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 Khamulon

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Micky
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El dios pequeño


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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Mai 15, 2010 4:31 pm

Ruainaigh bestätigt Tamnainn's Aussage. "Stimmt, der Kampf soll nie zum Erhalt des Lebens dienen. Aber Novizen sollen sich auch nicht unnötiger Gefahr aussetzen, weil sie noch nicht ausgebildet sind, zumindest wurde mir das immer gesagt." Auf die Frage ob der Blonde Kamulos dienen möchte, erwidert er: "Natürlich! Das ist das Größte was es gibt, meinem Gott Ehre zu gebieten!" Seine Stimme klingt aufrichtig und genauso fanatisch wie die von Tamnainn, als er dies sagt. Gierig beißt er anschließend von einer Fleischkeule hinunter. "Wenn ich du wäre, dann würde ich nochmal ordentlich zuschlagen, wer weiß ob du noch oft die Gelegenheit dazu haben wirst." Er spricht so als würde er nicht ganz davon überzeugt sein das sein Freund die Zeremonie lebend beendet.
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phainom
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Mai 15, 2010 4:42 pm

Tamnainn schaut auf das Essen herunter. Irgendwie ist ihm der Hunger durch die Worte des Blonden vergangen. Der Kloß in seinem Hals hat sich noch immer nicht gelöst, im Gegenteil scheint er noch dicker und schwerer geworden zu sein. Wer weiß, ob er morgen Abend noch irgendetwas essen oder spüren konnte. Das soll es also gewesen sein? Das soll sein Leben gewesen sein? Tamnainn hat Angst. Er hat Angst davor, wie Owen sich auf ihn zubewegen würde, wie sein Schwert sich in seinen Körper bohren, diesen zerstören würde. Er hat Angst davor, sich am Boden in seinem eigenen Blut zu krümmen, traurig zu verenden, während die Kenget Owen auf die Schulter klopfen würden. Bleiche macht sich in Tamnainns Gesicht breit, wenn er nur daran denkt. Würde er überhaupt irgendeine Chance gegen den Kledo haben? Was wäre das für ein Gebet, das einer Hinrichtung gleichen würde? Tamnainn trinkt einen Schluck Wasser und stochert lustlos in seinem Essen herum, ohne viel davon zu essen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Mai 15, 2010 5:06 pm

Ruainaigh putzt sich gerade ein weiteres Mal manierlos den Mund ab und begutachtet Tamnainn. "Alter Knabe du siehst nicht besonders gut aus. Willst du vielleicht einen Rückzieher machen? Du bist nur Novize, die werden das sicherlich verstehen. Ich bin ganz ehrlich, ich hätte Owen nicht herausgefordert, jedenfalls nicht solange ich nicht meine Ausbildung beendet hätte." Der Blonde ist mit dem Essen fertig und steht auf. Er klopft seinem Freund mutmachend auf die Schulter. "Trotzdem wünsche ich dir viel Glück, wenn es so etwas überhaupt gibt. Es wäre schon eine Schande wenn ich dich an Kamulos verlieren würde mein Freund, zumindest jetzt schon, wir sind noch so jung. Ich werde der Zeremonie auf jedenfall beiwohnen, bis bald Tamnainn." Und mit diesen Worten verlässt er auch schon den Novizen, der nun ganz alleine dasitzt. Aus dem Augenwinkel kann er von seinem Platz aus Owen, Kilian und weitere Kledo erkennen, die eine ganz andere Miene wie er aufgesetzt haben. Sie sehen eigentlich ganz ausgelassen aus.
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phainom
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Mai 15, 2010 5:10 pm

Tamnainn zwingt sich, ein paar Bissen zu Essen. Das Gespräch mit Ruainaigh hat ihn reichlich entmutigt. Er schaut in Richtung Owen. 'Ich werde kämpfen, und ihm die ein oder andere Überraschung bereiten', denkt sich der Novize verbissen, trinkt sein Glas aus und steht vom Tisch auf, um im Übungsraum der Novizen vorbeizuschauen. Meditation würde ihn jetzt beruhigen, dessen ist er sich sicher.
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Mai 16, 2010 7:19 pm

Als Tamnainn bei den Übungsräumen ankommt, muss er feststellen das er dort alleine ist. Offenbar haben viele anderes zu tun, als sich nach dem Essen mit mühseligen Studien herumzuschlagen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Mai 16, 2010 11:45 pm

Tamnainn lächelt, als er merkt, dass er alleine ist. So würde er die perfekte Ruhe haben, um sich auf die nachmittägliche Meditation konzentrieren zu können. Er schreitet gemächlich zum Bücherregal, um sich noch einmal das gestrige Buchaus dem Regal zu nehmen. Er trägt das Buch in den hinteren Übungsraum, setzt sich in den bequemen Stuhl und blättert nochmals über die Seiten des Buches, das er gestern ausgelesen hatte. Würde er es wagen, zu versuchen, einen Dämon heraufzubeschwören? Das Prozedere war gerade für Novizen und beim ersten mal nicht einfach und ungefährlich, da der Geist wahnsinnig viel Angst in sich hineinlassen musste, ohne selbst von der Angst aufgefressen und übernommen zu werden. Sonst könnte es passieren, dass der Dämon frei und rastlos wird, viel Zerstörung anrichtet oder sich überhaupt gegen seinen Meister wendet. Tamnainn wagt gar nicht daran zu denken, was das bedeuten würde. Andererseits war dies möglicherweise der letzte Tag, an dem er hier auf dieser Erde wandelt, warum das Wagnis also nicht einmal eingehen. Mit einem Seufzer legt Tamnainn das Buch zur Seite und vertagt die Entscheidung darüber, um sich auf seine Meditation zu konzentrieren. Vielleicht würde er nach dieser mehr darüber wissen, bzw. einen klareren Sinn dafür haben, denn in Tamnainn ist noch immer lauter Beunruhigung und Schwere, die von seinem Gespräch am Mittagstisch stammt. Tamnainn setzt sich aufrecht in seinen Sessel uns sucht sich zu konzentrieren, wie so oft zu Beginn einer Meditationsübung. Er merkt, dass ihm die Konzentration auf das Wesentliche heute noch schwerer fällt als sonst, und ihm ist klar, dass das mit dem morgigen Tag zu tun hat. 'Gut, dass er nicht zum Met gegriffen hat, sonst viele es ihm noch schwerer, sich zu konzentrieren'. denkt sich Tamnainn und ärgert sich gleich darüber, dass er jetzt ans Essen denken kann. Sein Blick streift über die kalten, grauen Steinwände, über die Säulen, die den Raum gegen die Erdkruste verteidigen, ihn stützen gegen Massen aus loser Erde und Staub. Dicke, schwere Wandteppiche versuchen dem Raum ein wohliges, gemütliches Innenleben zu geben, würden für Außenstehend jedoch einen hoffnungslosen Versuch darstellen, Kälte und grausam steinerne Hüllen zu verbergen. Alleine, für Tamnainn wirken die dunkelrot gefärbten, Teppiche heimelig, geben den Raum die Wärme, die er braucht, um sich zu konzentrieren. Er schaut lange in das flackernde Licht an der Wand, das den Raum in schauriges, unruhiges Licht taucht, Licht, das der Novize von Kindheit an kennt, das ihm vertraut ist wie sonst nichts, wie anderen Menschen die Umarmung der Mutter, das liebkosende Wort der Geliebten vertraut ist. Tamnainn schließt die Augen und versinkt in Trance, in einer Welt, weit weg von Khamulons steinernen Hallen.

Tamnainn ist jung. Er ist klein, sieht die Welt aus der Sicht eines einen Meter großen Menschen, der hinauf schaut in die große Welt. Seine in ledernen Sandalen stehenden Füße sind von hohem, saftig grünem Gras umgeben, das sich vor ihm bis weit an dern Horizont erstreckt, von vielen Blumen durchsetzt, mit einigen Bäumen, die hoch in den Himmel ragen und übbiges laub an ihren Ästen halten. Auch direkt vor ihm steht eine alte Eiche, dicht belaubt bis an ihre Astspitzen. Sie wirft einen weiten Schatten auf Tamnainn, der in ein weißes, tunikaartiges Gewand gehüllt ist. Sie verdeckt ihm die Sicht auf einen strahlend blauen Himmel, auf eine blendend weiße Sonne, in deren Mitte ein merkwürdiger, orangefarbener Punkt liegt, der jedoch keine Auswirkungen auf die Strahlkraft des Sternes zu haben scheint. Rechts von Tamnainn befindet sich eine Böschung, hohes Sumpfgras an seinen Rändern deutet auf eine Wasserstelle hin. Tamnainn freut sich, das zu sehen, er springt hoch in die Luft, lässt die Arme wild um seinen Körper kreisen, rennt schließlich in Richtung Böschung, wild hüpft er an sie heran. Und tatsächlich tut sich vor ihm ein dunkelgrüner, romantischer Tümpel auf, auf dessen spiegelglatten Wasser sich kleine Insekten bewegen, Wasserläufer, die kreisrunde, sich vergrößernde Spuren auf der Oberfläche hinterlassen. Mitten in das Wasser ragt ein hoher, hölzerner Steg, auf dessen Rand eine menschliche Frau sitzt, die um die 30 Jahre alt sein dürfte. Sie ist wunderschön. Dunkle, gelockte Haare fallen auf ihre hellen Schultern, die das leichte Gewand, ganz ähnlich dem, welches Tamnainn trägt, entblößt. Ihr Gesicht besitzt eine merkwürdige, Gutes verheißende Strahlkraft, als sie auf Tamnainn blickt, ihn anlächelt und mit ihren Armen zu sich winkt. Freudig hüpft das Herz in ihm, er will auf sie zurennen. Doch eine Stimme meldet sich in seinem Kopf, welche ihn warnt. 'Sie ist eine Versuchung, renn nicht zu ihr. Sie ist eine Frau, lass sie ihn Ruhe!' Es ist die Stimme eines Erwachsenen. Es ist die Stimme des erwachsenen Tamnainn. Doch der junge kümmert sich nicht darum, er rennt zur Frau hin, den Steg entlang, wirft sich ihr lachend in ihre zarten Arme, denn er weiß, es ist seine Mutter. Aber in seinem Gehirn ist keine Freude, keine Entzückung, sondern Qual und Wut. 'Nein, reiß dich los, sie ist nicht deine Mutter, sie ist Versuchung. Du hast keine Mutter, du bist ein Kind, dass Kamulos, deinem Gott gehört!', schreit die Stimme in ihm. Tamnainn stößt die Frau weg, stolpert zurück, taumelt, ist an der kante des schmalen Stegs angelangt, fällt ins Wasser. Doch es ist kein Wasser mehr, es ist nur mehr Dunkelheit.

