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 Khamulon

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phainom
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jun 13, 2010 5:09 pm

Tamnainns Herz schlägt bis zum Hals, sein Bauch ist in ein mulmiges Gefühl getaucht, doch sein Geist ist wach und lässt sich weder von den fürchterlichen Säulen, deren Anblick er ohnehin gewohnt ist, noch vom Lärm, den die Zuschauer verursachen verunsichern. Auch die Bemalung des Kledo scheint ihn nicht zu erschüttern, hat er ähnliche Bemalungen doh schon bei früheren Gebeten gesehen. Er atmet tief durch und geht in die Mitte des Platzes auf Arthor zu. Er fleht noch einmal Kamulos an, ihm beizustehen und die Waffen des Kledo zu zerschmettern. Als er bei Arthor angekommen ist, neigt er den Kopf ehrfürchtig vor dem Alten "Skeima Din, Arthor!", sagt er mit einer Stimme, die merkwürdig hohl klint.
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Micky
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jul 04, 2010 10:45 am

Owen tut es Tamnainn gleich als er bei Arthor ankommt. Schlicht antwortet dieser: "Seid gegrüßt, ihr Krieger Kamulos!" Zwar ist der Novize noch lange kein vollwertiger Kenget, doch es ist klar wem der heutige Kampf gebühren wird. Der Zeremonienmeister hebt beide Hände nach oben um Ruhe in die Arena zu bringen. Nach und nach verstummen die noch vor Minuten so lautstarken Gebetsteilnehmer von Sekunde zu Sekunde, bis plötzlich kein Laut mehr zu hören ist. Eine fast gespenstische Ruhe macht sich augenblicklich auf Kamulos' Schlachtfeld breit. Prüfend ob auch alle still sind, sieht sich Arthor noch einmal um und lässt seinen Blick langsam über die Ränge schweifen. Alle Kenget knien schließlich nieder, obgleich nicht alle ihr Haupt senken, oder nur teilweise. Mit starker Stimme, damit ihn jeder versteht, beginnt der Druide zu sprechen:
"Wir sind hier und heute alle zusammen gekommen, um unter dem Antlitz Kamulos ein Gebet zu sprechen. Ein Gebet, dass unserem Gott Ehre gebieten soll und ihm zeigen soll, dass wir die Kenget, jederzeit bereit sind unser Leben in seinen Dienst zu stellen und zu sterben. Jeder von uns sollte bereit sein für den letzten Kampf, denn dieser wird kommen. Mut, Ruhm und Ehre sind die Schlüssel für die Entscheidung dieses glorreichen Kampfes und alle die bis dahin folgen werden. Nur wer über diese Eigenschaften verfügt, darf sich als wahrer Kenget bezeichnen!" Ein bestätigender Jubelschrei schallt wie im Chor durch die Arena. Arthor nutzt seine Hände um auf den Kledo und den Novizen zu zeigen. "Unsere beiden Brüder hier, Owen und Tamnainn, besitzen diesen Mut um Ruhm zu erlangen und nach dieser Zeremonie auch die Ehre, die Kamulos zufriedenstellen wird. Viele von euch wissen das Tamnainn noch kein vollwertiger Kenget ist, jedoch zeigte er den Willen einen Kledo aus unseren Reihen herauszufordern und Owen zögerte nicht die Herausforderung anzunehmen. So lasst uns gemeinsam diesem Gebet beiwohnen." Blitzschnell breitet der Zeremonienmeister seine Arme in beide Richtungen aus. "Für Kamulos!" Erneut geht ein Jubelschrei durch das Schlachtfeld.
Arthor entfernt sich währenddessen schlussendlich von den Kriegern und verschwindet durch eines der Tore, dass sich anschließend wieder schließt und so Owen und Tamnainn in einem Kampf auf Leben und Tod einsperrt. Sachte tritt der Kledo nun wieder, wie es üblich ist bei den Kämpfen, ein paar Meter zurück um Abstand zum angehenden Oqulo zu gewinnen. Es herrscht wieder eine bedächtige Ruhe in der Arena, doch der Novize weiß, dass die Zuschauer des Gebets ihre Begeisterung nicht lange im Zaum halten können. Vor allem wenn der Kampf am Höhepunkt ankommt, was der Zeremonienmeister ihnen nicht verübeln wird. Denn dieser greift nur ein, falls einer der Kontrahenten dem Kriegsgott Unehre bereitet. Der Fokus der gesamten Arena liegt nun auf den beiden Kriegern. Owen setzt ein schiefes Grinsen auf. "Ich werde jetzt zuende bringen was schon lange überfällig war. Aber du kannst dich glücklich schätzen durch die Hand eines wahren Kenget zu sterben. Los! Kämpfen wir!" brüllt er mit entschlossener Stimme. Wie ein Berserker läuft er auf den jungen Magier zu, mit dem Ziel sein Langschwert in ihn hinein zu rammen.

