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 Khamulon

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Micky
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Mai 15, 2010 4:31 pm

Ruainaigh bestätigt Tamnainn's Aussage. "Stimmt, der Kampf soll nie zum Erhalt des Lebens dienen. Aber Novizen sollen sich auch nicht unnötiger Gefahr aussetzen, weil sie noch nicht ausgebildet sind, zumindest wurde mir das immer gesagt." Auf die Frage ob der Blonde Kamulos dienen möchte, erwidert er: "Natürlich! Das ist das Größte was es gibt, meinem Gott Ehre zu gebieten!" Seine Stimme klingt aufrichtig und genauso fanatisch wie die von Tamnainn, als er dies sagt. Gierig beißt er anschließend von einer Fleischkeule hinunter. "Wenn ich du wäre, dann würde ich nochmal ordentlich zuschlagen, wer weiß ob du noch oft die Gelegenheit dazu haben wirst." Er spricht so als würde er nicht ganz davon überzeugt sein das sein Freund die Zeremonie lebend beendet.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Mai 15, 2010 4:42 pm

Tamnainn schaut auf das Essen herunter. Irgendwie ist ihm der Hunger durch die Worte des Blonden vergangen. Der Kloß in seinem Hals hat sich noch immer nicht gelöst, im Gegenteil scheint er noch dicker und schwerer geworden zu sein. Wer weiß, ob er morgen Abend noch irgendetwas essen oder spüren konnte. Das soll es also gewesen sein? Das soll sein Leben gewesen sein? Tamnainn hat Angst. Er hat Angst davor, wie Owen sich auf ihn zubewegen würde, wie sein Schwert sich in seinen Körper bohren, diesen zerstören würde. Er hat Angst davor, sich am Boden in seinem eigenen Blut zu krümmen, traurig zu verenden, während die Kenget Owen auf die Schulter klopfen würden. Bleiche macht sich in Tamnainns Gesicht breit, wenn er nur daran denkt. Würde er überhaupt irgendeine Chance gegen den Kledo haben? Was wäre das für ein Gebet, das einer Hinrichtung gleichen würde? Tamnainn trinkt einen Schluck Wasser und stochert lustlos in seinem Essen herum, ohne viel davon zu essen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Mai 15, 2010 5:06 pm

Ruainaigh putzt sich gerade ein weiteres Mal manierlos den Mund ab und begutachtet Tamnainn. "Alter Knabe du siehst nicht besonders gut aus. Willst du vielleicht einen Rückzieher machen? Du bist nur Novize, die werden das sicherlich verstehen. Ich bin ganz ehrlich, ich hätte Owen nicht herausgefordert, jedenfalls nicht solange ich nicht meine Ausbildung beendet hätte." Der Blonde ist mit dem Essen fertig und steht auf. Er klopft seinem Freund mutmachend auf die Schulter. "Trotzdem wünsche ich dir viel Glück, wenn es so etwas überhaupt gibt. Es wäre schon eine Schande wenn ich dich an Kamulos verlieren würde mein Freund, zumindest jetzt schon, wir sind noch so jung. Ich werde der Zeremonie auf jedenfall beiwohnen, bis bald Tamnainn." Und mit diesen Worten verlässt er auch schon den Novizen, der nun ganz alleine dasitzt. Aus dem Augenwinkel kann er von seinem Platz aus Owen, Kilian und weitere Kledo erkennen, die eine ganz andere Miene wie er aufgesetzt haben. Sie sehen eigentlich ganz ausgelassen aus.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Mai 15, 2010 5:10 pm

Tamnainn zwingt sich, ein paar Bissen zu Essen. Das Gespräch mit Ruainaigh hat ihn reichlich entmutigt. Er schaut in Richtung Owen. 'Ich werde kämpfen, und ihm die ein oder andere Überraschung bereiten', denkt sich der Novize verbissen, trinkt sein Glas aus und steht vom Tisch auf, um im Übungsraum der Novizen vorbeizuschauen. Meditation würde ihn jetzt beruhigen, dessen ist er sich sicher.
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Mai 16, 2010 7:19 pm

Als Tamnainn bei den Übungsräumen ankommt, muss er feststellen das er dort alleine ist. Offenbar haben viele anderes zu tun, als sich nach dem Essen mit mühseligen Studien herumzuschlagen.