Tamnainn schüttelt sich. Er sitzt im Übungsraum, die Wandteppiche und kalten Steinmauern heißen ihn willkommen, das Feuer flackert in der Lampe, er ist gerettet. Sein Herz klopft wild, schlägt bis in den Hals hinauf in den Kopf des Magiers, der pochende Schmerzen von sich gibt, die von Tamnainn jedoch nicht beachtet, nicht wahrgenommen werden. Was war das gewesen? Er freut sich, schlussendlich der Versuchung widerstanden zu haben. Doch es war so ein gutes Gefühl gewesen, in den Armen dieser Frau... Tamnainn schließt die Augen, um sich zu besinnen.

Dunkelheit. Schwarze Dunkelheit. Tamnainn ist nackt. Reglos steht er im Raum, der zeitlos geworden ist. Er wartet, ist geduldig. In ihm ist Ruhe. Da hört er dumpfe Klänge aus der Ferne, trommelnde Schritte. Vor ihm eine Lampe, ein Licht. Sie zittert, droht zu kippen. Reflexartig greift er zur Lampe, um sie zu halten, zu erhalten. Er nimmt die Lampe hoch, will die Umgebung erhellen. Doch da ist nichts. Lediglich er ist beleuchtet, Tamnainns Körper, der nackt und entblößt in die Welt hinaus schreit: 'Ich bin da!' Die Klänge, sie dauern an, halten Tamnainn in Atem, lassen ihm keine Ruhe während der nächsten Minuten, die er reglos und stumm in der schwarzen Welt verbringt. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, fährt ihm Angst in die Glieder, zermartert ihn, treibt ihm den Schreck in den Körper und aus allen Poren heraus. Tamnainn schreit, doch in ihm ist kein Laut, nichts, was er herausschreien könnte, und niemand ist da, der ihn hören könnte. Tamnainns Hand lässt locker, die Lampe fällt nieder, doch sie erreicht keinen Boden, fällt und fällt, bis die Dunkelheit sie in der Ferne verschlungen hat. Tamnainn kämpft. Er kämpft stumm, ohne zu wissen, wer sein Gegner ist. Schließlich kann er sich nicht mehr halten, stolpert ein paar Schritte vorwärts, merkt, dass da doch ein Boden ist, für ihn ist eine Erde da. Er ringt mit sich, mit sich in der Angst, die formlos in ihm ist, nicht greifbar, nicht fassbar, nur fühlbar. Er würgt. Sein Geist konzentriert sich, er scheint die Oberhand gewonnen zu haben, er weiß, er könnte Materie formen, wenn er wollte. Er streckt seine Hände aus, aus ihnen dringt sie, aus seinen Fingerspitzen entweicht sie, die Angst, die Furcht, sie ist da, sie ist in ihm, und nun ist sie auch dort, in der Finsternis, verborgen vor seinen Blicken, doch er hat sie bezwungen, er gebietet über sie, sie ist sein Diener, auch wenn er sie nicht sieht, auch wenn er sie nur spürt. Die Klänge sind verschwunden, um ihn ist tiefe, endlose Stille. Und Tamnainn lacht. Sein Lachen kommt aus ihm heraus, und kann aus ihm herauskommen, es hallt weit in die Dunkelheit hinein, verklingt in der Ferne. Es ist kein freudiges Lachen. Es ist ein kaltes, gefühlloses Lachen.

Tamnainn fährt auf. Er ist schweißgebadet, das merkt er, doch er fühlt keine Angst, er merkt, er fühlt gar nichts, doch er weiß, was er kann. Er kann sich nicht wirklich darüber freuen, denn es war ein grauenvolles Gefühl, und eine grauenvolle Zeit, diese Zeit des nackten Kampfes, des nackten Ringens, schwere Stunden voll der Mühsal. Tamnainn quält sich aus seinem Sessel. Er ist unfassbar müde, er fühlt zwar nichts in seiner Seele, doch seine Glieder, sie schreien nach Erholungf. Tamnainn fällt sofort wieder in seinen Sessel zurück und versinkt in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Mai 17, 2010 2:12 pm

Irgendwann etwas später, bereits am Abend, betritt Rhunagh die Übungsräume. Für ihn überraschend, findet er Tamnainn schlafend in einem Sessel vor. Er nimmt das Buch aus seinem Schoß, blättert darin ein wenig herum und schließt es schlussendlich. Das laute Geräusch des Schließens, dürfte den jungen Novizen aufgeweckt haben, aber wenn nicht das, dann spätestens die Ansprache seines Mentors. "Dein Wissensdrang ist bewundernswert Tamnainn. Du erinnerst mich an meine eigenen Tage als Novize. Jedoch beinhaltet dieses Buch die Spitze unseres magischen Potenzials. Die Kontrolle über einen Dämon zu behalten, erfordert eine gewisse Erfahrung im Umgang mit seinen Ängsten, denn es gibt nichts furchteinflössenderes als einen Dämon. Nur Personen die einem Dämon jemals begegnet sind, wissen wovon ich rede. Solcherlei Magie ist gefährlich und sollte nur ausgebildeten Oqulo vorbehalten sein. Ich glaube nicht das du dafür schon bereit bist mein junger Schüler. Nichtsdestotrotz ist morgen dein großer Tag, du solltest dich ausruhen, denn alsbald wird entschieden, wer in Zukunft an Kamulos' Tafel Platz nehmen darf." Seine Stimme klingt ernst und streng, was bei ihm nicht ungewöhnlich ist.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Mai 17, 2010 8:19 pm

Verwirrt reibt sich Tamnainn die Augen, als ihn die Stimme von Runagh weckt. Schlaftrunken hört er den Worten des Zaubermeisters zu. Kurz überlegt Tamnainn, ob er ihm von den Erlebnissen bei seinen Meditationen erzählen soll, verzichtet dann jedoch darauf. Zuerst muss er selbst die Geschehnisse rekapitulieren, bevor er seinem Lehrer davon berichten kann. Als Runagh von den Dämonen spricht, hört Tamnainn aufmerksam zu. Er weiß, dass die Beherrschung von Dämonen schwierig, ihre Beschwörung gefährlich ist. All das hat er im Buch gelesen. Immer wieder wird er auf später vertröstet, anstatt die interessanten Dinge gleich zu lernen. Doch Tamnainn lässt sich von seinen Gedanken nichts anmerken, sondern neigt den Kopf vor Runagh, als dieser geendet hat und spricht. "Danke, mein Lehrer. Ich weiß nicht, ob ich dem Kledo genug entgegen zu setzen habe, doch ich werde alles versuchen, um Kamulos zur Ehre zu gereichen." Seine Stimme klingt ruhig, fast ein wenig ausdrucks- und emotionslos.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Mai 17, 2010 8:34 pm

Rhunagh nickt bedächtig. "Du bist ein angehender Oqulo und einer unserer Talentiertesten, natürlich hast du ihm genug entgegenzusetzen. Dein Geist ist jetzt schon stärker als der eines Kledos, setze ihn Weise ein und du hast eine Chance Owen zu besiegen. Doch Schlaflosigkeit benebelt deine Sinne, darum suche dir dein Bett. Möge Kamulos mit dir sein." meint der Zaubermeister noch und verschwindet dann aus den Räumen der Druiden, jedoch nicht ohne das Buch wieder zurück ins Regal zu stellen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mo Mai 17, 2010 9:07 pm

Als Runagh gegangen ist, macht sich Tamnainn, noch immer erschöpft, selbst auf in das Quartier der Novizen. Er geht langsamen Schrittes den Gang entlang durch die Säulenhalle in die Wohnräume der Novizen. Dort macht er sich zum Schlafen bereit, wäscht sich, nimmt einen Imbiss in seinem Zimmer zu sich und legt sich dann nieder. Sein Geist ist sehr müde, das merkt er, er wirkt ein wenig leergepumpt. Die Meditation hat ihm viele Kräft geraubt. Tamnainn hätte gern noch einmal versucht, einen Dämon zu beschwören, um zu sehen, ob er wirklich dazu fähig, um sein Geschöpf zu betrachten und es zu lenken zu versuchen. Doch er weiß, dass er Regeneration braucht, wenn er morgen für seinen ehrvollsten Kampf bereit zu sein. Tamnainn blickt an die steinerne Decke, fragt sich, was morgen um die Zeit sein wird, ob dann überhaupt noch etwas ist. Was waren das für Dinge, die er in der Trance erlebt hatte? Die Frau, die es ihm so angetan hatte, die ihn derart in Versuchung geführt hatte? Er hatte ihr nicht wirklich wiederstehen können. Und dann, diese erdrückende Angst, dieses Gefühl der Ohnmacht, und die Erleichterung, als er die Angst in Bahnen gelenkt hatte - was bedeutete dies alles? Und würde er jemals erfahren, was es bedeuten könnte? Runagh sprach davon, den Geist weise einzusetzen. Jetzt hatte Tamnainn schon so viel gelesen, so oft meditiert, so oft über seinen Studien gebrütet und Kamulos angebetet, doch was es bedeutet, seinen Geist weise einzusetzen, das kann er nicht sagen. Spätestens morgen würde er es sehen. Tamnainn schläft ein, entschlummert abermals in einen traumlos tiefen Schlaf.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Mai 18, 2010 1:45 pm

Am nächsten Morgen ist Tamnainn wahrscheinlich einer der ersten der wach ist. Viele schlummern noch in ihren Betten. Zumindest kann sich der Novize als vollkommen genesen bezeichnen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Mai 18, 2010 7:01 pm