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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jul 04, 2010 11:08 am

Nachdem der Zeremonienmeister das Gebet beendet hatte, war Tamnainn ebenso wie sein Gegner einige Schritte zurückgegangen. Der Novize weiß, dass er den Abstand zu Owen und seinem klingendem Langschwert möglichst lange möglichst groß halten muss. Er ist während des Gebets in Konzentration versunken, nimmt die Zuschauer kaum mehr wahr, hört die Worte des Gegners lediglich wie aus weiter Ferne. Er weicht mit gebeugten Knien weiter zurück, während sein Geist eins wird mit unvorstellbarer Angst, die ihn jedoch nicht lähmt, sondern seinen Widerstand erst möglich macht. Er spürt die feurige Wärme, die in seinen Armen wird, die aus seinen Händen strömt, während er auf den Kledo zielt, und seinen Feuerball schließlich auf ihn abschießt.

[Feuerball; -20 SP]
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Jul 09, 2010 9:58 pm

Einfache magische Kunst wie einen Feuerball, erwartet der kampfbereite Owen natürlich bei einem angehenden Oqulo. Somit kommt der Versuch ihn auf Distanz zu halten nicht überraschend. Womit er nicht gerechnet hat ist die Hitze die diesem Feuerball umgibt. Schon von weitem strahlt sie den Kledo unbarmherzig an und treibt ihn somit Schweißperlen auf die Stirn. Seine erste Reaktion sieht vor, dem heißen Geschoss auszuweichen, was ihm trotz seiner Flinkheit nicht vollends gelingt. Owen zieht in seiner Verzweiflung das Schwert nach oben, darauf bedacht seine Armschienen dem Angriff entgegenzustrecken. Damit will er verhindern das sein Gesicht Schaden nimmt. Der Feuerball prallt letztendlich kraftvoll auf die Arme des Kriegers auf. Doch nicht nur das, er umschlingt fast dessen gesamten Oberkörper und hüllt ihn in Flammen.
Als sich der Feuerball schließlich verflüchtigt und sich rauchend zur Decke der Arena hin auflöst, sind an Owen's Rüstung, den Armen, dem Hals und im Gesicht, deutliche Spuren von Verbrennungen und Ruß zu entdecken. Doch der Kledo lässt sich davon nicht verunsichern. Tapfer erträgt er die Schmerzen zähneknirschend. "Deine Feuerkunst wird mich auch nicht aufhalten!" brüllt er immer noch unbeirrt. Da er zu weit von Tamnainn entfernt ist, greift er sich eine Wurfaxt von seinem Rücken und wirft diese mit einer Hand, aber durchaus voller Stärke in Richtung des jungen Novizen.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Jul 10, 2010 6:16 pm

Als Tamnainn die Wurfaxt aus sich zurasen sieht, duckt er sich möglichst schnell, indem er seinen Körper in Richtung des staubigen Bodens wirft, um dem gefährlichen Geschoss auszuweichen. Sollte er das schaffen, schießt er abermals einen Feuerball in Richtung des Kledo ab. Falls die Axt ihn trifft, entzieht er Owen Leben.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 14, 2010 2:45 pm

Das Ausweichmanöver gelingt nicht so wie gedacht. Genau in dem Moment als Tamnainn sich versuch zu Boden zu werfen, trifft ihn die Axt während des Fluges am Oberarm. Zwar hat ihn die Waffe nur gestriffen, doch wird seine Haut samt Robe dabei aufgerissen und hinterlässt eine klaffende Wunde. Mit der Macht der Magie, kann sich der Novize allerdings mehr oder weniger selbst heilen, indem er Owen's Körper Kraft stiehlt. Sofort fühlt sich die Verletzung weniger schmerzhaft an und das Blut der Wunde wird nach ein paar Minuten versiegen. Der Kledo hingegen spürt einen kurzen Anfall von Schwäche, was ihn für den Moment zumindest aus der Bahn wirft. Etwas benommen und leicht schwankend, greift er sich an den Kopf. "Deine Tricks werden dir auch nichts bringen Tamnainn!"


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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 14, 2010 5:58 pm

Schockiert betrachtet Tamnainn seine Wunde. Auch wenn sie durch den soeben angewandten Spruch schon fast wieder abgeheilt ist, und er dank seines langen Trainings als Novize die Schmerzen kaum wahrnimmt, flackert unsägliche Angst in ihm hoch, wie er es schon mehrmals in Situationen gespürt hat, in denen er beinahe verwundet wurde. Doch die Worte seines Gegners wecken Tamnainn wieder auf. Als er bemerkt, dass der Kledo sich von seinem Spruch noch nicht richtig erholt hat, schleudert er sofort einen weiteren konzentrierten Feuerball in dessen Richtung.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Jul 16, 2010 5:29 pm

