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 Khamulon

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Micky
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo März 07, 2011 10:19 pm

Durch seine neugewonnenen Kräfte und seiner Flinkheit kann er dem Kledo durch geschickte Ausweichmannöver zwar auf Distanz halten, doch es ist offensichtlich, dass er auf kurz oder lang von ihm getroffen werden wird. Trotz Tamnainn's Gebete, fühlt oder bemerkt er keine Besserung seiner Lage; der Kledo hat es immer noch auf ihn abgesehen und holt zum nächsten Hieb aus - derweil kehrt die noch vor Minuten verflogene Erschöpfung wieder zurück in seinen Körper.
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phainom
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo März 07, 2011 10:29 pm

Nun soll er sich also jagen lassen wie einen Hasen, sich wehrlos abschlachten lassen, während er davonrennt? Die Angst, die Verzweiflung beginnt der Wut zu weichen. Tamnainn wendet sich dem Kledo zu, beschließt, sich diesem zu stellen und rennt wie besinnungslos auf diesen zu. Wenn er schon sterben musste, dann wenigstens im Kampf und nicht auf der feigen Flucht.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo März 07, 2011 10:47 pm

Zweifelsohne, der Kledo - der mittlerweile zum Schwert gegriffen hatte - sieht auf Tamnainn's Aktion hin überrascht aus, jedoch genauso siegessicher, weil er weiß, dass ein Oqulo im Nahkampf gegen ihn keine Chance haben wird. So holt er aus und will dem Novizen geradezu den Kopf abschlagen. Tamnainn, der frontal auf den Kledo zugerannt ist, sollte nun eigentlich seinen Weg ins Jenseits finden - weg von Kamulos - eigentlich. Kurz bevor die Klinge wie durch Butter in seine Halsschlagader rast, blitzt die große Kamulos-Statue ein weiteres Mal auf. Das Schlachtfeld beruhigt sich; jeder wertet dies als ein Zeichen. Auch der Kledo zieht sein Schwert zurück, dass bereits die Haut von Tamnainn berührt hatte und somit - zu seinem Glück - nur einen Schnitt an seinem Hals verursacht hat. Der Krieger lächelt ein wenig schelmisch, sieht aber erleichtert aus. Wie die anderen verbliebenen Novizen, geht auch er vor die Tribüne, auf der Arthor sich mittlerweile wieder erhoben hat und die Krieger zu sich winkt.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo März 07, 2011 10:53 pm

Unendlich erleichtert wankt Tamnainn zurück. Abermals war er dem Tod entronnen. Jemand - und der Noch-Novize war sich sicher, dieser jemand war Kamulos - meinte es gut mit ihm. Die Gebete schienen also gefruchtet zu haben. Tamnainn will lächeln als er mit den anderen Kriegern auf Arthor zu geht, sieht er der Ansprache des Zeremonienmeisters doch mit großer Vorfreude entgegen. Alleine, er kann es nicht. Zu müde, zu erschöpft ist der Novize, der einen unglaublich langen Tag hinter sich haben muss. Jedenfalls fühlt es sich für Tamnainn so an, als ob er seit Monaten wach wäre.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa März 19, 2011 9:38 pm

Schließlich beginnt Arthor zu sprechen: "Novizen! Ihr habt voller Mut einen ruhmreichen Kampf geführt und die Barriere der Unreinheit durchbrochen, damit habt ihr zugleich die Stufe der Transzendenz erreicht. Nun seid ihr wahrhaftig bereit in den Kreis der ehrhaften Kenget Kamulos aufgenommen zu werden. Ihr die ihr hier steht, dürft euch nun offiziell Kledo Kamulos und Oqulo Kamulos nennen. Die lange Leidenszeit der Unreinheit ist vorbei, ihr könnt jetzt diesen Mantel ablegen und euch auf den letzten Kampf vorbereiten. Enttäuscht Kamulos nicht, sondern dient ihm ehrenvoll, dann ist euch ein Platz an seiner Tafel sicher!" Unter der Tribüne öffnet sich eine Wand, die eine Art Durchgang darstellt. "Durchschreitet diesen Gang und ihr gelangt zu einem Priester, der euch alles Weitere erklären wird." Anschließend verschwinden die Hohepriester langsam aber sicher und die Tribüne schließt sich. Ruainaigh, der mindestens genauso erschöpft und geschafft ist - was nicht zuletzt an seinen Verletzungen und den zerissenen Klamotten zu erkennen ist - klopft Tamnainn mit schwacher Kraft von hinten auf die Schulter. "Alter Knabe... wir haben es tatsächlich überstanden... wollen wir zusammen den Weg gehen?", fragt er mit stolzer Stimme.
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BeitragThema: Re: Khamulon   So März 20, 2011 6:36 pm

Atemlos hört Tamnainn dem Zeremonienmeister zu, als dieser seine Aufnahme in den Kreis der Krieger Kamulos verkündet. Nun war es soweit, er hatte das Ziel all dieser Lehr- und Sklavenjahre erreicht. Ein merkwürdiges Gefühl, nach all diesen Jahren. Zwar erfüllt auch Stolz seine Brust, doch daneben war noch ein anderes Gefühl, ein merkwürdiges Gemisch aus Wehmut und Zweifel, als er die letzten Worte Arthors hört. War er wirklich schon bereit dafür? Hatte er nicht beim Kampf gegen Owen, gegen das Tier gezweifelt? Ein mulmiges Gefühl macht sich in ihm breit, als das Tor sich öffnet. Er ist froh, als sich sein alter Freund zu ihm gesellt. "Gratuliere, Ruanaigh", meint er, und sieht über die Schwäche seines Freundes hinweg. Er ist selbst sehr müde und freut sich auf Ruhe und Meditation, um seine wirren Gedanken wieder zu sammeln.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa März 26, 2011 2:40 pm