Tamnainn bleibt noch eine Weile im Bett liegen, genießt die ruhe des Augenblicks und die Stille, die ihn umgibt. Dann steht er auf, erledigt die täglichen Hygiene-Aufgaben und geht in den Speiseraum, um dort das Frühstück zu sich zu nehmen. Er spürt wieder Nervosität in sich, doch freut er sich mittlerweile auch auf das Gebet, das in jedem Fall zu einem guten Ende führen würde, denn es würde Kamulos Ehre bereiten. Er ist innerlich ruhiger als noch gestern, doch spürt er deutlich, wie angespannt er ist. 'Möge der Abend nur möglichst bald kommen!', denkt Tamnainn, während er frühstückt.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 19, 2010 1:01 pm

Tamnainn ist einer der Ersten beim Frühstück. Seine Brüder sehen ihn an diesem Tag auffälliger an als sonst, denn sie wissen schon über die kommende Zeremonie Bescheid. Sicherlich werden dieser einige Kenget beiwohnen. Der Novize weiß das Ruainaigh nie so früh aufsteht, darum braucht er auch nicht darauf hoffen, dass dieser so bald hier erscheinen wird. Das Frühstück schmeckt ganz gut und wurde wie immer vom Vater seines Freundes zubereitet, der immer noch ein Teil Sklaven ist, allerdings aber der Koch und Anführer von eben diesen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 19, 2010 7:06 pm

Tamnainn stört sich nicht an den Blicken seiner Brüder, er beachtet sie gar nicht. Während er fertig isst, spürt er ein beständiges, nervöses Kribbeln in seinem Bauch. Auch der Kloß von gestern ist wieder da. Doch er versucht, nicht allzu sehr an den bevorstehenden Kampf zu denken, sondern ruhig und gefasst zu bleiben, was ihm auch gelingt. Als er das Frühstück beendet hat, macht er sich auf in den Gebetsraum, um zu Kamulos zu beten und die Ruhe dort zu genießen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Do Mai 20, 2010 6:52 pm

Tamnainn kommt im Gebetsraum an, sofort blickt die große Kamulosstatue finster auf ihn herab. Sie besteht vollends aus Stein und wurde vermutlich in feinster Arbeit herausgeschlagen. Der Raum wird durch Kerzenlicht erhellt. Die lilanen Vorhänge an den Wänden, versuchen das düstere Bild zusätzlich ein wenig aufzuhellen, was angesichts dieses dunkeln Gewölbes nur als ein verzweifelter Versuch erscheint. Des Weiteren befinden sich Holzhocker in diesem Zimmer, die dazu dienen sollen sich während des Gebets hinzusetzen. Bequem sind sie nicht sonderlich, doch sie erfüllen ihren Zweck. Außer Tamnainn sind noch ein paar andere Kenget im Raum, unter anderem Owen, der sich in der ersten Reihe breitgemacht hat.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Do Mai 20, 2010 10:09 pm

Tamnainn stört sich nicht am dunklen Charakter des Raumes, er ist die drückende Atmosphäre Khamulons seit Kindertagen gewohnt, achtet nicht mehr auch sie, auch wenn sie auf dem Gemüt lastet und in den steinernen Fällen selten ein Lachen zu hören, selten ein Grinsen auf Gesichtern der Brüder zu sehen ist. Tamnainn setzt sich in einer der hinteren Reihen und schaut lange auf das steinerne Abbild seines Gottes, seines Gebieters. Heute ist der große Tag, an dem sich seine Zukunft entscheiden wird. Hat er überhaupt eine Zukunft? Konzentriert beginnt Tamnainn zu beten:


Gebieter!
Reinige mich von der Sünde der Feigheit!
Reinige mich von liederlichen Gedanken!
Reinige mich von widerlichem Müßiggang!
Reinige mich von ungläubigem Staunen angesichts deiner Größe!
Reinige mich von jedweder Unreinheit!
Reinige mich, führe mich, leite mich an, weise mir den Weg, den Weg in dein Reich, in dein Reich des ruhmreichen Kampfes!

Gott!
Lass nie wieder Frieden sein, vermehre den Krieg, den Kampf, dass dein unendlicher Ruhm sich weiter vermehre, sich verbreite unter den Völkern dieser Erde, unter unreinen wie reinen, unter Menschen wie Tieren, dass sie flüstern mögen und in Angst vergehen mögen angesichts deines Ruhmes! Du allein verdienst mein Leben, du allein verdienst mein Sterben, du allein meinen Tod! Lass mich in Ehre zugrunde gehen, in Dienst und Gebet, oder leite mich zu Ruhm und Kraft, wie es dir beliebt!

Herr!
Lass mich dein Auge sein, den Gegner zu erkennen!
Lass mich dein Ohr sein, seine Schritte zu hören!
Lass mich dein Fuß sein, ihn in den Staub zu treten!
Lass mich dein Feuer sein, ihn zu versengen in der Glut deines Zornes!
Lass mich dein Eisen sein, ihn tief zu schneiden in unwürdiges Fleisch!
Lass mich dein Werkzeug sein, ihn zu vernichten!
Lass mich dein Sklave sein, dir zu dienen auf ewig, dir Ruhm zu bereiten, dir Ehre zu bieten, den dies ist der Zweck allen Lebens, welches zu leben wert ist!



So betet Tamnainn, tief konzentriert und bewegt, während um ihn die Zeit verstreicht. Nachdem er sein Gebet beendet hat, sitzt er noch lange auf dem unbequemen Holzschemel in der Halle. Er ist tief gerührt von der Größe und Allmacht seines Gottes. Egal wie der heutige Kampf ausgehen würde, Kamulos würde, so hofft der Novize inständig, damit jedenfalls zufrieden sein. Diese Hoffnung gibt ihm Kraft, denn ansonsten wäre er wohl vor Nervosität vergangen. Als er seine Ruhe gefunden hat, steht Tamnainn auf, um die Gebetshalle zu verlassen, und noch einmal im Übungsraum vorbeizuschauen, auch wenn er nicht vor hat, heute abermals in eine ähnliche tiefe Trance wie gestern zu verfallen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Mai 21, 2010 7:01 pm

Der Übungsraum der Druiden ist nach dem Frühstück reichlich gefüllt und das obwohl ein Lehrgang seitens Rhunagh heute ausfällt, damit man sich auf die bevorstehende Zeremonie konzentrieren kann. Selbst in den Meditationskammern halten sich ein paar Oqulo's und Novizen auf. An einem verwaisten Tisch sitzt Pardhainn, der gelangweilt eines der dicken Bücher wälzt.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Mai 21, 2010 11:50 pm

Als Tamnainn merkt, wie überfüllt der Übungsraum ist, überlegt er, sich gleich wieder in sein Zimmer zurückzuziehen, um dort den restlichen Vormittag zu verbringen. Er ist innerlich noch immer vom Gebet erfüllt, und hat weder Lust, mit seinen Brüdern zu sprechen, noch sieht er einen Grund, seine Kräfte für schwierigere Übungen zu verausgaben, wo am Abend die Zeremonie stattfindet und nicht einmal Runagh da ist. Dennoch beschließt er, noch einige Augenblicke im Raum zu verweilen, und vielleicht eine kleinere Entspannungsübung zu machen, und begibt sich an den Tisch, wo Pardhainn sitzt, um sich dort niederzulassen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 26, 2010 2:35 am

Pardhainn bemerkt Tamnainn, der sich ihm gerade gegenüber hingesetzt hat. Von seinem aufgeschlagenen Buch blickt er auf. Sein Gesichtsausdruck sieht gelassen und emotionslos aus. "Skeima Din Tamnainn! Heute ist doch dein großer Tag, ich freue mich schon auf die Zeremonie. Auch wenn ich dir persönlich geraten hätte Owen nicht herauszufordern. Er ist nicht gerade unerfahren, jedoch soll es mir recht sein, solange ihr nicht Kamulos entehrt. Selbst an solchen Tagen hältst du dich hier auf. Ich habe selten so einen fleißigen Novizen erlebt muss ich zugeben, du erstaunst mich immer wieder Tamnainn." meint der Oqulo schließlich. Wobei der letzte Satz wohl wirklich als Lob durchgehen kann, vor allem weil er ihn in einem Tonfall geäußert hat, aus dem so etwas durchaus gedeutet werden könnte. Ganz unbeeindruckt von der Tatsache, dass ein Novize einen Kledo herausfordert, scheint er also allem Anschein nach nicht zu sein.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 26, 2010 3:29 pm

Tamnainn hat keine große Lust, sich mit seinen Brüdern im Moment zu unterhalten, ist er doch erfüllt von der Gebetsstimmung, die ihn auch hier in den Übungsraum hereinbegleitet hat. Als Pardhainn spricht, hört er ihm dennoch zu, wie es seinem Stand entspricht. Er ist ein wenig beschämt vom Lob des Oqulo, denn er ist sich nicht sicher, ob er solche Worte schon verdient hat. "Ich werde mein Bestes geben, um Kamulos nicht zu entehren.", antwortet er Pardhainn, um sich dann meditativen Entspannungsübungen zuzuwenden. Als er diese beendet hat, zieht sich Tamnainn in sein Zimmer zurück, um dort den Tag bis zum Gebet zu verbringen. Seine Nervosität nimmt angesichts des bevorstehenden Kampfes stark zu, sodass er nicht mehr viel zu tun imstande ist, sondern die Zeit untätig verbringt, und sich mit allerlei Kleinigkeiten und Gedankenspielereien abzulenken sucht.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 26, 2010 3:36 pm

Der Oqulo nickt nur auf Tamnainn's Antwort und hat dem nichts mehr zuzufügen, also wendet er sich sogleich wieder dem Buch zu. Als der Novize sich im Zimmer die Zeit vertreibt, nähert sich der Abend in scheinbar rasender Geschwindigkeit. Die Zeremonie wird in eine der unteren Ebenen Khamulons stattfinden, nämlich in der Arena, oder wie einige sie auch nennen: 'Kamulos' Schlachtfeld'.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Mai 26, 2010 3:44 pm