Nur schleichend kommt Owen wieder zu sich, jedoch schafft er es nicht rechtzeitig die Situation zu erfassen. Der Feuerball des Novizen trifft ihn frontal. Alles in allem hat er dennoch Glück, dass ihm das heiße Geschoss nicht direkt in sein Gesicht fliegt. Von der Wucht und der bestialischen Hitze erfasst, reißt es ihn von den Beinen. "Arrrrgh!" stößt der Krieger noch überrascht hervor. Die Menge tobt deutlich nach diesem Angriff.
Das Geräusch von kleinen Metallteilen, gepaart mit dem Gestank verbrannten Fleisches, bahnt sich seinen Weg in Tamnainn's Sinne. Für den Moment sieht es so aus als wäre der Kledo besiegt. Einen Augenblick später fängt sich sein Körper allerdings an wieder zu bewegen, was durch ein weiteres Raunen der Zuschauer honoriert wird. Owen richtet sich langsam auf, aber er richtet sich auf. Teils gestützt auf sein Schwert, doch immer noch nicht gebrochen, sieht er den Magier in seine Augen. Unterdessen merkt dieser, das dessen Wunde wieder anfängt stärker zu schmerzen, als noch vor ein paar Sekunden.
An mancher Stelle sind seine Haare schon ein wenig angekokelt und auch seine Hose sieht nicht besser aus. Am schlimmsten sieht es jedoch für seine Kettenrüstung aus. In der Mitte von eben dieser, befindet sich ein großes Loch und sie scheint nicht mehr brauchbar zu sein. Owen streift sich den unnützen Schutz von den Schultern. Krachend knallt die schwere Rüstung auf den Boden der Arena. Jetzt erst, sieht man das wahre Ausmaß von Tamnainn's Angriff. Eine große Narbe ziert den krebsrot leuchtenden Oberkörper des Kledos. "Gar nicht mal schlecht Novize... gar nicht mal schlecht... aber das reicht nicht für einen wahren Kenget! Ich werde dich jetzt töten... für Kamulos!" brüllt er fanatatisch und stürmt rußüberströmt los.
Owen, der noch lange nicht geschlagen scheint, schafft es dank seiner neu erlangten Wendigkeit, schnell zum Novizen vorzudringen. Hinter einer Säule in dessen Nähe versteckend, wirft er eine weitere Wurfaxt hervor. Erbarmungslos, rast die präzise geworfene Waffe auf den jungen Magier zu.



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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Jul 17, 2010 2:36 am

Blitzschnell versucht Tamnainn, dem neuerlichen Geschoss auszuweichen. Wilde Angstwellen durchströmen daraufhin seinen Körper. Der sicher geglaubte Sieg und die neuerliche Auferstehung Owens haben ihn beeindruckt. Die offene Wunde löst ihn ihm eine furchtbare Furcht aus. O Gott Kamulos, lass es nicht so weit kommen, stöhnt er, während er auf die Knie sinkt. Er hebt die Arme gegen den Himmel, lässt sich auf die Angst, den Schrecken in ihm ein. Die Furcht sammelt sich, sie strömt aus seinen Poren, seinen Händen. Vor ihm entsteht der Dämon, die materialisierte Furcht. "Dämon, der ich dein Gebieter bin! Vernichte den Kenget. VERNICHTE ihn!" stammelt Tamnainn flüsternd, aber eindringlich.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 21, 2010 5:47 pm

Obwohl Tamnainn in der Nähe von Owen steht, streift ihn die Axt, dank seiner Reflexe nur an der rechten Schulter. Dies, und die nun wieder zu bluten beginnende Wunde an seinem linken Oberarm, schüren seine Angst umso mehr. Dadurch ist es für den Novizen sogar möglich, dass erste Mal in seinem Leben einen Dämon zu materialisieren. Die Zuschauer beginnen jetzt lauter zu werden, denn sie sind wahrlich beeindruckt von den Fähigkeiten der beiden Kämpfer.
Als wäre das gruselige Erscheinungsbild des Dämon, mit seinen leuchtenden Augen und den großen Fingern um ihn herum nicht schon genug, strahlt er zusätzlich noch eine unglaubliche Furcht aus, die sich sofort sowohl auf Owen, aber auch auf Tamnainn überträgt. Angst, ist nun allgegenwärtig auf diesem Schlachtfeld. Da der Magier den Dämon erschaffen hat, ist besonders er von der Angst betroffen. Er steht jetzt mit der Furcht in geistigem Kontakt. Seine Aufgabe wird sein, sie weiterhin zu bändigen und dabei auch noch die eigene Angst zu bewältigen.
Owen kommt hinter der Säule hervor und schreckt zurück. Dies ist seine erste Reaktion auf Tamnainn's Schachzug. "W... wie kann... wie kann das sein? Du bist doch nur ein... ein einfacher Novize! Es dürfte dir gar nicht möglich sein einen Dämon zu erschaffen!" brüllt er ängstlich herum. Im ersten Moment bewegt sich die Furcht nicht, ist jedoch auf ihren vermeintlichen Gegner fixiert. Der Kledo, der im Augenblick von seiner Angst wie gelähmt scheint, bleibt einfach nur wie angewurzelt stehen. Plötzlich entsendet der Dämon einen Feuerball auf ihn. Im letzten Moment schafft es Owen seine Angst zu überwinden und hechtet hinter die nahegelegene Gespenstersäule. Am Ende verpufft das heiße Geschoss daran und wird von der furchterregenden Fratze regelrecht absorbiert.
In diesem Augenblick, befindet sich Tamnainn's Gegner eindeutig in der Verteidigung. Zurückgedrängt wartet er hinter der Säule und suhlt sich noch in seinem sichergeglaubten Schutz, während sich die Furcht weiterhin unaufhaltsam auf ihn zu bewegt. Ein paar Meter ist sie noch entfernt, doch sie kommt immer näher.