Nachdem Ende dieser aufreibenden Zeremonie hat der ehemalige Novize sich Ruhe und Regeneration wahrlich verdient. Als die anderen - ebenfalls geschafften - Kenget sich zusammen mit Tamnainn und Ruainaigh aufmachen den Gang zu durchschreiten, schließt sich sofort die Wand hinter ihnen. Der Gang ist schwach beleuchtet. Tamnainn merkt wie sein Körper langsam aber sicher immer mehr der Zeremonie Tribut zollen muss. Auch die vorher zurückgewonnenen Kräfte scheinen ihn für den Bruchteil einer Sekunde zu verlassen, so dass er von seinem blonden Freund kurzzeitig gestützt werden muss - während seine Augen ihm ein verschwommenes Bild der Realität vermitteln. Nach einigen Minuten kommen die Kenget bei zwei Priester an. Beide sind Tamnainn bekannt, es handelt sich um Pardhainn und Connor. Zusammen erklären sie den Neu-Kenget was nun passieren wird. Unterdessen werden sie aus den Tiefen Khamulons geleitet. Der Weg ist lange und reibt auch die letzten Kräfte der ehemaligen Novizen auf - speziell die von Tamnainn. Er merkt wie ihm die einzelnen - wenn auch meist kleinen Wunden - sehr zu schaffen machen. Schmerz macht sich in ihm breit, aber vor allen Dingen eine unermessliche Müdigkeit. Der Braunhaarige muss kämpfen, um bei Bewusstsein zu bleiben.
Schließlich erreichen alle zusammen dass Erdgeschoss von Khamulon, wo die Luft nicht mehr ganz so dünn und stickig ist. Sofort werden die neuen Kenget angewiesen ihre Sachen aus den alten Quartieren zu packen und sich gleich darauf wieder in der zentralen Säulenhalle zu treffen. Ruainaigh bleibt während der ganzen Zeit an der Seite seines Freundes. Stolz spiegelt sich in seinen Augen, er sieht verändert aus, ringt sich jedoch von Zeit zu Zeit ein aufbauendes Lächeln ab, dass Tamnainn wohl aufheitern soll. Wieder in der gruseligen Säulenhalle angelangt, warten die Priester immer noch auf die ehemaligen Novizen. Als alle wieder da sind, werden sie durch eine Tür geleitet, die für die Novizen verboten ist - sie führt zu den Quartieren der gestandenen Kenget. Über eine steile Treppe hinab gelangen sie zu einer großen Quartieranlage mit vielen Zimmern. Außer den Quartieren befindet sich hier nichts. Einzeln werden jedem neuen Kledo und Oqulo Quartiere zugewiesen. Tamnainn, dem die Priester bereits die große Erschöpfung ansehen, bekommt von allen als Erster eines zugeordnet. Die Zimmer der Kenget scheinen etwas größer und schöner eingerichtet zu sein, als die der Novizen. Schrank, Regal und Truhe sind noch leer, dass Bett scheint gemacht zu sein. Des Weiteren gibt es zwei Tische, einen Schreibtisch und einen normal großen in der Mitte des Raumes - drumherum ein paar Stühle. Zudem befinden sich noch ein paar Dekorationsgegenstände im Zimmer, wie beispielsweise ein bestickter Vorhang. Es scheint auch wärmer zu sein als im Erdgeschoss, weil es einen Kamin gibt - alles in allem lässt es sich hier wirklich gut leben. Nachdem die Priester dem Oqulo das Zimmer zugewiesen haben, verlassen sie es sogleich.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di März 29, 2011 7:38 pm

Langsam schreitet Tamnainn durch den Gang, Schritt um Schritt setzt er in den staubigen Boden in den Tiefen albionschen Gesteins, hier, wo die Luft dünn ist und das Atmen schwer fällt, es muffig nach feuchten Steinen duftet, so nah am Grundwasserspiegel. Der Mann, der gerade noch Novize gewesen war, merkt, wie sich die Anstrengungen der vergangenen Stunden, die unmenschlichen Qualen und zahlreichen Kämpfe, die er zu bestehen hatte, in seinem Körper bemerkbar machen. Unbeschreibliche Müdigkeit macht sich in seinem gezeichneten Körper breit. Tamnainn wird alles um ihn herum gleichgültig, er stolpert, den Gang entlang, wird gestützt, merkt es kaum. Langsam ziehen die Steine an den Wänden, der Decke an seinem Gesicht vorbei, ziehen Schlieren, als seine Augen sich zu schließen drohen. Mühsam hält er sich wach, zwingt seine Füße, sich zu bewegen, den schwachen Körper weiterzutragen, jetzt, wo die Kämpfe vorbei sind, das Ziel erreicht scheint. Der junge Magier merkt kaum, was die Priester, die vor ihrer Gruppe auftauchen, zu ihnen sagen, es ist ihm gleichgültig, sein Körper, sein Geist sehnt sich nach Ruhe, nach Erholung von den überstandenen Strapazen.

Schließlich beginnt der lange Aufstieg in die oberen Etagen. Gänge, Treppen, Stufen, der Weg scheint Tamnainn eine Ewigkeit anzudauern, er hat den Sinn verloren für den Gang der Zeit, im andauernden Zwielicht der unterirdischen Stadt kämpft er sich voran, kämpft erneut einen Kampf, einen Kampf gegen die Müdigkeit, gegen seine Schmerzen, die seine Glieder durchströmen, gegen den Willen, sich einfach hinzulegen, hier, den Kopf zu betten auf diesen Stein, sich in den Sand, den Staub zu legen und die Erschöpfung aus dem Körper zu schlafen. Immer wieder ist Tamnainn versucht, sich zurückfallen zu lassen, doch der Begleiter an seiner Seite drängt ihn weiter, lässt ihn nicht zurück, nicht im Stich. So quält sich Tamnainn immer weiter voran durch dunkle Gänge und über hohe Stufen, stolpert, kippt beinahe um, doch kommt vorran, und merkt, wie die Luft wieder reicher wird, an Sauerstoff gewinnt, die Luftfeuchtigkeit sich verringert, die Fackeln an den Gängen zunehmen, es heller wird, auch wenn die drückende Stimmung Khamulons, an die der Kenget schon gewöhnt ist, die Teil seines Wesens geworden ist, nicht schwindet. Endlich, nach Stunden des Wanderns, kommen sie in den bekannten Ebenen an, können ihre Sachen zusammenpacken. Tamnainn lässt sein Zimmer, das für ihn die nunmehr vergangene Zeit des Noviziats symbolisiert, gerne zurück, verspürt keine Sentimentalitäten, als er seine zweite Robe und die paar Habseligkeiten, über die er verfügt, zusammenrafft.