Als die Zeit fortschreitet, nimmt die Aufregung in Tamnainn spürbar zu. Er versucht, ruhig zu bleiben, doch in seinem Inneren spürt er Nervosität, Angst, die sich kaum in Zaum halten lässt. Der Novize schreitet in seinem Zimmer auf und ab, zieht sich schließlich seine beste Robe an, um dann in Richtung der unteren Ebenen herabzusteigen. 'Kamulos, steh mir bei!', flüstert Tamnainn, als er den Weg zur Arena auf sich nimmt. Die Stunde der Wahrheit naht. Würde er Kamulos entsprechende Ehre bereiten? Würde er weiterleben dürfen?
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Mai 30, 2010 11:58 pm

Trotz der Anzahl der Menschen die hier in Khamulon leben, beschreitet Tamnainn in fast vollkommener Stille den Weg bis zu 'Kamulos' Schlachtfeld'. Er begegnet niemanden, was vermutlich auch daran liegen mag, dass sehr viele bei der Zeremonie dabei sein wollen. Ein zusätzlicher Reiz ist bei einer Konfrontation zwischen Noivze und Kenget natürlich auch dabei, denn das kommt wahrlich nicht sehr häufig vor. Schließlich kommt der Magier gerade die Treppe hinunter, als er von einem Kenget sogleich in einen Vorraum geleitet wird, von dem aus man den Weg in den eigentlichen Arenaplatz nimmt. Er dient zur Vorbereitung auf den Kampf und es gibt mehrere davon. Der Raum besitzt nahezu keine Einrichtung, nur einen Tisch mit ein paar Stühlen drum herum, ansonsten ist alles kahl. Zuletzt erhält Tamnainn noch die Information, dass die Zeremonie in einer Stunde beginnen wird. Sobald sich das schwere Tor im Voraum öffnet, solle er hinaustreten. Irgendwann ist es dann auch soweit, es öffnet sich, jedoch ist es trotzdem still, fast unheimlich still. Der Gang nach dem Tor bis zur Arena ist lang und je näher er kommen wird, desto mehr wird er feststellen, dass die Stille nur trügerisch war. Von zwei gruseligen Säulen am Ende des Ganges flankiert, wartet fast ganz Khamulon lautstark auf das Erscheinen des Novizen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Do Jun 03, 2010 12:10 pm

Tamnainn hat Angst. Die beklemmende Stille, die ihn den Weg zur Arena begleitet hat, hat ihn ein wenig verstört, er hatte sich von niemanden verabschiedet, nicht einmal von seinem Freund Ruainaigh. Jetzt ist er allein, auf sich gestellt. Sein Herz pocht, als er durch den einsamen Gang auf die Arena zugeht, in ihm ist Furcht vor der Zukunft, er hat Angst davor, von Owens Schwert durchbohrt zu werden auszubluten und langsam zu verenden. Doch in seinem Geist ist Ruhe, er ist konzentriert, hat sich unter Kontrolle und weiß, was er tun will. Er würde versuchen müssen, Owen möglichst lange auf Distanz zu halten, und ihn nicht an sich heranzulassen. Nur dann würde er eine Chance haben.
Als er die Arena betritt, achtet Tamnainn kaum auf den Lärm um die Menschen herum. Er spürt jede Muskelfaser seines Körpers, spürt sein Herz, seine Organe, seine Angst. Er nimmt sie intensiv wahr, wie sie in ihm lebt, sich unbändig durch seinen Geist zu brechen sucht, ihn zu stürzen in Furchtsamkeit. Die Welt um ihn herum, sie ist lediglich Mittel. Mittel zum Zweck, seine Angst zu zähmen und Kamulos näherzukommen. Tamnainn ist bereit zu kämpfen, er freut sich, endlich wieder beten zu dürfen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Jun 12, 2010 2:56 pm

Schließlich betritt Tamnainn das Schlachtfeld von Kamulos. Es ist weitläufig und bietet genug Platz zum kämpfen. Verteilt stehen ein paar der bösen Gesichtersäulen in der Arena. Ihre feurigen Fratzen begaffen alles um sich herum. In der Mitte steht der alte, bärtige Zeremonienmeister Arthor total entspannt wartend auf die Hauptakteure des Gebets. Von dem ganzen Lärm lässt sich der menschliche Ruhepol nicht beeindrucken. Die Teilnehmer der Zeremonie stehen hinter einem etwas erhöhten Steinwall, der ihnen bis zur ihrer Brust geht und jubeln bereits in voller Erwartung auf die Zeremonie. Abseits, noch erhöhter, aber immer noch hinter dem Steinwall, sitzen der Cuain, seine Gefährten und die restlichen Hohenpriester gepannt auf das Spektakel, dass in wenigen Minuten seinen Lauf nehmen wird. Gegenüber von ihnen, auf der anderen Seite der Arena, blickt eine riesige Statue von Kamulos finster auf alles und jeden herab. Das Abbild des Gottes scheint allmächtig, ja gar allgegenwärtig in Khamulon zu sein. Es vermittelt durchaus den Eindruck, als wohne Kamulos der Zeremonie leibhaftig bei, was durch die Anwesenheit des Cuian natürlich nur noch gestärkt wird.
Von weitem kann der Novize seinen Gegner erkennen, der nun auch langsam aber sicher aus dem Tor tritt, mit dem Ziel Arthor zu erreichen. Owen sieht ein wenig verändert aus. Er trägt ein Kettenhemd, eine Halbschale aus Metall auf dem Kopf und hat einige Waffen dabei. Außerdem hängt um seinem Hals eine silberne Kette mit einem orangeroten Stein. Desweiteren wird sein Gesicht durch eine wilde, blaue Kriegsbemalung geziert, die auf den Magier wie pure Entschlossenheit wirkten könnte.
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jun 13, 2010 5:09 pm

Tamnainns Herz schlägt bis zum Hals, sein Bauch ist in ein mulmiges Gefühl getaucht, doch sein Geist ist wach und lässt sich weder von den fürchterlichen Säulen, deren Anblick er ohnehin gewohnt ist, noch vom Lärm, den die Zuschauer verursachen verunsichern. Auch die Bemalung des Kledo scheint ihn nicht zu erschüttern, hat er ähnliche Bemalungen doh schon bei früheren Gebeten gesehen. Er atmet tief durch und geht in die Mitte des Platzes auf Arthor zu. Er fleht noch einmal Kamulos an, ihm beizustehen und die Waffen des Kledo zu zerschmettern. Als er bei Arthor angekommen ist, neigt er den Kopf ehrfürchtig vor dem Alten "Skeima Din, Arthor!", sagt er mit einer Stimme, die merkwürdig hohl klint.
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jul 04, 2010 10:45 am

Owen tut es Tamnainn gleich als er bei Arthor ankommt. Schlicht antwortet dieser: "Seid gegrüßt, ihr Krieger Kamulos!" Zwar ist der Novize noch lange kein vollwertiger Kenget, doch es ist klar wem der heutige Kampf gebühren wird. Der Zeremonienmeister hebt beide Hände nach oben um Ruhe in die Arena zu bringen. Nach und nach verstummen die noch vor Minuten so lautstarken Gebetsteilnehmer von Sekunde zu Sekunde, bis plötzlich kein Laut mehr zu hören ist. Eine fast gespenstische Ruhe macht sich augenblicklich auf Kamulos' Schlachtfeld breit. Prüfend ob auch alle still sind, sieht sich Arthor noch einmal um und lässt seinen Blick langsam über die Ränge schweifen. Alle Kenget knien schließlich nieder, obgleich nicht alle ihr Haupt senken, oder nur teilweise. Mit starker Stimme, damit ihn jeder versteht, beginnt der Druide zu sprechen:
"Wir sind hier und heute alle zusammen gekommen, um unter dem Antlitz Kamulos ein Gebet zu sprechen. Ein Gebet, dass unserem Gott Ehre gebieten soll und ihm zeigen soll, dass wir die Kenget, jederzeit bereit sind unser Leben in seinen Dienst zu stellen und zu sterben. Jeder von uns sollte bereit sein für den letzten Kampf, denn dieser wird kommen. Mut, Ruhm und Ehre sind die Schlüssel für die Entscheidung dieses glorreichen Kampfes und alle die bis dahin folgen werden. Nur wer über diese Eigenschaften verfügt, darf sich als wahrer Kenget bezeichnen!" Ein bestätigender Jubelschrei schallt wie im Chor durch die Arena. Arthor nutzt seine Hände um auf den Kledo und den Novizen zu zeigen. "Unsere beiden Brüder hier, Owen und Tamnainn, besitzen diesen Mut um Ruhm zu erlangen und nach dieser Zeremonie auch die Ehre, die Kamulos zufriedenstellen wird. Viele von euch wissen das Tamnainn noch kein vollwertiger Kenget ist, jedoch zeigte er den Willen einen Kledo aus unseren Reihen herauszufordern und Owen zögerte nicht die Herausforderung anzunehmen. So lasst uns gemeinsam diesem Gebet beiwohnen." Blitzschnell breitet der Zeremonienmeister seine Arme in beide Richtungen aus. "Für Kamulos!" Erneut geht ein Jubelschrei durch das Schlachtfeld.
Arthor entfernt sich währenddessen schlussendlich von den Kriegern und verschwindet durch eines der Tore, dass sich anschließend wieder schließt und so Owen und Tamnainn in einem Kampf auf Leben und Tod einsperrt. Sachte tritt der Kledo nun wieder, wie es üblich ist bei den Kämpfen, ein paar Meter zurück um Abstand zum angehenden Oqulo zu gewinnen. Es herrscht wieder eine bedächtige Ruhe in der Arena, doch der Novize weiß, dass die Zuschauer des Gebets ihre Begeisterung nicht lange im Zaum halten können. Vor allem wenn der Kampf am Höhepunkt ankommt, was der Zeremonienmeister ihnen nicht verübeln wird. Denn dieser greift nur ein, falls einer der Kontrahenten dem Kriegsgott Unehre bereitet. Der Fokus der gesamten Arena liegt nun auf den beiden Kriegern. Owen setzt ein schiefes Grinsen auf. "Ich werde jetzt zuende bringen was schon lange überfällig war. Aber du kannst dich glücklich schätzen durch die Hand eines wahren Kenget zu sterben. Los! Kämpfen wir!" brüllt er mit entschlossener Stimme. Wie ein Berserker läuft er auf den jungen Magier zu, mit dem Ziel sein Langschwert in ihn hinein zu rammen.