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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 21, 2010 7:02 pm

Tamnainn steht auf dem Feld. Um ihn herum ist es schwarz geworden, er sieht die johlenden Zuschauer nicht mehr, hört ihre Zurufe nicht, spürt auch nicht die Wunde an der rechten Schulter. In seiner Konzentration existieren für ihn lediglich der Dämon, Owen und die Säule zwischen ihnen. Die Angst droht ihn zu ersticken, wühlt ihn innerlich auf. Nur dank seiner Meditationen, insbesondere am Vortag, kann er noch die Oberhand behalten. Zitternd wankt er langsam auf die rechte Säule zu, während er seinen Geist auf die Furcht einlässt. "Nach links, umkreise ihn gemeinsam mit deinem Meister", flüstert er, ohne zu wissen, ob der Dämon ihn hören kann. "Vernichte ihn, vernichte den Kledo!", befiehlt Tamnainn abermals, während er sich selbst darauf vorbereitet, abermals einen Feuerball zu sprechen, sollte Owen auf seiner Seite zum Vorschein kommen.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Jul 23, 2010 12:22 am

Owen versteckt sich weiterhin hinter der Säule, einen Blick wagt er nicht. Als die Furcht den Befehlen ihres Meisters Folge leistet und auf der linken Seite auftaucht, will er sofort die Flucht in die andere Richtung ergreifen. Der sich mittlerweile in Trance befindende Tamnainn, entsendet einen weiteren Feuerball auf den Kledo. Jedoch hat dieser Glück im Unglück, denn er schafft es irgendwie das heiße Geschoss abzuwehren, indem es an seiner unsichtbaren Aura schlichtweg verpufft. Er hatte sich schon die Arme vor das Gesicht gehalten und womöglich auf den sicheren Tod gewartet, umso überraschter ist er, dass es dazu nicht gekommen ist. Nun scheint der Weg frei für ihn zu sein. Obwohl sich Owen bis jetzt wirklich nicht immer geschickt beim Kämpfen angestellt hat, weiß er doch, dass er den Spuck des Dämon beenden kann, wenn er den Erschaffer von eben diesem tötet. Schnell und präzise greift er sogleich an. Da Tamnainn relativ nahe an Owen gestanden ist, bleibt ihm nach dessen Angriffswut, gar keine andere Wahl als auszuweichen. Mit einer blutgierigen Klinge, wird der Magier zunächst zurückgetrieben, weiter weg vom Dämon, der allerdings weiterhin sein festgelegtes Ziel verfolgt. Dem ersten Schlag kann er noch ausweichen, doch beim Zweiten kommt er schon mehr in Bedrängnis. Das Langschwert bohrt sich schließlich beim dritten und vorerst letzten Hieb, erbarmungslos in die rechte Brust von Tamnainn. Wie sehr heißes Feuer, fühlt sich der brennende, aber vor allem stechende Schmerz an. Vermutlich bekommt er gerade einen guten Eindruck, wie schmerzvoll die Feuerbälle für Owen eigentlich waren. Durch die Wucht des Angriffs, wird er zusätzlich noch von den Beinen geholt und landet im Zuge dessen mit dem Rücken auf dem steinigen Boden der Arena.


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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Jul 23, 2010 10:13 pm

In hohen Wogen peitscht die Angst durch Tamnainns Geist, lässt ihn nicht zur Ruhe kommen. Der Dämon, den sein Geist heraufbeschworen hat, der überraschende Angriff Owens nach sicher scheinendem Sieg, seine wilden Attacken und schließlich sein Treffer haben den Novizen in tiefe Furcht gestürzt. Verzweifelt liegt er im Staub der Arena, ober ihm das graue Gestein der Decke, hustet er den Dreck aus seinen Lungen, mit Blut vermischt. Das ist er also, der Tod. Er scheint nichts Edles zu haben, nichts Schönes. Vor Kurzem hatte er sich den Tod im Kampf heroisch, heldenhaft schön vorgestellt, doch was war es jetzt? In erster Linie Angst, die pure Angst, ausserdem Schweiß, Blut und Staub. Was ist das Schöne? Was sollte ihn jetzt erwarten? Ein weiterer Hieb des Kledo, und wo würde er dann sein? Oh Kamulos! Ich komme zu dir, denn ich habe mich gut geschlagen! Freudentränen schießen Tamnainn in die Augen, als er daran denkt. Und was, wenn es nicht so ist? Was, wenn Kamulos nicht da ist, um ihn zu empfangen? Was, wenn es eine Lüge ist? Dann würde es so hässlich bleiben, wie es sich jetzt anfühlt? Oder würde es gar noch schlimmer sein, dunkle Leere etwa, grausiges Nichts, gähnend in der Dunkelheit?? Tamnainn scheint zu fühlen, wie ihn der Tod umgreift. Er ist ganz nah! Er ist nah, und er ist furchtbar! Wo ist der Gott, wo ist er? Wo ist Kamulos? Der zurückgehaltenene, besiegt geglaubte Zweifel in Tamnainns Herz, er bäumt sich auf, vermischt sich mit furchtbarer Angst vor dem Tod, vor dem Schwert des Gegners, vor dem selbstgemachten Dämon. Verzweifelt bäumt sich Tamnainn auf, aus seinen Fingern lodern heiße Flammen, als er dem Gegner in einer letzten Attacke die Hand in den Unterleib drückt, diesen zu versengen, und sich selbst vor dem Tod zu retten.
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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jul 25, 2010 7:03 pm