Das neue Zimmer Tamnainns liegt im vorderen Teil des Qartierbereichs, relativ nahe an der Treppe zum Erdgeschoss. Als er das von Fackeln warm erleuchtete Zimmer betritt, ist er angenehm überrascht von der Größe und für Khamulonsche Verhältnisse einladende Atmosphäre des Raums. Der Raum ist durch den Kamin in der Mitte in zwei Teile geteilt, wenn man hereinkommt, sieht man als erstes den großen Tisch samt Sitzgelegenheiten für Besucher, daneben das leere noch leere Regal. Hinter dem Kamin, der wie alle Kamine Khamulons recht einfach gehalten ist, befindet sich das Bett, die Truhe und der Schrank, ausserdem ein kleinerer Spiegel an der Wand. Tamnainn betritt den Raum, unendlich froh darüber, endlich angekommen zu sein. Er wirft seine Habseligkeiten in die leere Truhe, wo sie leicht Platz finden, legt seine Glückskette, Symbol seines Sieges, behutsam in Schrank, wo sie weiter vor sich hinglimmt. Mit einem leisen Lächeln im Gesicht setzt sich der Oqulo auf sein Bett. In ihm macht sich nun endlich, nach all den Strapazen der vergangenen Stunden, Zufriedenheit breit. Er schaut kurz in den Spiegel, aus dem ihm ein verändertes Gesicht ansieht. Die verstärkte Beschäftigung mit dunklen Künsten, mit der Dämonenbeschwörung und der Materialisierung von solch zerstörerischen Kräften haben sein Gesicht deutlich gezeichnet. Seine Augen sind dunkel umrandet und von Ringen umgeben, sie zeichnen sich von den Höhlen, aus denen sie hervorstarren, deutlicher ab. Die Backenknochen treten nun deutlicher hervor als noch vor einigen Wochen, die Wangen scheinen ein wenig eingefallen. Insgesamt ist der Körper Tamnainns deutlich hagerer geworden, die Angst und ihre Überwindung, ihre mehrmalige Materialisierung hat seinen Körper verändert, schlägt sich nieder im Aussehen des Magiers.

Doch nicht nur das äußerliche Erscheinungsbild Tamnainns hat sich geändert auch innerlich sind Veränderungen vorgefallen. Die Gefühlwelt des Novizen, der sich leicht zu unbedachten Äußerungen hinreissen, sich von seinen Emotionen oft genug übermannen ließ, sie ist deutlich stumpfer geworden. Angst, Traurigkeit, Hass, all diese Gefühle kennt der Kenget Tamnainn, doch sie sind in ihm deutlich abgeschwächt, er hat sie derart unter Kontrolle, dass er sie verwenden kann, jedoch nicht sie ihn. Doch gerade positive Gefühle, wie Freude, Fröhlichkeit, Liebe, keimt selten in ihm so auf, dass er diese in reiner Form wahrnehmen kann. Selbst jetzt, da er am Ziel all seiner Sehnsüchte ist, ist nur ein dumpfes Gefühl der Erleichterung und des Stolzes in ihm. Kein Jauchzen, kein Jubelruf wird mehr über die Lippen Tamnainns kommen. Das Gefühl, das er vor wenigen Wochen bereits öfters hatte und befremdlich auf ihn wirkte, dass er entfernt sei von der Welt, allen äußeren Dingen, wie auf Schienen durch die Außenwelt fahre, auf sie und sich herabschaue, es ist ihm nun immantent geworden, er ist es beinahe gewöhnt, jedenfalls ruft es kein befremdliches Gefühl mehr in ihm hervor. Doch all das realisiert Tamnainn nicht, als er auf seinem neuen Bett hockt und entkleidet. Er realisiert nicht, wie stark er sich von der Gefühlswelt eines gewöhnlichen Menschen entfernt hat, wie viel er verloren hat durch die Ausbildung, durch die Dämonen, die er erschaffen und gemeistert hat. Für ihn zählt in diesem Moment, als er sich zur Ruhe bettet und die Augen schließt, um endlich die herbeigesehnte Erholung zu finden nur eines: Er ist Oqulo Kamulos, ein Krieger seines Herrn.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di März 29, 2011 11:38 pm

Feuer. Überall Feuer. Es frisst sich durch Tamnainns Robe, verbrennt seine Haare, doch ihn lassen die Flammen in Frieden, seine Abwehr ist stark genug, er fühlt nur ein leichtes Kitzeln, als er durch den Feuersturm rennt, immer weiter, doch das Feuer hört nicht auf, es ist überall, er versteht nicht, irgendwo muss es doch herkommen, aber wo? Er sucht nach der Quelle, rennt, drängt weiter, er findet sie nicht, immer weiter läuft er, ist außer Atem, es gibt keinen Sauerstoff, das Atmen fällt ihm immer schwerer, das Feuer verbraucht zu viel, er kann nicht mehr atmen, das Feuer durchdringt ihn, bereitet ihm nun doch Schmerzen, er schreit auf, fällt auf die Knie, hält die Hände an die Gurgel, doch das Feuer, es wird nur noch stärker, er beginnt zu röcheln, kann nicht mehr, da fällt er vollständig zu Boden. Als er in den letzten Atemzügen liegt, fällt ihm ein, woher das Feuer kommt, es stammt von ihm, aus seinen Händen strömen die Flammen, vernichten ihn, er hat sich selbst getötet, mit seinen eigener Feuersbrunst. Und über ihm steht Glynn, starrt ihn an, mit jener verkohlten Fratze, wie er kurz vor seinem Tod ausgesehen hat, und er lacht, Glynn lacht laut über ihn, während er den dreckigen selbstverschuldeten Tod stirbt.