Zuletzt von Micky am Sa Feb 12, 2011 3:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jul 04, 2010 11:08 am

Nachdem der Zeremonienmeister das Gebet beendet hatte, war Tamnainn ebenso wie sein Gegner einige Schritte zurückgegangen. Der Novize weiß, dass er den Abstand zu Owen und seinem klingendem Langschwert möglichst lange möglichst groß halten muss. Er ist während des Gebets in Konzentration versunken, nimmt die Zuschauer kaum mehr wahr, hört die Worte des Gegners lediglich wie aus weiter Ferne. Er weicht mit gebeugten Knien weiter zurück, während sein Geist eins wird mit unvorstellbarer Angst, die ihn jedoch nicht lähmt, sondern seinen Widerstand erst möglich macht. Er spürt die feurige Wärme, die in seinen Armen wird, die aus seinen Händen strömt, während er auf den Kledo zielt, und seinen Feuerball schließlich auf ihn abschießt.

[Feuerball; -20 SP]
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Jul 09, 2010 9:58 pm

Einfache magische Kunst wie einen Feuerball, erwartet der kampfbereite Owen natürlich bei einem angehenden Oqulo. Somit kommt der Versuch ihn auf Distanz zu halten nicht überraschend. Womit er nicht gerechnet hat ist die Hitze die diesem Feuerball umgibt. Schon von weitem strahlt sie den Kledo unbarmherzig an und treibt ihn somit Schweißperlen auf die Stirn. Seine erste Reaktion sieht vor, dem heißen Geschoss auszuweichen, was ihm trotz seiner Flinkheit nicht vollends gelingt. Owen zieht in seiner Verzweiflung das Schwert nach oben, darauf bedacht seine Armschienen dem Angriff entgegenzustrecken. Damit will er verhindern das sein Gesicht Schaden nimmt. Der Feuerball prallt letztendlich kraftvoll auf die Arme des Kriegers auf. Doch nicht nur das, er umschlingt fast dessen gesamten Oberkörper und hüllt ihn in Flammen.
Als sich der Feuerball schließlich verflüchtigt und sich rauchend zur Decke der Arena hin auflöst, sind an Owen's Rüstung, den Armen, dem Hals und im Gesicht, deutliche Spuren von Verbrennungen und Ruß zu entdecken. Doch der Kledo lässt sich davon nicht verunsichern. Tapfer erträgt er die Schmerzen zähneknirschend. "Deine Feuerkunst wird mich auch nicht aufhalten!" brüllt er immer noch unbeirrt. Da er zu weit von Tamnainn entfernt ist, greift er sich eine Wurfaxt von seinem Rücken und wirft diese mit einer Hand, aber durchaus voller Stärke in Richtung des jungen Novizen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Jul 10, 2010 6:16 pm

Als Tamnainn die Wurfaxt aus sich zurasen sieht, duckt er sich möglichst schnell, indem er seinen Körper in Richtung des staubigen Bodens wirft, um dem gefährlichen Geschoss auszuweichen. Sollte er das schaffen, schießt er abermals einen Feuerball in Richtung des Kledo ab. Falls die Axt ihn trifft, entzieht er Owen Leben.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 14, 2010 2:45 pm

Das Ausweichmanöver gelingt nicht so wie gedacht. Genau in dem Moment als Tamnainn sich versuch zu Boden zu werfen, trifft ihn die Axt während des Fluges am Oberarm. Zwar hat ihn die Waffe nur gestriffen, doch wird seine Haut samt Robe dabei aufgerissen und hinterlässt eine klaffende Wunde. Mit der Macht der Magie, kann sich der Novize allerdings mehr oder weniger selbst heilen, indem er Owen's Körper Kraft stiehlt. Sofort fühlt sich die Verletzung weniger schmerzhaft an und das Blut der Wunde wird nach ein paar Minuten versiegen. Der Kledo hingegen spürt einen kurzen Anfall von Schwäche, was ihn für den Moment zumindest aus der Bahn wirft. Etwas benommen und leicht schwankend, greift er sich an den Kopf. "Deine Tricks werden dir auch nichts bringen Tamnainn!"


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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 14, 2010 5:58 pm

Schockiert betrachtet Tamnainn seine Wunde. Auch wenn sie durch den soeben angewandten Spruch schon fast wieder abgeheilt ist, und er dank seines langen Trainings als Novize die Schmerzen kaum wahrnimmt, flackert unsägliche Angst in ihm hoch, wie er es schon mehrmals in Situationen gespürt hat, in denen er beinahe verwundet wurde. Doch die Worte seines Gegners wecken Tamnainn wieder auf. Als er bemerkt, dass der Kledo sich von seinem Spruch noch nicht richtig erholt hat, schleudert er sofort einen weiteren konzentrierten Feuerball in dessen Richtung.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Jul 16, 2010 5:29 pm

Nur schleichend kommt Owen wieder zu sich, jedoch schafft er es nicht rechtzeitig die Situation zu erfassen. Der Feuerball des Novizen trifft ihn frontal. Alles in allem hat er dennoch Glück, dass ihm das heiße Geschoss nicht direkt in sein Gesicht fliegt. Von der Wucht und der bestialischen Hitze erfasst, reißt es ihn von den Beinen. "Arrrrgh!" stößt der Krieger noch überrascht hervor. Die Menge tobt deutlich nach diesem Angriff.
Das Geräusch von kleinen Metallteilen, gepaart mit dem Gestank verbrannten Fleisches, bahnt sich seinen Weg in Tamnainn's Sinne. Für den Moment sieht es so aus als wäre der Kledo besiegt. Einen Augenblick später fängt sich sein Körper allerdings an wieder zu bewegen, was durch ein weiteres Raunen der Zuschauer honoriert wird. Owen richtet sich langsam auf, aber er richtet sich auf. Teils gestützt auf sein Schwert, doch immer noch nicht gebrochen, sieht er den Magier in seine Augen. Unterdessen merkt dieser, das dessen Wunde wieder anfängt stärker zu schmerzen, als noch vor ein paar Sekunden.
An mancher Stelle sind seine Haare schon ein wenig angekokelt und auch seine Hose sieht nicht besser aus. Am schlimmsten sieht es jedoch für seine Kettenrüstung aus. In der Mitte von eben dieser, befindet sich ein großes Loch und sie scheint nicht mehr brauchbar zu sein. Owen streift sich den unnützen Schutz von den Schultern. Krachend knallt die schwere Rüstung auf den Boden der Arena. Jetzt erst, sieht man das wahre Ausmaß von Tamnainn's Angriff. Eine große Narbe ziert den krebsrot leuchtenden Oberkörper des Kledos. "Gar nicht mal schlecht Novize... gar nicht mal schlecht... aber das reicht nicht für einen wahren Kenget! Ich werde dich jetzt töten... für Kamulos!" brüllt er fanatatisch und stürmt rußüberströmt los.
Owen, der noch lange nicht geschlagen scheint, schafft es dank seiner neu erlangten Wendigkeit, schnell zum Novizen vorzudringen. Hinter einer Säule in dessen Nähe versteckend, wirft er eine weitere Wurfaxt hervor. Erbarmungslos, rast die präzise geworfene Waffe auf den jungen Magier zu.



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Zuletzt von Micky am Mi Jul 21, 2010 11:25 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Jul 17, 2010 2:36 am

Blitzschnell versucht Tamnainn, dem neuerlichen Geschoss auszuweichen. Wilde Angstwellen durchströmen daraufhin seinen Körper. Der sicher geglaubte Sieg und die neuerliche Auferstehung Owens haben ihn beeindruckt. Die offene Wunde löst ihn ihm eine furchtbare Furcht aus. O Gott Kamulos, lass es nicht so weit kommen, stöhnt er, während er auf die Knie sinkt. Er hebt die Arme gegen den Himmel, lässt sich auf die Angst, den Schrecken in ihm ein. Die Furcht sammelt sich, sie strömt aus seinen Poren, seinen Händen. Vor ihm entsteht der Dämon, die materialisierte Furcht. "Dämon, der ich dein Gebieter bin! Vernichte den Kenget. VERNICHTE ihn!" stammelt Tamnainn flüsternd, aber eindringlich.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 21, 2010 5:47 pm

Obwohl Tamnainn in der Nähe von Owen steht, streift ihn die Axt, dank seiner Reflexe nur an der rechten Schulter. Dies, und die nun wieder zu bluten beginnende Wunde an seinem linken Oberarm, schüren seine Angst umso mehr. Dadurch ist es für den Novizen sogar möglich, dass erste Mal in seinem Leben einen Dämon zu materialisieren. Die Zuschauer beginnen jetzt lauter zu werden, denn sie sind wahrlich beeindruckt von den Fähigkeiten der beiden Kämpfer.
Als wäre das gruselige Erscheinungsbild des Dämon, mit seinen leuchtenden Augen und den großen Fingern um ihn herum nicht schon genug, strahlt er zusätzlich noch eine unglaubliche Furcht aus, die sich sofort sowohl auf Owen, aber auch auf Tamnainn überträgt. Angst, ist nun allgegenwärtig auf diesem Schlachtfeld. Da der Magier den Dämon erschaffen hat, ist besonders er von der Angst betroffen. Er steht jetzt mit der Furcht in geistigem Kontakt. Seine Aufgabe wird sein, sie weiterhin zu bändigen und dabei auch noch die eigene Angst zu bewältigen.
Owen kommt hinter der Säule hervor und schreckt zurück. Dies ist seine erste Reaktion auf Tamnainn's Schachzug. "W... wie kann... wie kann das sein? Du bist doch nur ein... ein einfacher Novize! Es dürfte dir gar nicht möglich sein einen Dämon zu erschaffen!" brüllt er ängstlich herum. Im ersten Moment bewegt sich die Furcht nicht, ist jedoch auf ihren vermeintlichen Gegner fixiert. Der Kledo, der im Augenblick von seiner Angst wie gelähmt scheint, bleibt einfach nur wie angewurzelt stehen. Plötzlich entsendet der Dämon einen Feuerball auf ihn. Im letzten Moment schafft es Owen seine Angst zu überwinden und hechtet hinter die nahegelegene Gespenstersäule. Am Ende verpufft das heiße Geschoss daran und wird von der furchterregenden Fratze regelrecht absorbiert.
In diesem Augenblick, befindet sich Tamnainn's Gegner eindeutig in der Verteidigung. Zurückgedrängt wartet er hinter der Säule und suhlt sich noch in seinem sichergeglaubten Schutz, während sich die Furcht weiterhin unaufhaltsam auf ihn zu bewegt. Ein paar Meter ist sie noch entfernt, doch sie kommt immer näher.