Während Tamnainn die steinige Decke der Arena in Augenschein nimmt, beobachtet Owen mit einem wahnsinnigen Blick das Blut an seiner Klinge. Die rote Flüssigkeit, tropft von dem kalten Metall direkt auf den Boden und versickert langsam aber sicher darin. "Ich habe es dir immer gesagt Tamnainn, du bist kein wahrer Kenget und du wirst auch nie einer werden." Sein Blick verrät sowohl Siegessicherheit, als auch einen unglaublich fanatischen Überlebenswillen. Wie ein Scharfrichter, erhebt er langsam das Langschwert in seiner rechten Hand. "Und weißt du auch warum? Weil ich dich jetzt töten werde!!!" Sogleich will er die Spitze der Klinge in das Herz des Novizen jagen. Doch kommt er nicht dazu, denn dessen eigener Überlebenswille, scheint genau wie auch die Finger anfzufangen, wie eine Flamme zu lodern. Tamnainn spürt förmlich, wie für einen kurzen Augenblick, ein ganz kleiner Teil von Kamulos' Kraft durch ihn hindurch strömt. Dadurch das der Kledo die Waffe weit über seinen Kopf erhebt, steht seine Verteidigung der eines Anfängern in nichts nach. Ohne jegliches Pardon, brennen sich die Finger des Magiers in die ungeschützte Haut von Owen. Dessen Langschwert und der Helm, fällt schließlich klirrend zu Boden, weil er noch versucht die Hände vom Novizen wegzuschlagen, was ihm jedoch nicht gelingt. Ein lauter Aufschrei geht von Owen aus, der allerdings im Raunen der Zuschauer untergeht, die Tamnainn schon besiegt glaubten. Wie betäubt steht der Krieger da und muss den Angriff über sich ergehen lassen. Der bestialische Geruch des verbrannten Fleisches, sucht sich schleichend seinen Weg, durch den Rauch hindurch, in die Nase des angehenden Oqulo.
Als die Flammen schlussendlich erlischen, stößt sich Owen von ihm weg und rollt mit schmerzerfüllten Schreien am Boden Arena herum. "Ahhhhh!!! Du verdammtes Schwein!" brüllt er nur gen Tamnainn. An aufgeben denkt er immer noch nicht, obwohl er gerade einen Schwall Blut auf dem Boden hinterlassen hat, der vermutlich aus seinem Magen stammt. Mit letzten Kräften zieht der Kledo seinen Dolch und kriecht teilweise zum mittlerweile endgültig kraftlosen Magier hin, weil er fast nicht mehr imstande ist auf zwei Beinen zu stehen. Kampfschreiend stürzt er sich mit dem großen Dolch beidhändig auf Tamnainn. "Stirb Unreiner!!!" Stille, der Tod ist allgegenwertig und wartet darauf den Gefallenen in sein dunkles Reich zu holen. Es scheint fast so, als würde die Zeit für einen ganz kleinen Moment still zu stehen. Kurz bevor die Waffe auf das Gesicht des Novizen trifft, fliegt sie ruckartig durch die Luft und landet unweit von dessen Kopf. Schnell wird klar was passiert ist, der Dämon hat sich Owen angenommen.
Die Furcht, mit ihren Fingern, hält sie ihn fest im Griff. Ihre Nägel bohren sich kontinuierlich in seinen Körper, zerdrücken ihn, rauben ihm die restliche Luft und saugen damit den letzten Lebenssaft aus ihm heraus. Aus den Druckstellen tritt Blut in rauen Mengen heraus, die ganze Prozedur sieht ziemlich schmerzhaft aus. Owen reißt die Augen weit auf, krächzt, versucht nach Luft zu schnauben und wehrt sich weiterhin tapfer. Nach langem Todeskampf, kurz bevor er zu Kamulos' Tafel reist, werden seine Augen letztendlich ehrfürchtig. Es sieht zwar aus als wäre er von der Angst aufgefressen worden, doch über diesen ehrenvolle Tod wird in Khamulon wohl noch einige Zeit geredet werden.
Nachdem der Dämon von Owen abgelassen hat, schlägt dieser wie ein nasser Sack auf dem Boden der Arena auf. Tamnainn's Gegner ist besiegt. Der Novize hat schließlich über den Kledo gesiegt, ihn in einem Kampf nach den Regeln der Kenget geschlagen. Auf Leben und Tod hieß es, jedoch wird der Gefallene noch höheren Ruhm erlangen, weil er für Kamulos, seinem Gott gestorben ist. Tamnainn's Körper schmerzt sehr, noch nie hatte er solch bestialische Schmerzen, ob er überleben wird weiß er nicht. Lange bleibt der am Boden liegende Magier nicht bei Bewusstsein, er kann sich nur noch für ein paar Sekunden wachhalten. Das Letzte was er sieht, sind die großen leuchtenden Augen der Furcht, seiner materialisierten Angst. Und mit dieser Angst im Kopf, fällt der Novize in einen tiefen Schlaf...