Die Sonne durchflutet die Wiese, die in voller Blütenpracht vor ihm steht. Sanft wiegen die langen Gräser im leichten Frühlingswind, der durch die Landschaft gleitet. Ein wenig weiter entfernt ragt die prächtige Eiche in den blauen Himmel Albions. Tamnainn kennt die Szenerie schon, er freut sich, lacht. Ein fremdes, beinahe unheimliches Gefühl. Er läuft durch die Wiese, streckt die dünnen Kinderarme aus, berührt mit seinen Fingern die Spitzen der Gräser. Immer weiter tragen ihn die Füße, die in ledernen Sandalen stecken, immer weiter durch ein Meer aus Blumen, Gräsern, summenden Bienen, zirpenden Zikaden. Die Sonne strahlt auf die sanfte Kinderhaut, Tamnainn fühlt die Erinnerung an Glück seinen Körper durchströmen, als er über eine kleine Erhebung springt, und sie da ist, auf ihn zurennt. Ganz in weiß gekleidet, mit ihren lockigen, braunen Haaren, ihrer hellen Haut, sie lacht ihn an, streckt ihre Arme weit aus, als sie Lug erkennt. Und dieser sprintet auf sie zu, wirft sich in ihre Arme, umarmt die wartende Mutter, hält sie fest, schmiegt sich an ihren Hals, ihre Brust. Doch plötzlich merkt er, wie sich etwas verändert, er zieht die Hände weg, und sie sind voller Blut. Doch diesmal ist es nicht seines, es ist nicht Lug, der blutet. Die Frau vor ihm, sie sinkt auf den Boden, spuckt Blut aus, verzweifelt schaut sie ihren kleinen Sohn an. Und dann hört er sie. Er dreht sich um, und die Wiese, die einst lebte, ist tot, verkohlt und schwarz. Sie brennt. Und um ihn herum marschieren sie, die Krieger, mit ihren leblosen Augen, ihren klirrenden Waffen, ihren ausdruckslosen Gesichtern. Die Mutter schreit auf, und mit ihr ihr Sohn. Immer weiter voneinander weg werden sie gedrängt, sie sehen sich kaum, Tamnainn schreit auf, schiebt die Kenget um ihn herum zur Seite, da ist Connor, er drängt ihn weg, vor ihm Ruainaigh, der ihn nur leb, gefühllos anstarrt, als er auf die blutende Frau am Boden zurennen will, doch er kommt nicht weiter, immer mehr Krieger drängen sich um ihm, immer mehr Soldaten, die er beiseite schieben muss, auf steinernem Boden, wo einst die Pflanzen in voller Blüte standen. Und schließlich sieht er sie nicht mehr, hört nur noch ihre Schreie, ihre verebbenden, immer kraftloser klingenden Schreie, als er verzweifelt versucht, zu ihr durchzudringen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Apr 08, 2011 11:11 pm

Tamnainn fährt aus dem Schlaf hoch, rudert noch mit den Armen um sich, atmet wild aus und ein. Was war denn das nun wieder? Langsam setzt er sich auf den Bettrand, während er den Traum gedanklich zu verarbeiten sucht. Schon zum dritten Mal hatte er nun von dieser fremden Frau geträumt, immer auf der gleichen Wiese, in der gleichen Umgebung. Wer war sie? War sie seine Mutter. Wie hatte er sie genannt? Angestrengt versucht sich Tamnainn zu erinnern, starrt in den Spiegel, wo ihn sein schweißgebadetes Gesicht ansieht. Lug? War es das gewesen. Ein uralter keltischer Name, der Leuchtende. Gab es da nicht diese alte Sage, von dem Lichtgott, der gegen die Sonne und die Dämonen zog, auf einem magischen Streitwagen, sie zu bekämpfen? Tamnainn war sich sicher, er hatte in einem der Geschichtsbücher aus der Bibliothek von diesen Geschichten gelesen, an die niemand mehr glaubte, die aber doch altes, von den meisten vergessenes Sagengut waren. Aber hatte das etwas zu bedeuten? Was Tamnainn in seinem Innersten viel mehr beunruhigte, waren die Gefühle gewesen, die sein Alter Ego im Traum gespürt hatte, als er durch die Wiese auf diese unreine Frau zurannte. Hatte er diese nicht hinter sich gelassen? Was, wenn er sich nicht vollständig unter Kontrolle hatte. Und war es nicht zu Beginn ein schöner Traum gewesen... War es nicht schön gewesen, in der Sonne, an der frischen Luft, auf die ausgestreckten Arme seiner Mutter zuzurennen??? Leise zieht Wehmut durch Tamnainns Gemüt. Doch er schlägt mit der Faust auf die Bettkante, sodass es ihn schmerzt! "Nein!", schreit der Oqulo laut, und steht auf, geht eilig im Zimmer auf und ab. Er darf sich nicht durch solche lächerlichen Träume und Gedankenspiele abbringen lassen, von seinem Weg, auf dem er nun einen derart großen Schritt gemacht hat! Wie viele Jahre hatte er auf diesen Tag hingearbeitet, und das sollte er sich jetzt durch solche Gefühle kaputt machen? Er muss vergessen, was er gerade gedacht hatte, er muss die Gefühle, an die er im Traum erinnert wurde, wieder beiseite schieben, will er nicht seine Fortschritte wieder kaputt machen. Die Frucht der Erde wächst auf dem Baum des Kriegs, der Angst, des Kampfes. Er war rein, endlich war er rein. Ihn konnten solche Gefühlsduseleien doch nichts anhaben!