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BeitragThema: Re: Khamulon   So Mai 16, 2010 11:45 pm

Tamnainn lächelt, als er merkt, dass er alleine ist. So würde er die perfekte Ruhe haben, um sich auf die nachmittägliche Meditation konzentrieren zu können. Er schreitet gemächlich zum Bücherregal, um sich noch einmal das gestrige Buchaus dem Regal zu nehmen. Er trägt das Buch in den hinteren Übungsraum, setzt sich in den bequemen Stuhl und blättert nochmals über die Seiten des Buches, das er gestern ausgelesen hatte. Würde er es wagen, zu versuchen, einen Dämon heraufzubeschwören? Das Prozedere war gerade für Novizen und beim ersten mal nicht einfach und ungefährlich, da der Geist wahnsinnig viel Angst in sich hineinlassen musste, ohne selbst von der Angst aufgefressen und übernommen zu werden. Sonst könnte es passieren, dass der Dämon frei und rastlos wird, viel Zerstörung anrichtet oder sich überhaupt gegen seinen Meister wendet. Tamnainn wagt gar nicht daran zu denken, was das bedeuten würde. Andererseits war dies möglicherweise der letzte Tag, an dem er hier auf dieser Erde wandelt, warum das Wagnis also nicht einmal eingehen. Mit einem Seufzer legt Tamnainn das Buch zur Seite und vertagt die Entscheidung darüber, um sich auf seine Meditation zu konzentrieren. Vielleicht würde er nach dieser mehr darüber wissen, bzw. einen klareren Sinn dafür haben, denn in Tamnainn ist noch immer lauter Beunruhigung und Schwere, die von seinem Gespräch am Mittagstisch stammt. Tamnainn setzt sich aufrecht in seinen Sessel uns sucht sich zu konzentrieren, wie so oft zu Beginn einer Meditationsübung. Er merkt, dass ihm die Konzentration auf das Wesentliche heute noch schwerer fällt als sonst, und ihm ist klar, dass das mit dem morgigen Tag zu tun hat. 'Gut, dass er nicht zum Met gegriffen hat, sonst viele es ihm noch schwerer, sich zu konzentrieren'. denkt sich Tamnainn und ärgert sich gleich darüber, dass er jetzt ans Essen denken kann. Sein Blick streift über die kalten, grauen Steinwände, über die Säulen, die den Raum gegen die Erdkruste verteidigen, ihn stützen gegen Massen aus loser Erde und Staub. Dicke, schwere Wandteppiche versuchen dem Raum ein wohliges, gemütliches Innenleben zu geben, würden für Außenstehend jedoch einen hoffnungslosen Versuch darstellen, Kälte und grausam steinerne Hüllen zu verbergen. Alleine, für Tamnainn wirken die dunkelrot gefärbten, Teppiche heimelig, geben den Raum die Wärme, die er braucht, um sich zu konzentrieren. Er schaut lange in das flackernde Licht an der Wand, das den Raum in schauriges, unruhiges Licht taucht, Licht, das der Novize von Kindheit an kennt, das ihm vertraut ist wie sonst nichts, wie anderen Menschen die Umarmung der Mutter, das liebkosende Wort der Geliebten vertraut ist. Tamnainn schließt die Augen und versinkt in Trance, in einer Welt, weit weg von Khamulons steinernen Hallen.