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BeitragThema: Re: Khamulon   So Jul 25, 2010 10:48 pm

Da ist er wieder. Tamnainn kennt die Umgebung, in der er sich befindet. Die Eiche, alt, ehrwürdig, sie ist noch immer da, grün, saftig, belaubt wie eh und je. Er blickt an ihr hoch, muss sich weit strecken, um bis zu ihrem Gipfel zu sehen, denn er ist wieder der kleine Junge, in seiner Tunika, in seinen ledernen Sandalen. Der Junge ist fröhlich, er durchstreift das hohe Wiesengras um ihn mit seinen Fingerspitzen, betrachtet die tief stehende Sonne am Horizont, die die Szenerie in magisch wirkendes Licht taucht. Der kleine Junge, der einmal Tamnainn heißen wird, atmet tieft durch, läuft dann jauchzend durch das Gras, beachtet die Blumen um ihn nicht, er rennt auf die Böschung zu, denn er weiß, was ihn dahinter erwartet. Doch als er sich durch die Gräser bewegt, auf das Sumpfgras hin, welches die Böschung bedeckt, merkt er, wie er hinkt, dass er sich nicht frei bewegen kann. Er blickt seinen Körper hinunter, und erschrickt, als er bemerkt, dass er voller Blut ist. Seine weiße Tunika, sie ist blutüberströmt. Schmerz. Der Junge beginnt zu weinen. Seine Stimmung, seine Freude, es ist alles dahin. Sein ganzer Körper, er scheint nur aus Schmerz zu bestehen, aus Schmerz und Angst. Mühsam klettert er die Böschung hoch, zieht sich verzweifelt, die Tränen in den Augen, an den dicken Gräsern hinauf. Erleichtert entdeckt er, dass sie da ist, und auf ihn wartet. Bekümmert steht sie auf dem Steg, schaut zu ihm hinauf. Sie ist noch immer die gleiche, schöne Frau, mit den dunklen, lockigen Haaren - so, wie er sie vom letzten Mal kennt. "Mama!", schreit der kleine Junge, "Mama, es tut so weh!". Er stolpert hinunter, auf den Teich zu, während die Frau ihm entgegen gelaufen kommt. Endlich, endlich kann er sie ihn die Arme schließen. Und der Schmerz, der Schmerz ist weg, das Blut, das Blut ist weg, ist versickert, in den Himmel, in dem sich das Kind befindet. Endlich ist er da, wo er immer hinwollte. Nichts stört das Kind mehr in seiner Glückseligkeit, da unten, beim kleinen Tümpel an der großen Eiche. Und doch meldet sich eine leise Stimme im Jungen. Sie ist schwach, ist leise, doch sie ist da. "Sie ist eine Versuchung! Bleib weg, Kind, bleib weg!" Der erwachsene Tamnainn, er ist schwach, er ist krank, doch er ist noch da. Das Kind wird traurig, ist beschämt. "Lug, was ist los? Was hast du auf dem Herzen?", fragt ihn die Frau besorgt. "Was, wie nennst du mich? Ich bin nicht Lug, warum nennst du mich Lug???", verwundert schaut das Kind aus seinen großen Augen auf die Mutter. "Wer bist du überhaupt?", fragt es zornig und schüttelt den Kopf. Er stößt die Mutter von sich und geht in Richtung Wasser. Es schaut tief aus, vereinzelt laufen Insekten auf der Wasseroberfläche, hinterlassen ihre Spuren als Kreise auf der Oberfläche. Verwundert beobachtet Lug sie eine Weile, dann geht er an den Rand des Tümpels, und schaut hinein. Er sieht kein Spiegelbild. Doch dann scheint sich etwas zu bewegen. Lug beugt sich tiefer hinunter, um etwas erkennen zu können. Das Bild im Wasser, es nimmt eine Form an, er kennt die Form, er kennt sie aus Bildern. Lug zwickt die Augen zusammen. Jetzt, es wird größer, die Gestalt, sie ist real. Es ist Gott. Khamulos. Großer Khamulos. Und Lug schaut zurück auf seine Mutter, er schnaubt verächtlich die Frau an, die ist, was alle Frauen sind: eine Versuchung. "Großer Gott, vergib mir!", flüstert der Knabe, und steigt in den Tümpel, um zum Herrn zu gelangen. Und es ist nicht mehr Lug, der in den Tümpel steigt, es ist Tamnainn. Es ist Tamnainn, der noch einen letzten Blick zurück wirft auf die Frau, wie sie dahockt am Rande des Gewässers und bitterlich weint. Es ist Tamnainn, und Tamnainn blutet.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 28, 2010 4:25 pm

Tamnainn's Augen öffnen sich nur schwerlich. Seine Sicht ist mehr verschwommen als klar. Sollte er versuchen sich irgendwie aufzurichten, wird er schnell feststellen, dass er dadurch nur einen heftigen Schwindelanfall bekommt. Der Körper des jungen Novizen rumort deutlich spürbar. Es fühlt sich für ihn fast so an, als würden die Schmerzen nun noch intensiver wirken, weil das Adrenalin und der Trancezustand fehlen. Offenbar liegt er ausgezogen und badagiert im Bett seines Quartiers. Das einzige Geräusch das er in diesem Augenblick wahrnimmt, ist das Knacken der Fackeln an den kalten Wänden. Nach ein paar weiteren Sekunden hört er die Zimmertüre quietschen. Schritte die sich ihm nähern, sind jetzt zu hören. "Bist du wach?" fragt eine just in diesem Moment unbekannte Stimme. Dem Klang nach zu urteilen handelt es sich um eine ältere Person, die Tamnainn allerdings durchaus bekannt sein könnte.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Jul 28, 2010 10:51 pm