Mit diesem aufmunternden Gedanken macht sich Tamnainn an seine Morgentoilette, zieht danach seine zweite Robe an, und geht daran, seinen ersten Tag als Krieger seines Gottes zu verleben. Nach dem kräftigenden Essen beschließt er, gleich einige Erledigungen zu machen. Er steigt in eine der unteren Ebenen herab, um den Sklaven zu befehlen, wie sie sein Zimmer, den Kamin einrichten sollen, und freut sich darauf, nun endlich auch eine schönere Robe bei den Schneiderwerkstätten in Auftrag geben zu können, und so seiner Vorliebe für extravagante Roben mehr Ausdruck verleihen zu können. Nachdem die rote Robe bei den Kämpfen der letzten Tage arg zerschlissen wurde, soll auch seine neue Robe tiefrot sein, jedoch von schöneren Stoff und mit schwarzen Kordeln verziert. Tamnainn ist stolz genug, um darauf zu achten, dass man seine neue Stellung auch erkennen kann. Danach zieht er sich in sein Zimmer zurück und vertieft sich ins Studium. Er weiß, dass er noch viel zu tun hat auf seiner Laufbahn als Krieger Kamulos.

So vergehen die folgenden Tage wie im Flug, bald hat der junge Magier den Traum, der ihn noch am Tag nach der Zeremonie aufgwühlt hat, aus dem Gedächtnis gestrichen. Nach einer ersten Besprechung mit Runagh, der ja weiterhin sein Lehrmeister bleibt, beschließt er, sich vermehrt dem Studium der Feuermagie, die ihn seit jeher interessiert hat, aber auch den schwierigen Untiefen der Dämonenbeschwörung zu widmen. Als Novize eigentlich zu unerfahren und unwissend, um sich damit zu befassen, ohne große Risiken einzugehen, hat er nun Gelegenheit, sich auf ernsthafter Ebene mit der Materialisierung seiner Ängste zu beschäftigen. Neben der Lektüre von Schriften tut er dies vor allem durch tägliche Meditationen, durch die er tiefer in die Geheimnisse der Magie der Kenget einzudringen hofft.
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Apr 17, 2011 10:52 pm

Eines Tages wird Tamnainn zu seinem Meister Rhunagh beordert. Der Hohepriester klärt den jungen Oqulo darüber auf, dass der Weg zum Priester, und vor allem bis zum Artorn, für ihn noch weit und anstrengend werden wird. In dieser Zeit wird er immer mal wieder zu Raubzügen mitgenommen werden, was erstmal nichts Neues ist. Allerdings müssen sich junge Kenget immer mal wieder im Kampf beweisen. Sei es in einem ehrenvollen Kampf gegen andere Kenget oder außerhalb von Khamulon. Wird ein Kenget entsendet, um eine bestimmte Person zu ermorden, so handelt er als Assassine. Die Mordaufträge kommen ebenfalls von Personen die keine Kenget sind und werden bei Erfolg reich entlohnt. Das Geld kommt wiederum den Kenget zugute, was nicht heißt, dass diese von den Aufträgen Unreiner abhängig sind. Doch die Annahme solcher Aufträge hat noch einen weiteren Sinn, nämlich den, dass sich die Kenget nicht untereinander solange in Auf-Leben-und-Tod-Kämpfen abschlachten, bis keiner mehr von ihnen übrig ist.

Anschließend kommt der Zaubermeister auf den eigentlichen Grund zu sprechen, weshalb er den jungen Magier riefen ließ. Die Kenget sind sehr daran interessiert, dass ein bestimmter Mann stirbt, dieser war früher selbst ein Kenget, genau genommen ein ehemaliger Fechtmeister und damit auch ein Hohepriester. Sein Name ist Markos und er hat sich vor Jahren von Kamulos abgewandt. Er wollte damals den Cuain mit ein paar anderen Priestern ermorden und sich danach selbst zum Cuain wählen lassen. Seitdem gilt er als Verräter. Der Kledo war jahrelang verschollen, doch nun hat man ihn in der Nähe von Kounos ausfindig machen können. Wie es aussieht hat er sich einem Druiden angeschlossen. Dieser wollte vor kurzem mit Markos zusammen einige Kinder aus Kounos entführen, warum ist jedoch nicht bekannt. Des Weiteren haben die zwei eine ganze Reihe von Söldnern um sich geschart. Tamnainns Auftrag wird es sein den abtrünnigen Kledo zu ermorden.
Da es sehr schwer werden würde mehr Informationen einzuholen, soll der junge Magier sich einer Gruppe von unreinen Leuten anschließen, die ebenfalls daran interessiert sind Markos und den Druiden zu töten. Informationen zufolge soll sich die Gruppe bald in Beloveno treffen und dort zusammenfinden - angeblich im Gasthaus 'Zum Offenen Zapfhahn'. Bisher ist nur etwas von einem Druiden aus Arjano bekannt, der dorthin entsendet wurde. Über die anderen Mitglieder dieser Gruppe ist nichts bekannt. Allerdings vermutet Rhunagh, dass sich unter den Leuten auch Mitglieder eines bestimmten Ordens befinden, der sich selbst als die so genannten Erleuchteten bezeichnet. Es ist extrem wenig über sie bekannt, aber sie denken wohl, dass sie die Elite Albions sind, eine Verantwortung für diese Welt tragen und sie somit auch beschützen müssen - somit sind sie gegen die Kenget Kamulos, wie fast alle anderen außerhalb Khamulons auch.