Tamnainn ist jung. Er ist klein, sieht die Welt aus der Sicht eines einen Meter großen Menschen, der hinauf schaut in die große Welt. Seine in ledernen Sandalen stehenden Füße sind von hohem, saftig grünem Gras umgeben, das sich vor ihm bis weit an dern Horizont erstreckt, von vielen Blumen durchsetzt, mit einigen Bäumen, die hoch in den Himmel ragen und übbiges laub an ihren Ästen halten. Auch direkt vor ihm steht eine alte Eiche, dicht belaubt bis an ihre Astspitzen. Sie wirft einen weiten Schatten auf Tamnainn, der in ein weißes, tunikaartiges Gewand gehüllt ist. Sie verdeckt ihm die Sicht auf einen strahlend blauen Himmel, auf eine blendend weiße Sonne, in deren Mitte ein merkwürdiger, orangefarbener Punkt liegt, der jedoch keine Auswirkungen auf die Strahlkraft des Sternes zu haben scheint. Rechts von Tamnainn befindet sich eine Böschung, hohes Sumpfgras an seinen Rändern deutet auf eine Wasserstelle hin. Tamnainn freut sich, das zu sehen, er springt hoch in die Luft, lässt die Arme wild um seinen Körper kreisen, rennt schließlich in Richtung Böschung, wild hüpft er an sie heran. Und tatsächlich tut sich vor ihm ein dunkelgrüner, romantischer Tümpel auf, auf dessen spiegelglatten Wasser sich kleine Insekten bewegen, Wasserläufer, die kreisrunde, sich vergrößernde Spuren auf der Oberfläche hinterlassen. Mitten in das Wasser ragt ein hoher, hölzerner Steg, auf dessen Rand eine menschliche Frau sitzt, die um die 30 Jahre alt sein dürfte. Sie ist wunderschön. Dunkle, gelockte Haare fallen auf ihre hellen Schultern, die das leichte Gewand, ganz ähnlich dem, welches Tamnainn trägt, entblößt. Ihr Gesicht besitzt eine merkwürdige, Gutes verheißende Strahlkraft, als sie auf Tamnainn blickt, ihn anlächelt und mit ihren Armen zu sich winkt. Freudig hüpft das Herz in ihm, er will auf sie zurennen. Doch eine Stimme meldet sich in seinem Kopf, welche ihn warnt. 'Sie ist eine Versuchung, renn nicht zu ihr. Sie ist eine Frau, lass sie ihn Ruhe!' Es ist die Stimme eines Erwachsenen. Es ist die Stimme des erwachsenen Tamnainn. Doch der junge kümmert sich nicht darum, er rennt zur Frau hin, den Steg entlang, wirft sich ihr lachend in ihre zarten Arme, denn er weiß, es ist seine Mutter. Aber in seinem Gehirn ist keine Freude, keine Entzückung, sondern Qual und Wut. 'Nein, reiß dich los, sie ist nicht deine Mutter, sie ist Versuchung. Du hast keine Mutter, du bist ein Kind, dass Kamulos, deinem Gott gehört!', schreit die Stimme in ihm. Tamnainn stößt die Frau weg, stolpert zurück, taumelt, ist an der kante des schmalen Stegs angelangt, fällt ins Wasser. Doch es ist kein Wasser mehr, es ist nur mehr Dunkelheit.

Tamnainn schüttelt sich. Er sitzt im Übungsraum, die Wandteppiche und kalten Steinmauern heißen ihn willkommen, das Feuer flackert in der Lampe, er ist gerettet. Sein Herz klopft wild, schlägt bis in den Hals hinauf in den Kopf des Magiers, der pochende Schmerzen von sich gibt, die von Tamnainn jedoch nicht beachtet, nicht wahrgenommen werden. Was war das gewesen? Er freut sich, schlussendlich der Versuchung widerstanden zu haben. Doch es war so ein gutes Gefühl gewesen, in den Armen dieser Frau... Tamnainn schließt die Augen, um sich zu besinnen.

Dunkelheit. Schwarze Dunkelheit. Tamnainn ist nackt. Reglos steht er im Raum, der zeitlos geworden ist. Er wartet, ist geduldig. In ihm ist Ruhe. Da hört er dumpfe Klänge aus der Ferne, trommelnde Schritte. Vor ihm eine Lampe, ein Licht. Sie zittert, droht zu kippen. Reflexartig greift er zur Lampe, um sie zu halten, zu erhalten. Er nimmt die Lampe hoch, will die Umgebung erhellen. Doch da ist nichts. Lediglich er ist beleuchtet, Tamnainns Körper, der nackt und entblößt in die Welt hinaus schreit: 'Ich bin da!' Die Klänge, sie dauern an, halten Tamnainn in Atem, lassen ihm keine Ruhe während der nächsten Minuten, die er reglos und stumm in der schwarzen Welt verbringt. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, fährt ihm Angst in die Glieder, zermartert ihn, treibt ihm den Schreck in den Körper und aus allen Poren heraus. Tamnainn schreit, doch in ihm ist kein Laut, nichts, was er herausschreien könnte, und niemand ist da, der ihn hören könnte. Tamnainns Hand lässt locker, die Lampe fällt nieder, doch sie erreicht keinen Boden, fällt und fällt, bis die Dunkelheit sie in der Ferne verschlungen hat. Tamnainn kämpft. Er kämpft stumm, ohne zu wissen, wer sein Gegner ist. Schließlich kann er sich nicht mehr halten, stolpert ein paar Schritte vorwärts, merkt, dass da doch ein Boden ist, für ihn ist eine Erde da. Er ringt mit sich, mit sich in der Angst, die formlos in ihm ist, nicht greifbar, nicht fassbar, nur fühlbar. Er würgt. Sein Geist konzentriert sich, er scheint die Oberhand gewonnen zu haben, er weiß, er könnte Materie formen, wenn er wollte. Er streckt seine Hände aus, aus ihnen dringt sie, aus seinen Fingerspitzen entweicht sie, die Angst, die Furcht, sie ist da, sie ist in ihm, und nun ist sie auch dort, in der Finsternis, verborgen vor seinen Blicken, doch er hat sie bezwungen, er gebietet über sie, sie ist sein Diener, auch wenn er sie nicht sieht, auch wenn er sie nur spürt. Die Klänge sind verschwunden, um ihn ist tiefe, endlose Stille. Und Tamnainn lacht. Sein Lachen kommt aus ihm heraus, und kann aus ihm herauskommen, es hallt weit in die Dunkelheit hinein, verklingt in der Ferne. Es ist kein freudiges Lachen. Es ist ein kaltes, gefühlloses Lachen.