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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 21, 2010 7:02 pm

Tamnainn steht auf dem Feld. Um ihn herum ist es schwarz geworden, er sieht die johlenden Zuschauer nicht mehr, hört ihre Zurufe nicht, spürt auch nicht die Wunde an der rechten Schulter. In seiner Konzentration existieren für ihn lediglich der Dämon, Owen und die Säule zwischen ihnen. Die Angst droht ihn zu ersticken, wühlt ihn innerlich auf. Nur dank seiner Meditationen, insbesondere am Vortag, kann er noch die Oberhand behalten. Zitternd wankt er langsam auf die rechte Säule zu, während er seinen Geist auf die Furcht einlässt. "Nach links, umkreise ihn gemeinsam mit deinem Meister", flüstert er, ohne zu wissen, ob der Dämon ihn hören kann. "Vernichte ihn, vernichte den Kledo!", befiehlt Tamnainn abermals, während er sich selbst darauf vorbereitet, abermals einen Feuerball zu sprechen, sollte Owen auf seiner Seite zum Vorschein kommen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Jul 23, 2010 12:22 am

Owen versteckt sich weiterhin hinter der Säule, einen Blick wagt er nicht. Als die Furcht den Befehlen ihres Meisters Folge leistet und auf der linken Seite auftaucht, will er sofort die Flucht in die andere Richtung ergreifen. Der sich mittlerweile in Trance befindende Tamnainn, entsendet einen weiteren Feuerball auf den Kledo. Jedoch hat dieser Glück im Unglück, denn er schafft es irgendwie das heiße Geschoss abzuwehren, indem es an seiner unsichtbaren Aura schlichtweg verpufft. Er hatte sich schon die Arme vor das Gesicht gehalten und womöglich auf den sicheren Tod gewartet, umso überraschter ist er, dass es dazu nicht gekommen ist. Nun scheint der Weg frei für ihn zu sein. Obwohl sich Owen bis jetzt wirklich nicht immer geschickt beim Kämpfen angestellt hat, weiß er doch, dass er den Spuck des Dämon beenden kann, wenn er den Erschaffer von eben diesem tötet. Schnell und präzise greift er sogleich an. Da Tamnainn relativ nahe an Owen gestanden ist, bleibt ihm nach dessen Angriffswut, gar keine andere Wahl als auszuweichen. Mit einer blutgierigen Klinge, wird der Magier zunächst zurückgetrieben, weiter weg vom Dämon, der allerdings weiterhin sein festgelegtes Ziel verfolgt. Dem ersten Schlag kann er noch ausweichen, doch beim Zweiten kommt er schon mehr in Bedrängnis. Das Langschwert bohrt sich schließlich beim dritten und vorerst letzten Hieb, erbarmungslos in die rechte Brust von Tamnainn. Wie sehr heißes Feuer, fühlt sich der brennende, aber vor allem stechende Schmerz an. Vermutlich bekommt er gerade einen guten Eindruck, wie schmerzvoll die Feuerbälle für Owen eigentlich waren. Durch die Wucht des Angriffs, wird er zusätzlich noch von den Beinen geholt und landet im Zuge dessen mit dem Rücken auf dem steinigen Boden der Arena.


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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Jul 23, 2010 10:13 pm

In hohen Wogen peitscht die Angst durch Tamnainns Geist, lässt ihn nicht zur Ruhe kommen. Der Dämon, den sein Geist heraufbeschworen hat, der überraschende Angriff Owens nach sicher scheinendem Sieg, seine wilden Attacken und schließlich sein Treffer haben den Novizen in tiefe Furcht gestürzt. Verzweifelt liegt er im Staub der Arena, ober ihm das graue Gestein der Decke, hustet er den Dreck aus seinen Lungen, mit Blut vermischt. Das ist er also, der Tod. Er scheint nichts Edles zu haben, nichts Schönes. Vor Kurzem hatte er sich den Tod im Kampf heroisch, heldenhaft schön vorgestellt, doch was war es jetzt? In erster Linie Angst, die pure Angst, ausserdem Schweiß, Blut und Staub. Was ist das Schöne? Was sollte ihn jetzt erwarten? Ein weiterer Hieb des Kledo, und wo würde er dann sein? Oh Kamulos! Ich komme zu dir, denn ich habe mich gut geschlagen! Freudentränen schießen Tamnainn in die Augen, als er daran denkt. Und was, wenn es nicht so ist? Was, wenn Kamulos nicht da ist, um ihn zu empfangen? Was, wenn es eine Lüge ist? Dann würde es so hässlich bleiben, wie es sich jetzt anfühlt? Oder würde es gar noch schlimmer sein, dunkle Leere etwa, grausiges Nichts, gähnend in der Dunkelheit?? Tamnainn scheint zu fühlen, wie ihn der Tod umgreift. Er ist ganz nah! Er ist nah, und er ist furchtbar! Wo ist der Gott, wo ist er? Wo ist Kamulos? Der zurückgehaltenene, besiegt geglaubte Zweifel in Tamnainns Herz, er bäumt sich auf, vermischt sich mit furchtbarer Angst vor dem Tod, vor dem Schwert des Gegners, vor dem selbstgemachten Dämon. Verzweifelt bäumt sich Tamnainn auf, aus seinen Fingern lodern heiße Flammen, als er dem Gegner in einer letzten Attacke die Hand in den Unterleib drückt, diesen zu versengen, und sich selbst vor dem Tod zu retten.
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jul 25, 2010 7:03 pm

Während Tamnainn die steinige Decke der Arena in Augenschein nimmt, beobachtet Owen mit einem wahnsinnigen Blick das Blut an seiner Klinge. Die rote Flüssigkeit, tropft von dem kalten Metall direkt auf den Boden und versickert langsam aber sicher darin. "Ich habe es dir immer gesagt Tamnainn, du bist kein wahrer Kenget und du wirst auch nie einer werden." Sein Blick verrät sowohl Siegessicherheit, als auch einen unglaublich fanatischen Überlebenswillen. Wie ein Scharfrichter, erhebt er langsam das Langschwert in seiner rechten Hand. "Und weißt du auch warum? Weil ich dich jetzt töten werde!!!" Sogleich will er die Spitze der Klinge in das Herz des Novizen jagen. Doch kommt er nicht dazu, denn dessen eigener Überlebenswille, scheint genau wie auch die Finger anfzufangen, wie eine Flamme zu lodern. Tamnainn spürt förmlich, wie für einen kurzen Augenblick, ein ganz kleiner Teil von Kamulos' Kraft durch ihn hindurch strömt. Dadurch das der Kledo die Waffe weit über seinen Kopf erhebt, steht seine Verteidigung der eines Anfängern in nichts nach. Ohne jegliches Pardon, brennen sich die Finger des Magiers in die ungeschützte Haut von Owen. Dessen Langschwert und der Helm, fällt schließlich klirrend zu Boden, weil er noch versucht die Hände vom Novizen wegzuschlagen, was ihm jedoch nicht gelingt. Ein lauter Aufschrei geht von Owen aus, der allerdings im Raunen der Zuschauer untergeht, die Tamnainn schon besiegt glaubten. Wie betäubt steht der Krieger da und muss den Angriff über sich ergehen lassen. Der bestialische Geruch des verbrannten Fleisches, sucht sich schleichend seinen Weg, durch den Rauch hindurch, in die Nase des angehenden Oqulo.
Als die Flammen schlussendlich erlischen, stößt sich Owen von ihm weg und rollt mit schmerzerfüllten Schreien am Boden Arena herum. "Ahhhhh!!! Du verdammtes Schwein!" brüllt er nur gen Tamnainn. An aufgeben denkt er immer noch nicht, obwohl er gerade einen Schwall Blut auf dem Boden hinterlassen hat, der vermutlich aus seinem Magen stammt. Mit letzten Kräften zieht der Kledo seinen Dolch und kriecht teilweise zum mittlerweile endgültig kraftlosen Magier hin, weil er fast nicht mehr imstande ist auf zwei Beinen zu stehen. Kampfschreiend stürzt er sich mit dem großen Dolch beidhändig auf Tamnainn. "Stirb Unreiner!!!" Stille, der Tod ist allgegenwertig und wartet darauf den Gefallenen in sein dunkles Reich zu holen. Es scheint fast so, als würde die Zeit für einen ganz kleinen Moment still zu stehen. Kurz bevor die Waffe auf das Gesicht des Novizen trifft, fliegt sie ruckartig durch die Luft und landet unweit von dessen Kopf. Schnell wird klar was passiert ist, der Dämon hat sich Owen angenommen.
Die Furcht, mit ihren Fingern, hält sie ihn fest im Griff. Ihre Nägel bohren sich kontinuierlich in seinen Körper, zerdrücken ihn, rauben ihm die restliche Luft und saugen damit den letzten Lebenssaft aus ihm heraus. Aus den Druckstellen tritt Blut in rauen Mengen heraus, die ganze Prozedur sieht ziemlich schmerzhaft aus. Owen reißt die Augen weit auf, krächzt, versucht nach Luft zu schnauben und wehrt sich weiterhin tapfer. Nach langem Todeskampf, kurz bevor er zu Kamulos' Tafel reist, werden seine Augen letztendlich ehrfürchtig. Es sieht zwar aus als wäre er von der Angst aufgefressen worden, doch über diesen ehrenvolle Tod wird in Khamulon wohl noch einige Zeit geredet werden.
Nachdem der Dämon von Owen abgelassen hat, schlägt dieser wie ein nasser Sack auf dem Boden der Arena auf. Tamnainn's Gegner ist besiegt. Der Novize hat schließlich über den Kledo gesiegt, ihn in einem Kampf nach den Regeln der Kenget geschlagen. Auf Leben und Tod hieß es, jedoch wird der Gefallene noch höheren Ruhm erlangen, weil er für Kamulos, seinem Gott gestorben ist. Tamnainn's Körper schmerzt sehr, noch nie hatte er solch bestialische Schmerzen, ob er überleben wird weiß er nicht. Lange bleibt der am Boden liegende Magier nicht bei Bewusstsein, er kann sich nur noch für ein paar Sekunden wachhalten. Das Letzte was er sieht, sind die großen leuchtenden Augen der Furcht, seiner materialisierten Angst. Und mit dieser Angst im Kopf, fällt der Novize in einen tiefen Schlaf...


