon veheerend sein.

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Dez 04, 2011 1:54 am

Hitze wechselt sich mit Kälte ab, doch was bleibt, ist der Schmerz. Dieser wurde zwar durch das Gegenmittel Kieras gelindert, und immerhin kann Tamnainn schemenhaft seine Umgebung erkennen, doch fühlt er sich noch immer unendlich schwach und kaum zu klaren Gedanken fähig. Neben ihm erkennt er Aidan, der sich noch immer um ihn bemüht, und ihm gegenüber Annastacia, die seine Hand gefasst hält und leise gegen ihren Mund drückt. Irgendwann, nach scheinbar ewig langem Taumelns entlang des Abgrunds des Fiebertraums, erscheint schließlich Kiera an der Seite des Kenget. Sie beugt ihren hübschen Kopf über Tamnainn und zwingt ihn abermals zu trinken. Ohne Widerstand lässt sich der junge Magier den Trank einflößen. Und wieder macht sich sofort Besserung in ihm breit, jedoch viel stärker und lindender als noch zuvor. Als der Schmerz nachlässt und er den Kopf zurückfallen lässt auf die weiche Wiese, versinkt Tamnainn in tiefen, traumlosen Schlaf.

Als Tamnainn wieder aufwacht, ist der Abend bereits hereingebrochen, in der Näher lodert das Lagerfeuer und taucht die Umgebung in schauriges, unruhiges Licht, das ihn gut wärmt. Er spürt keinen Schmerz mehr, nur Erschöpfung, doch merkt er, dass sich etwas in ihm verändert hat. Er scheint seinen Körper, seine Glieder, sich selbst stärker zu fühlen also noch vor dem Kampf. Doch denkt Tamnainn nicht weiter darüber nach, denn er erkennt Kiera in der Dunkelheit über ihm. Er atmet ihren Duft ein, der nach Leben, nach Wiese und Blumen riecht. Unendliche Dankbarkeit erfüllt ihn. Sie muss ihn geheilt haben, mit ihren Kräften, die angeblich doch so wertlos waren. Sie hat ihn nicht im Stich gelassen wie es ein Kenget getan hätte. Er bewegt den Kopf in ihre Richtung. "Danke, Kiera, du... wundervolles Wesen...", murmelt er, und hofft, dass sie ihn verstehen kann.
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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Dez 04, 2011 1:23 pm

Bald schon hat Kiera ihre Untersuchung beendet. Sie nimmt die Hand von seinem Körper, darauf bedacht, dass der junge Kenget nicht aufwacht. Das Gegengift hat gewirkt und der Heiltrank tat das Übrige dazu. Tamnainn scheint jetzt tatsächlich auf dem Weg der Besserung zu sein. Die Magierin schließt ihre Augen, dankt Animebona ein weiteres Mal und seufzt schließlich erleichtert.

Gerade als sie sich wieder zu den anderen begeben will, kommt eine Reaktion seitens des Braunhaarigen. Über seine Worte ist Kiera sehr überrascht. Ein wundervolles Wesen? So hatte sie bisher wahrlich noch niemand bezeichnet. Ihre Wangen können gar nicht anders als rötlich zu leuchten, was im Feuerschein, der die Dunkelheit umwölbt, mehr schlecht als recht zu sehen ist. Für den Moment bringt das Mädchen kein Wort heraus. Fast schon lakonisch erwidert sie dann schließlich nur: "Bitteschön..." Da ihr eine anbrechende Stille unangenehm wäre, fügt sie dem noch etwas hinzu, versucht allerdings dabei den Sichtkontakt zu Tamnainn zu vermeiden - was ihr allerdings nur schwerlich gelingt. "Es wird vermutlich ein paar Tage dauern bis du wieder genesen bist."

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BeitragThema: Re: Wildnis [Maini]   So Dez 04, 2011 3:00 pm

Nastya nickt nur und versucht Temaninn wach zu halten mir Worten aber auch mit Gesten. Sie spricht mit ihn oder berührt ihn auch zwickt sie ihn leicht, alles nur damit er bei ihnen bleibt. Sie will ihn nicht noch ein Mal verlieren. Auch Nastya lässt sich erschöpft ins Grass fallen und muss in den Himmel hineinlächeln. „Ich war doch nicht unnütz zumindest nicht ganz ich habe ihn wach gehalten und somit schlimmeres verhindert siehst du Mama, Papa Annastacia ist doch nicht so ein großes Stück Scheiße wie ihr immer gedacht habt was.“ Bei einigen Erinnerungen die wie Puzzelartige Bilder in ihren Kopf aufflattern, merkt sie wie ihr die Tränen aufsteigen. Sie wendet ihren Kopf von der Gruppe ab und holt sich erstmal etwas Schlaf.

Ihre Träume jagen sie die Bilder darin verfolgen sie, ausgestreckte Hände, Furcht einflößende Kreaturen, Kiera, Temaninn und sie selber und auch Affen seltsamer weise. Sie wacht schließlich doch auf viel geschlafen hat das Rothaar nicht. Aber zumindest ein wenig.
Nastya seufzt auf und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Dann schaut sie kurz zu Tamnainn rüber, Kiera ist neben ihn. Und dann erblickt sie das Lagerfeuer. Nastya erhebt sich und schlendert zu Kiera hin. „Geht es ihn einigermaßen wieder?“, fragt sie nur. „Braucht er noch etwas?“ „Soll ich dich vielleicht ablösen du musst doch sicherlich auch ganz schon müde sein?“.

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