Tamnainn fährt auf. Er ist schweißgebadet, das merkt er, doch er fühlt keine Angst, er merkt, er fühlt gar nichts, doch er weiß, was er kann. Er kann sich nicht wirklich darüber freuen, denn es war ein grauenvolles Gefühl, und eine grauenvolle Zeit, diese Zeit des nackten Kampfes, des nackten Ringens, schwere Stunden voll der Mühsal. Tamnainn quält sich aus seinem Sessel. Er ist unfassbar müde, er fühlt zwar nichts in seiner Seele, doch seine Glieder, sie schreien nach Erholungf. Tamnainn fällt sofort wieder in seinen Sessel zurück und versinkt in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Mai 17, 2010 2:12 pm

Irgendwann etwas später, bereits am Abend, betritt Rhunagh die Übungsräume. Für ihn überraschend, findet er Tamnainn schlafend in einem Sessel vor. Er nimmt das Buch aus seinem Schoß, blättert darin ein wenig herum und schließt es schlussendlich. Das laute Geräusch des Schließens, dürfte den jungen Novizen aufgeweckt haben, aber wenn nicht das, dann spätestens die Ansprache seines Mentors. "Dein Wissensdrang ist bewundernswert Tamnainn. Du erinnerst mich an meine eigenen Tage als Novize. Jedoch beinhaltet dieses Buch die Spitze unseres magischen Potenzials. Die Kontrolle über einen Dämon zu behalten, erfordert eine gewisse Erfahrung im Umgang mit seinen Ängsten, denn es gibt nichts furchteinflössenderes als einen Dämon. Nur Personen die einem Dämon jemals begegnet sind, wissen wovon ich rede. Solcherlei Magie ist gefährlich und sollte nur ausgebildeten Oqulo vorbehalten sein. Ich glaube nicht das du dafür schon bereit bist mein junger Schüler. Nichtsdestotrotz ist morgen dein großer Tag, du solltest dich ausruhen, denn alsbald wird entschieden, wer in Zukunft an Kamulos' Tafel Platz nehmen darf." Seine Stimme klingt ernst und streng, was bei ihm nicht ungewöhnlich ist.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Mai 17, 2010 8:19 pm

Verwirrt reibt sich Tamnainn die Augen, als ihn die Stimme von Runagh weckt. Schlaftrunken hört er den Worten des Zaubermeisters zu. Kurz überlegt Tamnainn, ob er ihm von den Erlebnissen bei seinen Meditationen erzählen soll, verzichtet dann jedoch darauf. Zuerst muss er selbst die Geschehnisse rekapitulieren, bevor er seinem Lehrer davon berichten kann. Als Runagh von den Dämonen spricht, hört Tamnainn aufmerksam zu. Er weiß, dass die Beherrschung von Dämonen schwierig, ihre Beschwörung gefährlich ist. All das hat er im Buch gelesen. Immer wieder wird er auf später vertröstet, anstatt die interessanten Dinge gleich zu lernen. Doch Tamnainn lässt sich von seinen Gedanken nichts anmerken, sondern neigt den Kopf vor Runagh, als dieser geendet hat und spricht. "Danke, mein Lehrer. Ich weiß nicht, ob ich dem Kledo genug entgegen zu setzen habe, doch ich werde alles versuchen, um Kamulos zur Ehre zu gereichen." Seine Stimme klingt ruhig, fast ein wenig ausdrucks- und emotionslos.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Mai 17, 2010 8:34 pm

Rhunagh nickt bedächtig. "Du bist ein angehender Oqulo und einer unserer Talentiertesten, natürlich hast du ihm genug entgegenzusetzen. Dein Geist ist jetzt schon stärker als der eines Kledos, setze ihn Weise ein und du hast eine Chance Owen zu besiegen. Doch Schlaflosigkeit benebelt deine Sinne, darum suche dir dein Bett. Möge Kamulos mit dir sein." meint der Zaubermeister noch und verschwindet dann aus den Räumen der Druiden, jedoch nicht ohne das Buch wieder zurück ins Regal zu stellen.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Mai 17, 2010 9:07 pm