Außerdem hegt der Zaubermeister eine weitere Mutmaßung. Vor einiger Zeit wurden die Druiden aus Arjano ebenfalls von ein paar Söldner heimgesucht - vermutlich unterstehen sie Markos und dem Druiden. Sie wollten den Dämonenexperten der Druiden entführen, doch dieser ergriff die Flucht nach Beloveno, danach verlor sich seine Spur. Es liegt daher nahe, dass er bereits von den Söldnern gefasst und zu deren Unterschlupf gebracht wurde. Der alte Druide soll im Besitz eines sehr wertvollen und zugleich alten Buches sein. In diesem Schriftstück soll es vor allem um Dämonen gehen, genauer gesagt um verbotene Beschwörungspraktiken, die auf die Wurzeln der Kenget Kamulos zurückführen. Falls der Druide wirklich verschleppt wurde, dann wären die Kenget äußerst interessiert sich dieses Buch zu eigen zu machen. Der einzige, der etwas damit anfangen könnte, wäre vermutlich der Magier neben Markos. Da es zwischen den Erleuchteten und den Druiden aus Arjano wahrscheinlich eine Verbindung gibt, werden sie es vermutlich auch nicht zulassen, dass dieses Buch in falsche Hände gerät. Sollten die Erleuchteten dieses Buch in ihren Besitz kriegen, wäre das Wissen für die Kenget für immer verloren - da niemand weiß wo sich die Erleuchteten aufhalten, allein ihre Existenz lebt nur von Gerüchten und selbst diese sind rar gesät.
Auch wird Tamnainn geraten seine Herkunft zu verschleiern, denn die Kenget Kamulos sind bekannter Weise nicht sonderlich beliebt beim unwissenden Abschaum. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass die Gruppe höchstwahrscheinlich noch mehr Informationen über Markos und seinem verbündeten Druiden haben wird.

Zuletzt gibt Rhunagh seinem Schützling noch den Segen Kamulos' und verabschiedet ihn, denn er soll sobald wie möglich aufbrechen, wenngleich er zeitlich noch Spielraum hat.


Zuletzt von Micky am Sa Apr 23, 2011 11:27 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Apr 22, 2011 5:39 pm

Tamnainn hatte damit gerechnet, irgendwann einen Auftrag oder eine Weisung von Runagh zu bekommen, und als es endlich soweit ist, freut er sich auf die Herausforderung, die seiner harrt. Da die Aufgabe scheinbar sehr wichtig ist, es sich immerhin um einen ehemaligen Fechtmeister handelt und das entsprechende Buch ebenfalls von großer Wichtigkeit zu sein scheint, fühlt sich der junge Oqulo geehrt, eine solche Aufgabe anvertraut zu bekommen. Einzig die Tatsache, mit Unreinen so lange zusammenarbeiten zu müssen, so lange wie eine Ratte Versteckspiel betreiben und eine andere Identität annehmen zu müssen bereitet Tamnainn Kopfschmerzen, doch bereitet er sich gewissenhaft auf diese Aufgabe vor. Er packt seine Umhängetasche, seinen Wasserbeutel und besucht den Quartiermeister Comgal, um Proviant für den Weg zu erhalten und insbesondere sein Trankbestände aufzufrischen. Der Kampf gegen Owen und die Zeremonie hatte ihm gezeigt, dass es nicht verkehrt war, genug Reserven an magischer Kraft zu haben, und dieses Problem hatte sich durch seine Fortschritte in der Dämonenbeschwörung und in der Feuermagie sicher noch verstärkt als vermindert.


Zuletzt von phainom am Fr Apr 22, 2011 7:37 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : edit oben)
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Apr 22, 2011 10:09 pm

Tamnainn bahnt sich zielsicher den Weg zum Quartiermeister von Khamulon. Comgal ist ein Kledo, der ungefähr Mitte 30 ist und bereits den Priesterstatus erhalten hat. Am Auffälligsten ist sein dicker Schnurrbart und seine langen schwarzen Haare, die er meist zu einem Zopf zusammengebunden hat. In Sachen Ausrüstung verteilen ist er manchmal recht geizig. Für viele Sachen verlangt er auch Gold, was den Reichtum der Kenget wiederum steigen lässt. Da der Orden den Mitgliedern ohnehin Quartier, Essen und Trainingsmöglichkeiten umsonst zur Verfügung stellt, ist sein geforderter Obolus für gewisse zusätzliche Habseeligkeiten auch nicht der Rede Wert.
Als Tamnainn die quietschende Türe, die zu den großen Lagerräumen führt, öffnet, ist Comgal gerade dabei ein paar Schwerter aus einer Kiste in einen Lagerraum zu schaffen. Auf einem Tisch liegen gerade eine Menge Zettel herum. Wie es aussieht handelt es sich dabei um Notizen zu den momentanen Beständen. Auch stehen einige Kisten, Fässer und Truhen im Raum - meistens entlang der Wände, aber auch teilweise mittem im Raum. Sofort bemerkt der Krieger die ächzende Türe. Ohne sich umzudrehen brummt der Kledo: "Was ist nun schon wieder? Noch mehr Beute aus dem letzten Raubzug? Es ist bald kein Platz mehr in den Lagerräumen, aber wer hört schon auf mich... grrrrr." Im nächsten Augenblick ist er auch schon aus dem Raum verschwunden. Geräusche sind plötzlich zu hören, so als würde Metall an Metall schlagen und sich auch gegenseitig wetzen. Wahrscheinlich hat er gerade die Waffen achtlos in einen Behälter geworfen. "Da ist teilweise Schrott dabei, wieso schleppt ihr mir das an? Jetzt habe ich noch mehr Arbeit!", brüllt er mit durchaus wütender Stimme.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Apr 22, 2011 10:22 pm

Tamnainn bahnt sich seinen Weg an Kisten und Säcken vorbei in die Mitte des Raumes, den er zum ersten Mal betritt, um in Richtung des Quartiermeisters zu gelangen. "Ich bringe nichts", erwidert Tamnainn ruhig, aber mit kräftiger Stimme auf das mürrische Getue Comgals. Sollte sich dieser umdrehen und ihn mustern, erklärt er sogleich sein Begehr. "Seid gegrüßt, Bruder. Ich wurde von den Hohepriestern auf eine längere Reise nach Beloveno und weiter geschickt. Ich benötige Proviant und dringend eine Auffrischung meines Tränkevorrats. Könnt Ihr mir helfen?", fragt er den Priester, gleich zur Sache kommend.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Apr 22, 2011 10:43 pm