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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jul 25, 2010 10:48 pm

Da ist er wieder. Tamnainn kennt die Umgebung, in der er sich befindet. Die Eiche, alt, ehrwürdig, sie ist noch immer da, grün, saftig, belaubt wie eh und je. Er blickt an ihr hoch, muss sich weit strecken, um bis zu ihrem Gipfel zu sehen, denn er ist wieder der kleine Junge, in seiner Tunika, in seinen ledernen Sandalen. Der Junge ist fröhlich, er durchstreift das hohe Wiesengras um ihn mit seinen Fingerspitzen, betrachtet die tief stehende Sonne am Horizont, die die Szenerie in magisch wirkendes Licht taucht. Der kleine Junge, der einmal Tamnainn heißen wird, atmet tieft durch, läuft dann jauchzend durch das Gras, beachtet die Blumen um ihn nicht, er rennt auf die Böschung zu, denn er weiß, was ihn dahinter erwartet. Doch als er sich durch die Gräser bewegt, auf das Sumpfgras hin, welches die Böschung bedeckt, merkt er, wie er hinkt, dass er sich nicht frei bewegen kann. Er blickt seinen Körper hinunter, und erschrickt, als er bemerkt, dass er voller Blut ist. Seine weiße Tunika, sie ist blutüberströmt. Schmerz. Der Junge beginnt zu weinen. Seine Stimmung, seine Freude, es ist alles dahin. Sein ganzer Körper, er scheint nur aus Schmerz zu bestehen, aus Schmerz und Angst. Mühsam klettert er die Böschung hoch, zieht sich verzweifelt, die Tränen in den Augen, an den dicken Gräsern hinauf. Erleichtert entdeckt er, dass sie da ist, und auf ihn wartet. Bekümmert steht sie auf dem Steg, schaut zu ihm hinauf. Sie ist noch immer die gleiche, schöne Frau, mit den dunklen, lockigen Haaren - so, wie er sie vom letzten Mal kennt. "Mama!", schreit der kleine Junge, "Mama, es tut so weh!". Er stolpert hinunter, auf den Teich zu, während die Frau ihm entgegen gelaufen kommt. Endlich, endlich kann er sie ihn die Arme schließen. Und der Schmerz, der Schmerz ist weg, das Blut, das Blut ist weg, ist versickert, in den Himmel, in dem sich das Kind befindet. Endlich ist er da, wo er immer hinwollte. Nichts stört das Kind mehr in seiner Glückseligkeit, da unten, beim kleinen Tümpel an der großen Eiche. Und doch meldet sich eine leise Stimme im Jungen. Sie ist schwach, ist leise, doch sie ist da. "Sie ist eine Versuchung! Bleib weg, Kind, bleib weg!" Der erwachsene Tamnainn, er ist schwach, er ist krank, doch er ist noch da. Das Kind wird traurig, ist beschämt. "Lug, was ist los? Was hast du auf dem Herzen?", fragt ihn die Frau besorgt. "Was, wie nennst du mich? Ich bin nicht Lug, warum nennst du mich Lug???", verwundert schaut das Kind aus seinen großen Augen auf die Mutter. "Wer bist du überhaupt?", fragt es zornig und schüttelt den Kopf. Er stößt die Mutter von sich und geht in Richtung Wasser. Es schaut tief aus, vereinzelt laufen Insekten auf der Wasseroberfläche, hinterlassen ihre Spuren als Kreise auf der Oberfläche. Verwundert beobachtet Lug sie eine Weile, dann geht er an den Rand des Tümpels, und schaut hinein. Er sieht kein Spiegelbild. Doch dann scheint sich etwas zu bewegen. Lug beugt sich tiefer hinunter, um etwas erkennen zu können. Das Bild im Wasser, es nimmt eine Form an, er kennt die Form, er kennt sie aus Bildern. Lug zwickt die Augen zusammen. Jetzt, es wird größer, die Gestalt, sie ist real. Es ist Gott. Khamulos. Großer Khamulos. Und Lug schaut zurück auf seine Mutter, er schnaubt verächtlich die Frau an, die ist, was alle Frauen sind: eine Versuchung. "Großer Gott, vergib mir!", flüstert der Knabe, und steigt in den Tümpel, um zum Herrn zu gelangen. Und es ist nicht mehr Lug, der in den Tümpel steigt, es ist Tamnainn. Es ist Tamnainn, der noch einen letzten Blick zurück wirft auf die Frau, wie sie dahockt am Rande des Gewässers und bitterlich weint. Es ist Tamnainn, und Tamnainn blutet.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 28, 2010 4:25 pm

Tamnainn's Augen öffnen sich nur schwerlich. Seine Sicht ist mehr verschwommen als klar. Sollte er versuchen sich irgendwie aufzurichten, wird er schnell feststellen, dass er dadurch nur einen heftigen Schwindelanfall bekommt. Der Körper des jungen Novizen rumort deutlich spürbar. Es fühlt sich für ihn fast so an, als würden die Schmerzen nun noch intensiver wirken, weil das Adrenalin und der Trancezustand fehlen. Offenbar liegt er ausgezogen und badagiert im Bett seines Quartiers. Das einzige Geräusch das er in diesem Augenblick wahrnimmt, ist das Knacken der Fackeln an den kalten Wänden. Nach ein paar weiteren Sekunden hört er die Zimmertüre quietschen. Schritte die sich ihm nähern, sind jetzt zu hören. "Bist du wach?" fragt eine just in diesem Moment unbekannte Stimme. Dem Klang nach zu urteilen handelt es sich um eine ältere Person, die Tamnainn allerdings durchaus bekannt sein könnte.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 28, 2010 10:51 pm

"Wo, wo bin ich? Wer bist du?" Leise, beinahe flüsternd ist die schwache Stimme des Novizen zu vernehmen. Nachdem er aufgewacht war, hatte er instinktiv versucht, sich umzusehen und aufzurichten, was sein Körper jedoch nicht mitgemacht hatte. Daraufhin war er ins Bett zurückgefallen, was große Schmerzen verursacht hatte. Schmerzen, die seinen schwachen Körper durchziehen, ihn quälen. Tamnainn ist zwar darauf trainiert, diese zu ignorieren, doch kann er sie in diesem schwachen Zustand schwer ausblenden, noch dazu, wo er durch seine Veranlagung Wunden stark zu spüren pflegt, und sie auch Angst in ihm hervorrufen. Seine letzte Erinnerung ist der Staub in der Arena, und die Angst. Dann hatte er wilde Träume gehabt, dass weiß der Novize, doch lediglich an den Traum von ihm als Kind kann er sich genauer erinnern. Was er wohl zu bedeuten hat. Diese Gedanken schwirren Tamnainn durch den Kopf, als er auf eine Antwort von der unbekannten Person erhofft, und darauf wartet, endlich klar sehen zu können.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Aug 04, 2010 6:11 pm

"Bleib lieber liegen." brummt die Stimme lakonisch nach Tamnainn's vorschneller Aktion. Die Person stellt ein Tablett mit etwaigen Gegenständen auf den Tisch, was sich darauf befindet ist ihm noch nicht klar. "Du müsstest eigentlich wissen wo du bist." erwidert eine Männerstimme mit einer Spur Sarkasmus. Auf die zweite Frage, antwortet die noch unbekannte Person rein gar nichts. Erst als sich diese über das Gesicht des Novizen beugt, wird klar wer sie überhaupt ist. Es handelt sich um den Chefkoch und Sklavenanführer in Personalunion, Jonatharh, der auch der Vater von Ruainaigh ist.
Tamnainn weiß nicht viel über ihn, weil Ruainaigh ihn zunehmend nicht mehr so oft erwähnt. Früher tat er es häufiger, heute ist dies nicht mehr der Fall. Das einzige was er weiß ist, dass Jonatharh seinem Sohn ein besseres Leben als sich selbst ermöglichen wollte, denn das Slavendasein ist nicht leicht, auch dies ist dem Novizen bestens bekannt. Jonatharh's Kleidung ist schlicht, sehr schlicht, wenngleich auch ein wenig ordentlicher als die der übrigen Slaven, was wohl auch seinen Status deutlich machen soll. Aufgrund seines Alters, sind seine Haare schon lange ergraut und viele sind ihm auch bereits ausgefallen. Darum ist ihm nur noch eine Frisur in Form einer Halbglatze erhalten geblieben. Die Ähnlichkeiten mit seinem Sohn sind nicht zu übersehen. Insgesamt sieht er aus wie eine ältere Version von Ruainaigh.
"Seit drei Tagen schläfst du schon. Da du wach bist und sprechen kannst, denke ich das du überleben wirst. Du hattest bei deiner Verletzung viel Glück. Eigentlich dachte jeder das du einfach verbluten wirst oder nicht mehr aufwachst." Es dürfte für den Magier nicht gerade verwunderlich sein das ein Sklave seine Wunden versorgt. Bei den Kenget gibt es so etwas wie Heiler nicht und sie wollen das auch gar nicht. Wie der Schild, stellt das Heilen nur ein Zeichen der Schwäche dar. Aufgrunddessen sterben auch einige Kenget nach einem Kampf oder einer Zeremonie. Der Chefkoch wendet sich wieder von Tamnainn's Bett ab. "Meine Frau hat deine zerissene Robe wieder zusammengeflickt, wenns genehm ist." erwähnt der Slavenanführer nebenbei, während er im Zuge dessen die Mantelrobe um einen Stuhl schlägt, was in dem ruhigen Raum, mit den Ohren sehr gut wahrzunehmen ist. "Du wirst noch eine zeitlang an dieses Bett gebunden sein, darum versuch dich gar nicht erst aufzurichten. Deine Verbände müssten auch wieder gewechselt werden, weil sie bestimmt voller Blut sind. Sag einfach wenn du breit bist, dann bringen wir das hinter uns." Ohne noch etwas hinzuzufügen, setzt er sich auf einen Stuhl und wartet.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Aug 06, 2010 1:26 pm