Als Runagh gegangen ist, macht sich Tamnainn, noch immer erschöpft, selbst auf in das Quartier der Novizen. Er geht langsamen Schrittes den Gang entlang durch die Säulenhalle in die Wohnräume der Novizen. Dort macht er sich zum Schlafen bereit, wäscht sich, nimmt einen Imbiss in seinem Zimmer zu sich und legt sich dann nieder. Sein Geist ist sehr müde, das merkt er, er wirkt ein wenig leergepumpt. Die Meditation hat ihm viele Kräft geraubt. Tamnainn hätte gern noch einmal versucht, einen Dämon zu beschwören, um zu sehen, ob er wirklich dazu fähig, um sein Geschöpf zu betrachten und es zu lenken zu versuchen. Doch er weiß, dass er Regeneration braucht, wenn er morgen für seinen ehrvollsten Kampf bereit zu sein. Tamnainn blickt an die steinerne Decke, fragt sich, was morgen um die Zeit sein wird, ob dann überhaupt noch etwas ist. Was waren das für Dinge, die er in der Trance erlebt hatte? Die Frau, die es ihm so angetan hatte, die ihn derart in Versuchung geführt hatte? Er hatte ihr nicht wirklich wiederstehen können. Und dann, diese erdrückende Angst, dieses Gefühl der Ohnmacht, und die Erleichterung, als er die Angst in Bahnen gelenkt hatte - was bedeutete dies alles? Und würde er jemals erfahren, was es bedeuten könnte? Runagh sprach davon, den Geist weise einzusetzen. Jetzt hatte Tamnainn schon so viel gelesen, so oft meditiert, so oft über seinen Studien gebrütet und Kamulos angebetet, doch was es bedeutet, seinen Geist weise einzusetzen, das kann er nicht sagen. Spätestens morgen würde er es sehen. Tamnainn schläft ein, entschlummert abermals in einen traumlos tiefen Schlaf.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Mai 18, 2010 1:45 pm

Am nächsten Morgen ist Tamnainn wahrscheinlich einer der ersten der wach ist. Viele schlummern noch in ihren Betten. Zumindest kann sich der Novize als vollkommen genesen bezeichnen.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Mai 18, 2010 7:01 pm

Tamnainn bleibt noch eine Weile im Bett liegen, genießt die ruhe des Augenblicks und die Stille, die ihn umgibt. Dann steht er auf, erledigt die täglichen Hygiene-Aufgaben und geht in den Speiseraum, um dort das Frühstück zu sich zu nehmen. Er spürt wieder Nervosität in sich, doch freut er sich mittlerweile auch auf das Gebet, das in jedem Fall zu einem guten Ende führen würde, denn es würde Kamulos Ehre bereiten. Er ist innerlich ruhiger als noch gestern, doch spürt er deutlich, wie angespannt er ist. 'Möge der Abend nur möglichst bald kommen!', denkt Tamnainn, während er frühstückt.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 19, 2010 1:01 pm

Tamnainn ist einer der Ersten beim Frühstück. Seine Brüder sehen ihn an diesem Tag auffälliger an als sonst, denn sie wissen schon über die kommende Zeremonie Bescheid. Sicherlich werden dieser einige Kenget beiwohnen. Der Novize weiß das Ruainaigh nie so früh aufsteht, darum braucht er auch nicht darauf hoffen, dass dieser so bald hier erscheinen wird. Das Frühstück schmeckt ganz gut und wurde wie immer vom Vater seines Freundes zubereitet, der immer noch ein Teil Sklaven ist, allerdings aber der Koch und Anführer von eben diesen.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 19, 2010 7:06 pm

Tamnainn stört sich nicht an den Blicken seiner Brüder, er beachtet sie gar nicht. Während er fertig isst, spürt er ein beständiges, nervöses Kribbeln in seinem Bauch. Auch der Kloß von gestern ist wieder da. Doch er versucht, nicht allzu sehr an den bevorstehenden Kampf zu denken, sondern ruhig und gefasst zu bleiben, was ihm auch gelingt. Als er das Frühstück beendet hat, macht er sich auf in den Gebetsraum, um zu Kamulos zu beten und die Ruhe dort zu genießen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Do Mai 20, 2010 6:52 pm