"Wo, wo bin ich? Wer bist du?" Leise, beinahe flüsternd ist die schwache Stimme des Novizen zu vernehmen. Nachdem er aufgewacht war, hatte er instinktiv versucht, sich umzusehen und aufzurichten, was sein Körper jedoch nicht mitgemacht hatte. Daraufhin war er ins Bett zurückgefallen, was große Schmerzen verursacht hatte. Schmerzen, die seinen schwachen Körper durchziehen, ihn quälen. Tamnainn ist zwar darauf trainiert, diese zu ignorieren, doch kann er sie in diesem schwachen Zustand schwer ausblenden, noch dazu, wo er durch seine Veranlagung Wunden stark zu spüren pflegt, und sie auch Angst in ihm hervorrufen. Seine letzte Erinnerung ist der Staub in der Arena, und die Angst. Dann hatte er wilde Träume gehabt, dass weiß der Novize, doch lediglich an den Traum von ihm als Kind kann er sich genauer erinnern. Was er wohl zu bedeuten hat. Diese Gedanken schwirren Tamnainn durch den Kopf, als er auf eine Antwort von der unbekannten Person erhofft, und darauf wartet, endlich klar sehen zu können.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Mi Aug 04, 2010 6:11 pm

"Bleib lieber liegen." brummt die Stimme lakonisch nach Tamnainn's vorschneller Aktion. Die Person stellt ein Tablett mit etwaigen Gegenständen auf den Tisch, was sich darauf befindet ist ihm noch nicht klar. "Du müsstest eigentlich wissen wo du bist." erwidert eine Männerstimme mit einer Spur Sarkasmus. Auf die zweite Frage, antwortet die noch unbekannte Person rein gar nichts. Erst als sich diese über das Gesicht des Novizen beugt, wird klar wer sie überhaupt ist. Es handelt sich um den Chefkoch und Sklavenanführer in Personalunion, Jonatharh, der auch der Vater von Ruainaigh ist.
Tamnainn weiß nicht viel über ihn, weil Ruainaigh ihn zunehmend nicht mehr so oft erwähnt. Früher tat er es häufiger, heute ist dies nicht mehr der Fall. Das einzige was er weiß ist, dass Jonatharh seinem Sohn ein besseres Leben als sich selbst ermöglichen wollte, denn das Slavendasein ist nicht leicht, auch dies ist dem Novizen bestens bekannt. Jonatharh's Kleidung ist schlicht, sehr schlicht, wenngleich auch ein wenig ordentlicher als die der übrigen Slaven, was wohl auch seinen Status deutlich machen soll. Aufgrund seines Alters, sind seine Haare schon lange ergraut und viele sind ihm auch bereits ausgefallen. Darum ist ihm nur noch eine Frisur in Form einer Halbglatze erhalten geblieben. Die Ähnlichkeiten mit seinem Sohn sind nicht zu übersehen. Insgesamt sieht er aus wie eine ältere Version von Ruainaigh.
"Seit drei Tagen schläfst du schon. Da du wach bist und sprechen kannst, denke ich das du überleben wirst. Du hattest bei deiner Verletzung viel Glück. Eigentlich dachte jeder das du einfach verbluten wirst oder nicht mehr aufwachst." Es dürfte für den Magier nicht gerade verwunderlich sein das ein Sklave seine Wunden versorgt. Bei den Kenget gibt es so etwas wie Heiler nicht und sie wollen das auch gar nicht. Wie der Schild, stellt das Heilen nur ein Zeichen der Schwäche dar. Aufgrunddessen sterben auch einige Kenget nach einem Kampf oder einer Zeremonie. Der Chefkoch wendet sich wieder von Tamnainn's Bett ab. "Meine Frau hat deine zerissene Robe wieder zusammengeflickt, wenns genehm ist." erwähnt der Slavenanführer nebenbei, während er im Zuge dessen die Mantelrobe um einen Stuhl schlägt, was in dem ruhigen Raum, mit den Ohren sehr gut wahrzunehmen ist. "Du wirst noch eine zeitlang an dieses Bett gebunden sein, darum versuch dich gar nicht erst aufzurichten. Deine Verbände müssten auch wieder gewechselt werden, weil sie bestimmt voller Blut sind. Sag einfach wenn du breit bist, dann bringen wir das hinter uns." Ohne noch etwas hinzuzufügen, setzt er sich auf einen Stuhl und wartet.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Fr Aug 06, 2010 1:26 pm