"Doch kein Sklave? Umso besser.", erwidert er lautstark, damit ihn die Person hören kann. Es rumpelt nochmal im Lagerraum, bevor Comgal auch schon herauskommt und hinter sich die Türe unsanft zuschlägt. Er grinst nach ein paar Sekunden - nun sieht er nicht mehr so genervt aus. "Damit kann ich dienen. Für die Reise nach Beloveno solltest du mindestens Proviant für 7 Tage mitnehmen." Gleich darauf verschwindet er wieder für ein paar Minuten im Lagerraum und kommt mit einem vollbepackten Sack wieder. Rüde schmeißt er ihn auf den Tisch. "Brot, Wurst, Käse, Wasser, hier ist alles drin was du brauchst." Kurz mustert der Kledo den jungen Magier. "Oqulo, oder? Du siehst mir ein bisschen schwach auf der Brust aus. Immerhin willst du bis nach Beloveno. Du solltest wegen der Reise mal den Kledo-Priester Connor aufsuchen. Der wollte sich heute Nachmittag ohnehin auf einen Raubzug in die Nähe von Kounos machen, da dürfte die Hafenstadt nicht weit sein." Er lehnt sich mit beiden Händen am Tisch an. Auf seiner Stirn scheinen sich einzelne Schweißperlen zu tummeln. "Was für Tränke hättest du denn gerne? Wir haben gerade so gut wie alles da." Anschließend wischt er sich mit dem Unterarm den Schweiß von seinem Haupt. Er zupft kurz an seinem Schnurrbart. "Hm, du kommst mir so bekannt vor. Wie ist dein Name junger Oqulo?"
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Apr 23, 2011 12:19 am

Zufrieden betrachtet Tamnainn die Ladung Essen, die ihm der Quartiermeister hinstellt. Dass das so schnell gehen würde, hätte er nicht erwartet. Comgal scheint ein Mann der Tat zu sein. Dennoch zieht er kurz die Brauen zusammen, als dieser sein Äußeres derart kommentiert. Als Priester müsste er doch wissen, dass die Kraft des Geistes Dinge vollbringen kann, zu der der Körper nie in der Lage sein wird. Dennoch, es freut Tamnainn insgeheim, dass sich diese Gelegenheit eröffnet, ohne allzu große Mühen den ersten Stück des Weges mit einer Gruppe Kenget absolvieren zu können, noch dazu unter der Führung Connors, den Tamnainn ja bekanntermaßen schätzt. Doch erst die Sachen zusammensuchen, die er noch brauchen könnte.
"Mein Name ist Tamnainn.", erwidert er die Frage Cumgals, ohne sich Gedanken darüber zu machen, woher ihn dieser kennen könnte. Stattdessen geht er sogleich auf die Tränke ein. "Ich benötige vor allem Magietränke. Rote und Violette dürften reichen, jeweils 2 Stück. Vielleicht einen grünen Heiltrank noch, falls du einen übrig hast.", meint er leichthin, verächtlich das Wort Heiltrank betonend. Schließlich widmet er sich alltäglicheren Dingen. "Achja, eine Decke bräuchte ich noch. Und falls du einen einfachen, möglichst wertlosen alten Ring hast, wär mir das ganz recht.", meint Tamnainn, der schon damit begonnen hatte, sich Gedanken über das nahende Versteckspiel zu machen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Apr 23, 2011 11:16 pm

"Tamnainn? Hmmmmm...", meint Comgal nur. Nachdem der junge Magier ihm mitgeteilt hat was er benötigt, verschwindet der Quartiermeister in einem der anderen Lagerräume. Kurz kann Tamnainn einen Blick erhaschen und muss feststellen, dass es in dem Lagerraum teilweise sehr chaotisch aussieht. Für Außenstehende erscheint die Möglichkeit sich dort wirklich auszukennen wahrscheinlich als ein Wunder. Nichtsdestotrotz findet Comgal die geforderten Dinge recht schnell. Er legt sie nacheinander zu den Vorräten auf den Tisch. "Hier, alles da. Macht dann 99 Goldstücke." Während Tamnainn bezahlt, kneift der Mann seine Augen zusammen. Urplötzlich haut er auf den Tisch, so dass die dortigen Tränke fast hochspringen. "Jetzt hab ichs! Ich wusste doch, dass ich dich schonmal gesehen hab." Er fängt an zu grinsen, wodurch sein Schnurrbart eine geradezu spitzfindige Form annimmt. "Du warst der Novize, der Owen auf dem Schlachtfeld den Arsch versohlt hat. Ich mochte den kleinen Feigling noch nie. Der war wahrlich kein guter Kenget. Ich frag mich ehrlich, ob Kamulos sich überhaupt die Mühe gemacht hat ihn an seiner Tafel zu bewirten."


Zuletzt von Micky am So Apr 24, 2011 2:30 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Apr 24, 2011 10:02 am

Tamnainn lacht nun ebenfalls auf. "Ja, das seh ich genauso. Irgendwie mochte er aber die Bezeichnung 'kleiner Feigling' nicht so richtig. Aber im Endeffekt konnte er eh nichts dagegen tun.", huscht ein Grinsen über das Gesicht des jungen Oqulo. Tamnainn packt die Sachen ein und bedankt sich bei Comgal. Im Bewusstsein, jetzt alles an Ausrüstung mitzuhaben, was er brauchen wird verlässt Tamnainn die Lagerräume und macht sich daran, Connor zu suchen, um ihn zu fragen, ob er die Gruppe bis in die Gegend von Kounos begleiten könnte. Insgeheim freut sich der Oqulo darauf, nach langer Zeit endlich wieder aus den dunklen Gängen Khamulons heraus und ans Tageslicht zu kommen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Apr 25, 2011 10:38 pm