Tamnainn kommt im Gebetsraum an, sofort blickt die große Kamulosstatue finster auf ihn herab. Sie besteht vollends aus Stein und wurde vermutlich in feinster Arbeit herausgeschlagen. Der Raum wird durch Kerzenlicht erhellt. Die lilanen Vorhänge an den Wänden, versuchen das düstere Bild zusätzlich ein wenig aufzuhellen, was angesichts dieses dunkeln Gewölbes nur als ein verzweifelter Versuch erscheint. Des Weiteren befinden sich Holzhocker in diesem Zimmer, die dazu dienen sollen sich während des Gebets hinzusetzen. Bequem sind sie nicht sonderlich, doch sie erfüllen ihren Zweck. Außer Tamnainn sind noch ein paar andere Kenget im Raum, unter anderem Owen, der sich in der ersten Reihe breitgemacht hat.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Do Mai 20, 2010 10:09 pm

Tamnainn stört sich nicht am dunklen Charakter des Raumes, er ist die drückende Atmosphäre Khamulons seit Kindertagen gewohnt, achtet nicht mehr auch sie, auch wenn sie auf dem Gemüt lastet und in den steinernen Fällen selten ein Lachen zu hören, selten ein Grinsen auf Gesichtern der Brüder zu sehen ist. Tamnainn setzt sich in einer der hinteren Reihen und schaut lange auf das steinerne Abbild seines Gottes, seines Gebieters. Heute ist der große Tag, an dem sich seine Zukunft entscheiden wird. Hat er überhaupt eine Zukunft? Konzentriert beginnt Tamnainn zu beten:


Gebieter!
Reinige mich von der Sünde der Feigheit!
Reinige mich von liederlichen Gedanken!
Reinige mich von widerlichem Müßiggang!
Reinige mich von ungläubigem Staunen angesichts deiner Größe!
Reinige mich von jedweder Unreinheit!
Reinige mich, führe mich, leite mich an, weise mir den Weg, den Weg in dein Reich, in dein Reich des ruhmreichen Kampfes!

Gott!
Lass nie wieder Frieden sein, vermehre den Krieg, den Kampf, dass dein unendlicher Ruhm sich weiter vermehre, sich verbreite unter den Völkern dieser Erde, unter unreinen wie reinen, unter Menschen wie Tieren, dass sie flüstern mögen und in Angst vergehen mögen angesichts deines Ruhmes! Du allein verdienst mein Leben, du allein verdienst mein Sterben, du allein meinen Tod! Lass mich in Ehre zugrunde gehen, in Dienst und Gebet, oder leite mich zu Ruhm und Kraft, wie es dir beliebt!

Herr!
Lass mich dein Auge sein, den Gegner zu erkennen!
Lass mich dein Ohr sein, seine Schritte zu hören!
Lass mich dein Fuß sein, ihn in den Staub zu treten!
Lass mich dein Feuer sein, ihn zu versengen in der Glut deines Zornes!
Lass mich dein Eisen sein, ihn tief zu schneiden in unwürdiges Fleisch!
Lass mich dein Werkzeug sein, ihn zu vernichten!
Lass mich dein Sklave sein, dir zu dienen auf ewig, dir Ruhm zu bereiten, dir Ehre zu bieten, den dies ist der Zweck allen Lebens, welches zu leben wert ist!



So betet Tamnainn, tief konzentriert und bewegt, während um ihn die Zeit verstreicht. Nachdem er sein Gebet beendet hat, sitzt er noch lange auf dem unbequemen Holzschemel in der Halle. Er ist tief gerührt von der Größe und Allmacht seines Gottes. Egal wie der heutige Kampf ausgehen würde, Kamulos würde, so hofft der Novize inständig, damit jedenfalls zufrieden sein. Diese Hoffnung gibt ihm Kraft, denn ansonsten wäre er wohl vor Nervosität vergangen. Als er seine Ruhe gefunden hat, steht Tamnainn auf, um die Gebetshalle zu verlassen, und noch einmal im Übungsraum vorbeizuschauen, auch wenn er nicht vor hat, heute abermals in eine ähnliche tiefe Trance wie gestern zu verfallen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Mai 21, 2010 7:01 pm

Der Übungsraum der Druiden ist nach dem Frühstück reichlich gefüllt und das obwohl ein Lehrgang seitens Rhunagh heute ausfällt, damit man sich auf die bevorstehende Zeremonie konzentrieren kann. Selbst in den Meditationskammern halten sich ein paar Oqulo's und Novizen auf. An einem verwaisten Tisch sitzt Pardhainn, der gelangweilt eines der dicken Bücher wälzt.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Mai 21, 2010 11:50 pm