Tamnainn ist froh mit Jonartharh ein zumindest vom Sehen bekanntes Gesicht bei sich zu haben. Die Schmerzen pulsieren in seiner Wunde, unaufhörlich versuchen sie den Novizen zu quälen, der sich jedoch darauf konzentriert. Er will jedenfalls jetzt keinesfalls mehr sterben, das würde bitteres Dahinsiechen werden. "Du kannst sie ruhig gleich wechseln, Jonartharh", sagt er also, in Furcht vor den weiteren Schmerzen die er jetzt wohl ertragen wird müssen. Die Tatsache, dass sich die Sklaven um seine Kleider kümmern, nimmt er als selbstverständlich hin.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Aug 07, 2010 8:12 pm

Tamnainn's Angst ist nicht unbegründet. Sogleich macht sich Jonatharh daran seine Verbände zu wechseln. Zunächst muss sich der Novize dazu sehr schmerzhaft aufrichten. Es ist ein Kraftakt für ihn, aber nicht nur das. Anschließend kommt kalte Luft an seine Wunden, was sich natürlich durch Mark und Bein zieht. Außerdem werden die Verletzungen so gut es geht mit einem nassen Lappen gereinigt. Besonders sanft scheint der knallharte Chefkoch auch nicht zu sein, jedoch macht er dies nicht mit Absicht, er ist eben kein Heiler. Die ganze Prozedur dauert nicht allzu lange, dann ist sie schon vorbei. Für den Magier muss sich dies wahrscheinlich wie eine Ewigkeit angefühlt haben. Jedoch tun die frischen Verbände durchaus gut, auch wenn es selbst durch höchste Konzentration nicht möglich ist das Brennen komplett auszublenden. "Fertig." meint Jonatharh lediglich lakonisch. "Du kannst dich jetzt wieder aufs Ohr haun. Es gibt erst später Essen." Ohne auf die Reaktion des Novizen zu warten, ist er sogleich im Begriff das Zimmer zu verlassen, falls dieser dem ganzen nichts hinzufügen möchte.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Aug 07, 2010 11:14 pm

Der Novize hat während der schmerzhaften Prozedur kein Wort von sich gegeben, auch nicht gestöhnt oder sich die Schmerzen anmerken lassen. Eine Überwindung, die den jungen Magier viel Kraft gekostet hat, ist er doch von Natur aus für Schmerzen sehr anfällig, was dazu führt, dass es größere Konzentration braucht, um die Schmerzen nicht oder nur schwach wahrzunehmen. Müde von der Anstrengung sagt Tamnainn auch jetzt kein Wort, auch wenn ihn die Schmerzen plagen und er jetzt auch noch den Hunger spürt, der nach dem langen Schlaf natürlich in ihm rumort. Als Jonartharh aufsteht, um aus dem Zimmer zu gehen, flüstert er dennoch ein leises "Danke!", auch wenn es nicht üblich ist, sich bei einem Sklaven zu bedanken. Doch Tamnainn weiß, was er an dem Chefkoch hat, und er fühlt eine merkwürdige Art an Zuneigung zu dem unreinen Wesen in sich. Ob es an diesem merkwürdigen Traum liegt, den er vor kurzem hatte? Er denkt zurück, und erinnert sich, die Szene schon einmal in seinen Meditation ganz ähnlich durchlebt zu haben. Beim Gedanken an die Frau tritt ein Lächeln auf die Lippen des Novizen. Müde und entkräftet wie er ist, schläft er ein.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Aug 10, 2010 9:45 am

Jonatharh dreht sich noch einmal um und nickt lediglich auf den Dank Tamnainn's. Anschließend ist er sogleich aus der Türe. Leise schließt er sie, während sich der Novize weiterhin ausruht.
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Viel später an diesem Tag bekommt er eine anständige Mahlzeit serviert. So unsanft der Sklavenanführer sein mag, doch seine Kochkunst ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Vielleicht ist es Tamnainn aber auch nur gewohnt hier zu essen. Etwas anderes kennt er schließlich fast gar nicht. Eine der zerzausten Sklavinnen füttert ihn unter Aufsicht eines Kledos. Ganz anders wie Jonatharh, dürfen sich die restlichen Slaven nicht frei bewegen. Ohne bei dem gesamten Besuch etwas zu sagen, verschwindet die Sklavin wieder nachdem der Novize soviel Essen zu sich genommen hat wie er im Moment möchte.
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Die folgenden Tage sind für den angehenden Oqulo eine Qual. Mehrmals vereitert seine Wunde, aufgrund der nicht fachgerechten Behandlung und muss unter sehr großen Schmerzen gereinigt werden. Als er auch noch Fieberanfälle bekommt, denken manche abermals es sei um ihn geschehen. Mit größter Mühe bekommt Jonatharh die Verletzungen schließlich mittels Heiltränke in den Griff. Der Einsatz dieser Tränke wird mehr oder weniger geduldet, weil niemand in Khamulon an einem einfachen Husten sterben möchte. Mächtige Heilung in Form von Magie, wird allerdings strikt abgelehnt. Jonatharh kümmert sich jedoch vorwiegend alleine um den jungen Magier, weshalb ihm auch keiner reinredet.
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Es vergehen weitere Tage, doch Tamnainn geht es stetig besser. Das Pulsieren seiner Wunde in der rechten Brust scheint noch ein paar Tage anhalten zu wollen. Wenigstens ist er nun in der Lage sich selber die meiste Zeit zu bewegen. An einem Tag klopft es plötzlich an der Türe. Als ungewöhnlich könnte man dies bezeichnen, denn in letzter Zeit hat er den Chefkoch und ein paar andere Sklaven zu Gesicht bekommen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Aug 10, 2010 10:49 am

Die letzten Tage waren für den Oqulo-Novizen von dauernden Anstrengungen geprägt. Der ständige Kampf, seine Schmerzen zu unterdrücken, war ein andauernder Kraftakt, die viele Kräfte, die Tamnainns Körper zur Wundheilung gut hätte gebrauchen können, verschließ. So verfiel er immer wieder in unruhigen, von wilden Träumen geprägten Schlaf. Immer wieder kam dabei jenes Bild von der Frau am Teich vor, das Tamnainn nicht verstand und ihn beunruhigte. Gleichzeitig tauchten Bilder vom Kampf und vor allem die letzten Szenen in ihm auf. Im wurde bewusst, wie er kurz vor seinem entscheidenden Schlag an Kamulos gezweifelt hatte, und was für ein verlorenes Gefühlt da in ihm gewesen war. Er bereute diese Gedanken zutiefst, verstand aber gleichzeitig, warum er sie gedacht hatte, konnte er sich an die Umstände und ihre Unannehmlichkeiten gut erinnern. Doch er wusste, dass die Wirkung seines allerletzten Angriffs zu einem Gutteil Kamulos zu verdanken war, der ihn geführt hatte. Umso öfter versuchte er zu beten und um Vergebung zu bitten, halb im Traum, halb wach. Doch der Schmerz verhinderte, dass er sich darauf wirklich konzentrieren konnte. So siechte Tamnainn dahin, immer wieder in Verzweiflung, immer wieder im Glauben, sterben zu müssen.
Doch der Schmerz verging - langsam und quälend, aber er ging. Er schöpfte neue Hoffnung, konnte sich endlich wieder freier bewegen, konnte beten, nachgrübeln. Er fühlt, dass wieder Leben in ihn triit, und er wird wieder optimistischer. Tamnainn freut sich, als er das Klopfen vernimmt, dass sicher Abwechslung in seiner tristen Zelle bedeutet. Er ruft also ein lautes "Herein!", um den Besuch begrüßen zu können.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Aug 10, 2010 2:12 pm

Nach Tamnainn's Erlaubnis hin, öffnet sich ein wenig quietschend die Türe und ein Blondschopf tritt hindurch. Es ist Ruainaigh, der ihm offenbar einen Besuch abstatten möchte. "Fantastisch alter Knabe! Ich hätte nicht gedacht das ich dich nochmal lebend zu Gesicht bekomme." Der blonde Novize bringt sofort eine Art euphorische Stimmung in den Raum hinein und wirkt wahrlich ausgelassen. Während er in dem relativ kleinen Zimmer auf und ab geht, mustert er ausgiebig den schwarzhaarigen Magier. Anschließend nickt er einmal kräftig. "Du könntest dir mal wieder was anziehen, hast schon einmal besser ausgesehen, aber ich würde sagen tausendmal besser wie Owen. Dessen glorreiche Beerdigung hast du übrigens verpasst, nur mal so am Rande. Oh bei Kamulos... ich hätte dir wirklich nicht zugetraut das du diesen Brocken schaffst." Nachdem Ruainaigh geendet hat, klopft er Tamnainn schließlich auf seine rechte Schulter. Nicht sehr fest, jedoch reicht es aus, damit ihm ein ziehender Schmerz durchzuckt.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Aug 10, 2010 2:56 pm

Tamnainn freut sich ungemein, Ruainaigh zu sehen. Er muss unwillwürlich über die Ausgelassenheit des Kollegen grinsen. Als dieser ihn berührt, zuckt er jedoch zusammen, auch wenn er sich bemüht, sich den Schmerz möglichst nicht anmerken zu lassen. Tamnainn versucht sofort abzulenken. "Ach, war doch klar, dass der Kledo mit seinen lächerlichen Waffen keine Chance hat", meint er bemüht lässig, "wie hat dir denn mein Dämon gefallen?"
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