Kurzerhand macht sich Tamnainn auf die Suche nach Connor. Er ist gerade auf dem Weg zum Übungsraum der Kledo, wo sich der Priester oftmals aufhält, als dieser ihm in der Säulenhalle über dem Weg läuft. Connor sieht erfreut aus, als er den jungen Oqulo erblickt. "Ah! Tamnainn, sei gegrüßt. Hast du dich schon an dein neues Quartier gewöhnt?"
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Apr 25, 2011 10:48 pm

"Connor, schön dich zu sehen! Ja, danke der Nachfrage, ich bin gut zurechtgekommen.", erwidert Tamnainn sogleich, erfreut, Connor, der ihm auch während schwieriger Zeiten wohlgesinnt war, zu sehen. "Um ehrlich zu sein, ich war auf der Suche nach dir. Ich werde diese Tage für einen Auftrag nach Beloveno reisen. Comgal hat mir erzählt, du würdest einen Raubzug in die Gegend nach Kounos anführen!? Würdest du es gestatten, wenn ich euch ein Stück des Weges begleite?", kommt Tamnainn sogleich zur Sache.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Apr 25, 2011 10:53 pm

Zunächst ist Connor ein wenig überrascht. "Schon dein erster Auftrag? Ich hätte nicht gedacht, dass es die Hohepriester derart überstürzen, aber sie werden schon wissen was sie tun." Dann fährt er nach einer kleinen Pause fort. "Ja, dass stimmt. Wir brechen in ein paar Stunden auf. Du kannst uns natürlich gerne begleiten, aber ab Kounos bist du auf dich alleine gestellt. Wie gesagt, begib dich dann einfach zum Tor wenn du soweit bist, aber lass dir bitte nicht zuviel Zeit." Er wirkt kurz angebunden. "Ich muss mich dann auch schon wieder auf dem Weg machen, es gibt noch Vorbereitungen zu treffen. Bis dann, Tamnainn."
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Apr 25, 2011 11:05 pm

Tamnainn nickt Connor zu und macht sich sofort daran, sich vorzubereiten. Während er seine teilweise neuen Sachen zusammenschnürt, denkt er über die Worte Connors nach. Er hatte in letzter Zeit nicht viel mit den Leuten aus seinem "Jahrgang" zu tun, wusste nicht, ob Ruainaigh und Co. ebenfalls schon Aufträge erhalten haben. Und sein Auftrag wirkte auf ihn nicht so, als sei er den Hohepriestern unwichtig. Gerade dieses mysteriöse Buch dürfte recht wichtig sein, vor allem, wenn es darum ging, noch unbekannte Fakten über die Kreise der Feueranbeter oder ähnliches ausfindig zu machen. Jedenfalls konnte er stolz sein, von den Hohepriestern für diese Aufgabe ausgewählt worden zu sein. Mit diesen Gedanken gürtet er sich, und zieht seine Mantelrobe über seinen Umhang. In seine bereits gepackte Lederumhängetasche legt er noch die neuen Tränke und die Decke, seinen Metallring zieht er sich an. Sein Buch und die extravagante Mantelrobe lässt er zurück, sie würden beim Versteckspiel nur hinderlich sein. Sobald er alles fertig gepackt hat, schultert er noch den Sack mit seinen neuen Vorräten, geht noch in den Speiseraum, um gestärkt auf die Reise zu gehen und macht sich schließlich daran, zum Tor zu gehen, um auf die Reisegruppe zu treffen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Apr 25, 2011 11:17 pm

Im Speißeraum erhascht der junge Magier gerade noch rechtzeitig etwas zum Essen und kann schließlich wahrlich gestärkt auf die Reise gehen. Den Weg zum Tor findet er recht schnell, weil er sich in Khamulon natürlich bestens auskennt. Als er die dunklen Verliese der Kenget Kamulos hinter sich lässt, ist er gezwungen seine Augen zusammenzukneifen. Er hat schon seit über einem Monat kein richtiges Tageslicht mehr gesehen. So müssen sich seine Augen erstmal an die neuerliche Helligkeit gewöhnen. Draußen wartet Connor schon mit seinen Männern, die gerade ihre Waffen polieren. "Bist du bereit, Tamnainn?", fragt er mit freundlicher Miene.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Apr 25, 2011 11:21 pm

"Bin ich.", meint dieser, während er den blauen Himmerl anblinzelt, nach Monaten wieder an der Oberfläche ankommend. Nach einigen Augenblicken kann er langsam klarer sehen. Waren die Wiesen immer so grün, der Himmel immer so blau gewesen? Tamnainn gesellt sich zu den Kenget, diese erstmal musternd, welche er davon kennt. "Vielen Dank, dass ich euch begleiten darf.", meint er noch höflich.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Apr 25, 2011 11:31 pm

"Es ist uns eine Ehre einen Oqulo begleiten zu dürfen.", erwidert Connor lediglich und zeigt damit seinen Respekt gegenüber den Druiden aus Khamulon. Ohne Zweifel, seit Tamnainn zum vollwertigen Kenget aufgestiegen ist, wird er von vielen anderes behandelt.
Die Reise verläuft relativ ruhig, es gibt weder Zwischenfälle, noch besondere Vorkommnisse. Nach drei Tagen erreicht der kompakte Trupp schließlich einen Rastplatz in der Nähe eines Gebirges. "So, Tamnainn. Ab hier musst du deinen Weg alleine fortsetzen. Gehe einfach den Weg dort entlang und halte dich immer geradeaus, so müsstest du in ein paar Stunden das Dorf Kounos erreichen. Von da aus rate ich dir dich einer Handelskarawane oder Ähnlichem anzuschließen, dann kannst du sicher sein den Weg nach Beloveno zu finden, dass südlich des Dorfes liegt." Abschließend klopft er dem ehemaligen Novizen auf die Schulter. "Lass Kamulos dein Schwert sein, bei allem was du tust und wohin du gehst." Wieder verabschiedet sich der Kledo mit dem gleichen Sprichwort vom Oqulo, wie damals vor der Novizen-Zeremonie.

OT: "Weiter bei "Wildnis".


Zuletzt von Micky am Mo Apr 25, 2011 11:46 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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