Als Tamnainn merkt, wie überfüllt der Übungsraum ist, überlegt er, sich gleich wieder in sein Zimmer zurückzuziehen, um dort den restlichen Vormittag zu verbringen. Er ist innerlich noch immer vom Gebet erfüllt, und hat weder Lust, mit seinen Brüdern zu sprechen, noch sieht er einen Grund, seine Kräfte für schwierigere Übungen zu verausgaben, wo am Abend die Zeremonie stattfindet und nicht einmal Runagh da ist. Dennoch beschließt er, noch einige Augenblicke im Raum zu verweilen, und vielleicht eine kleinere Entspannungsübung zu machen, und begibt sich an den Tisch, wo Pardhainn sitzt, um sich dort niederzulassen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 26, 2010 2:35 am

Pardhainn bemerkt Tamnainn, der sich ihm gerade gegenüber hingesetzt hat. Von seinem aufgeschlagenen Buch blickt er auf. Sein Gesichtsausdruck sieht gelassen und emotionslos aus. "Skeima Din Tamnainn! Heute ist doch dein großer Tag, ich freue mich schon auf die Zeremonie. Auch wenn ich dir persönlich geraten hätte Owen nicht herauszufordern. Er ist nicht gerade unerfahren, jedoch soll es mir recht sein, solange ihr nicht Kamulos entehrt. Selbst an solchen Tagen hältst du dich hier auf. Ich habe selten so einen fleißigen Novizen erlebt muss ich zugeben, du erstaunst mich immer wieder Tamnainn." meint der Oqulo schließlich. Wobei der letzte Satz wohl wirklich als Lob durchgehen kann, vor allem weil er ihn in einem Tonfall geäußert hat, aus dem so etwas durchaus gedeutet werden könnte. Ganz unbeeindruckt von der Tatsache, dass ein Novize einen Kledo herausfordert, scheint er also allem Anschein nach nicht zu sein.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 26, 2010 3:29 pm

Tamnainn hat keine große Lust, sich mit seinen Brüdern im Moment zu unterhalten, ist er doch erfüllt von der Gebetsstimmung, die ihn auch hier in den Übungsraum hereinbegleitet hat. Als Pardhainn spricht, hört er ihm dennoch zu, wie es seinem Stand entspricht. Er ist ein wenig beschämt vom Lob des Oqulo, denn er ist sich nicht sicher, ob er solche Worte schon verdient hat. "Ich werde mein Bestes geben, um Kamulos nicht zu entehren.", antwortet er Pardhainn, um sich dann meditativen Entspannungsübungen zuzuwenden. Als er diese beendet hat, zieht sich Tamnainn in sein Zimmer zurück, um dort den Tag bis zum Gebet zu verbringen. Seine Nervosität nimmt angesichts des bevorstehenden Kampfes stark zu, sodass er nicht mehr viel zu tun imstande ist, sondern die Zeit untätig verbringt, und sich mit allerlei Kleinigkeiten und Gedankenspielereien abzulenken sucht.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 26, 2010 3:36 pm

Der Oqulo nickt nur auf Tamnainn's Antwort und hat dem nichts mehr zuzufügen, also wendet er sich sogleich wieder dem Buch zu. Als der Novize sich im Zimmer die Zeit vertreibt, nähert sich der Abend in scheinbar rasender Geschwindigkeit. Die Zeremonie wird in eine der unteren Ebenen Khamulons stattfinden, nämlich in der Arena, oder wie einige sie auch nennen: 'Kamulos' Schlachtfeld'.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 26, 2010 3:44 pm

Als die Zeit fortschreitet, nimmt die Aufregung in Tamnainn spürbar zu. Er versucht, ruhig zu bleiben, doch in seinem Inneren spürt er Nervosität, Angst, die sich kaum in Zaum halten lässt. Der Novize schreitet in seinem Zimmer auf und ab, zieht sich schließlich seine beste Robe an, um dann in Richtung der unteren Ebenen herabzusteigen. 'Kamulos, steh mir bei!', flüstert Tamnainn, als er den Weg zur Arena auf sich nimmt. Die Stunde der Wahrheit naht. Würde er Kamulos entsprechende Ehre bereiten? Würde er weiterleben dürfen?
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Mai 30, 2010 11:58 pm

Trotz der Anzahl der Menschen die hier in Khamulon leben, beschreitet Tamnainn in fast vollkommener Stille den Weg bis zu 'Kamulos' Schlachtfeld'. Er begegnet niemanden, was vermutlich auch daran liegen mag, dass sehr viele bei der Zeremonie dabei sein wollen. Ein zusätzlicher Reiz ist bei einer Konfrontation zwischen Noivze und Kenget natürlich auch dabei, denn das kommt wahrlich nicht sehr häufig vor. Schließlich kommt der Magier gerade die Treppe hinunter, als er von einem Kenget sogleich in einen Vorraum geleitet wird, von dem aus man den Weg in den eigentlichen Arenaplatz nimmt. Er dient zur Vorbereitung auf den Kampf und es gibt mehrere davon. Der Raum besitzt nahezu keine Einrichtung, nur einen Tisch mit ein paar Stühlen drum herum, ansonsten ist alles kahl. Zuletzt erhält Tamnainn noch die Information, dass die Zeremonie in einer Stunde beginnen wird. Sobald sich das schwere Tor im Voraum öffnet, solle er hinaustreten. Irgendwann ist es dann auch soweit, es öffnet sich, jedoch ist es trotzdem still, fast unheimlich still. Der Gang nach dem Tor bis zur Arena ist lang und je näher er kommen wird, desto mehr wird er feststellen, dass die Stille nur trügerisch war. Von zwei gruseligen Säulen am Ende des Ganges flankiert, wartet fast ganz Khamulon lautstark auf das Erscheinen des Novizen.

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phainom
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BeitragThema: Re: Khamulon   Do Jun 03, 2010 12:10 pm

Tamnainn hat Angst. Die beklemmende Stille, die ihn den Weg zur Arena begleitet hat, hat ihn ein wenig verstört, er hatte sich von niemanden verabschiedet, nicht einmal von seinem Freund Ruainaigh. Jetzt ist er allein, auf sich gestellt. Sein Herz pocht, als er durch den einsamen Gang auf die Arena zugeht, in ihm ist Furcht vor der Zukunft, er hat Angst davor, von Owens Schwert durchbohrt zu werden auszubluten und langsam zu verenden. Doch in seinem Geist ist Ruhe, er ist konzentriert, hat sich unter Kontrolle und weiß, was er tun will. Er würde versuchen müssen, Owen möglichst lange auf Distanz zu halten, und ihn nicht an sich heranzulassen. Nur dann würde er eine Chance haben.
Als er die Arena betritt, achtet Tamnainn kaum auf den Lärm um die Menschen herum. Er spürt jede Muskelfaser seines Körpers, spürt sein Herz, seine Organe, seine Angst. Er nimmt sie intensiv wahr, wie sie in ihm lebt, sich unbändig durch seinen Geist zu brechen sucht, ihn zu stürzen in Furchtsamkeit. Die Welt um ihn herum, sie ist lediglich Mittel. Mittel zum Zweck, seine Angst zu zähmen und Kamulos näherzukommen. Tamnainn ist bereit zu kämpfen, er freut sich, endlich wieder beten zu dürfen.
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Micky
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Jun 12, 2010 2:56 pm

Schließlich betritt Tamnainn das Schlachtfeld von Kamulos. Es ist weitläufig und bietet genug Platz zum kämpfen. Verteilt stehen ein paar der bösen Gesichtersäulen in der Arena. Ihre feurigen Fratzen begaffen alles um sich herum. In der Mitte steht der alte, bärtige Zeremonienmeister Arthor total entspannt wartend auf die Hauptakteure des Gebets. Von dem ganzen Lärm lässt sich der menschliche Ruhepol nicht beeindrucken. Die Teilnehmer der Zeremonie stehen hinter einem etwas erhöhten Steinwall, der ihnen bis zur ihrer Brust geht und jubeln bereits in voller Erwartung auf die Zeremonie. Abseits, noch erhöhter, aber immer noch hinter dem Steinwall, sitzen der Cuain, seine Gefährten und die restlichen Hohenpriester gepannt auf das Spektakel, dass in wenigen Minuten seinen Lauf nehmen wird. Gegenüber von ihnen, auf der anderen Seite der Arena, blickt eine riesige Statue von Kamulos finster auf alles und jeden herab. Das Abbild des Gottes scheint allmächtig, ja gar allgegenwärtig in Khamulon zu sein. Es vermittelt durchaus den Eindruck, als wohne Kamulos der Zeremonie leibhaftig bei, was durch die Anwesenheit des Cuian natürlich nur noch gestärkt wird.
Von weitem kann der Novize seinen Gegner erkennen, der nun auch langsam aber sicher aus dem Tor tritt, mit dem Ziel Arthor zu erreichen. Owen sieht ein wenig verändert aus. Er trägt ein Kettenhemd, eine Halbschale aus Metall auf dem Kopf und hat einige Waffen dabei. Außerdem hängt um seinem Hals eine silberne Kette mit einem orangeroten Stein. Desweiteren wird sein Gesicht durch eine wilde, blaue Kriegsbemalung geziert, die auf den Magier wie pure Entschlossenheit wirkten könnte.

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Khamulon

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