Tamnainn ist froh mit Jonartharh ein zumindest vom Sehen bekanntes Gesicht bei sich zu haben. Die Schmerzen pulsieren in seiner Wunde, unaufhörlich versuchen sie den Novizen zu quälen, der sich jedoch darauf konzentriert. Er will jedenfalls jetzt keinesfalls mehr sterben, das würde bitteres Dahinsiechen werden. "Du kannst sie ruhig gleich wechseln, Jonartharh", sagt er also, in Furcht vor den weiteren Schmerzen die er jetzt wohl ertragen wird müssen. Die Tatsache, dass sich die Sklaven um seine Kleider kümmern, nimmt er als selbstverständlich hin.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Aug 07, 2010 8:12 pm

Tamnainn's Angst ist nicht unbegründet. Sogleich macht sich Jonatharh daran seine Verbände zu wechseln. Zunächst muss sich der Novize dazu sehr schmerzhaft aufrichten. Es ist ein Kraftakt für ihn, aber nicht nur das. Anschließend kommt kalte Luft an seine Wunden, was sich natürlich durch Mark und Bein zieht. Außerdem werden die Verletzungen so gut es geht mit einem nassen Lappen gereinigt. Besonders sanft scheint der knallharte Chefkoch auch nicht zu sein, jedoch macht er dies nicht mit Absicht, er ist eben kein Heiler. Die ganze Prozedur dauert nicht allzu lange, dann ist sie schon vorbei. Für den Magier muss sich dies wahrscheinlich wie eine Ewigkeit angefühlt haben. Jedoch tun die frischen Verbände durchaus gut, auch wenn es selbst durch höchste Konzentration nicht möglich ist das Brennen komplett auszublenden. "Fertig." meint Jonatharh lediglich lakonisch. "Du kannst dich jetzt wieder aufs Ohr haun. Es gibt erst später Essen." Ohne auf die Reaktion des Novizen zu warten, ist er sogleich im Begriff das Zimmer zu verlassen, falls dieser dem ganzen nichts hinzufügen möchte.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Sa Aug 07, 2010 11:14 pm

Der Novize hat während der schmerzhaften Prozedur kein Wort von sich gegeben, auch nicht gestöhnt oder sich die Schmerzen anmerken lassen. Eine Überwindung, die den jungen Magier viel Kraft gekostet hat, ist er doch von Natur aus für Schmerzen sehr anfällig, was dazu führt, dass es größere Konzentration braucht, um die Schmerzen nicht oder nur schwach wahrzunehmen. Müde von der Anstrengung sagt Tamnainn auch jetzt kein Wort, auch wenn ihn die Schmerzen plagen und er jetzt auch noch den Hunger spürt, der nach dem langen Schlaf natürlich in ihm rumort. Als Jonartharh aufsteht, um aus dem Zimmer zu gehen, flüstert er dennoch ein leises "Danke!", auch wenn es nicht üblich ist, sich bei einem Sklaven zu bedanken. Doch Tamnainn weiß, was er an dem Chefkoch hat, und er fühlt eine merkwürdige Art an Zuneigung zu dem unreinen Wesen in sich. Ob es an diesem merkwürdigen Traum liegt, den er vor kurzem hatte? Er denkt zurück, und erinnert sich, die Szene schon einmal in seinen Meditation ganz ähnlich durchlebt zu haben. Beim Gedanken an die Frau tritt ein Lächeln auf die Lippen des Novizen. Müde und entkräftet wie er ist, schläft er ein.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Aug 10, 2010 9:45 am

Jonatharh dreht sich noch einmal um und nickt lediglich auf den Dank Tamnainn's. Anschließend ist er sogleich aus der Türe. Leise schließt er sie, während sich der Novize weiterhin ausruht.
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Viel später an diesem Tag bekommt er eine anständige Mahlzeit serviert. So unsanft der Sklavenanführer sein mag, doch seine Kochkunst ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Vielleicht ist es Tamnainn aber auch nur gewohnt hier zu essen. Etwas anderes kennt er schließlich fast gar nicht. Eine der zerzausten Sklavinnen füttert ihn unter Aufsicht eines Kledos. Ganz anders wie Jonatharh, dürfen sich die restlichen Slaven nicht frei bewegen. Ohne bei dem gesamten Besuch etwas zu sagen, verschwindet die Sklavin wieder nachdem der Novize soviel Essen zu sich genommen hat wie er im Moment möchte.
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Die folgenden Tage sind für den angehenden Oqulo eine Qual. Mehrmals vereitert seine Wunde, aufgrund der nicht fachgerechten Behandlung und muss unter sehr großen Schmerzen gereinigt werden. Als er auch noch Fieberanfälle bekommt, denken manche abermals es sei um ihn geschehen. Mit größter Mühe bekommt Jonatharh die Verletzungen schließlich mittels Heiltränke in den Griff. Der Einsatz dieser Tränke wird mehr oder weniger geduldet, weil niemand in Khamulon an einem einfachen Husten sterben möchte. Mächtige Heilung in Form von Magie, wird allerdings strikt abgelehnt. Jonatharh kümmert sich jedoch vorwiegend alleine um den jungen Magier, weshalb ihm auch keiner reinredet.
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Es vergehen weitere Tage, doch Tamnainn geht es stetig besser. Das Pulsieren seiner Wunde in der rechten Brust scheint noch ein paar Tage anhalten zu wollen. Wenigstens ist er nun in der Lage sich selber die meiste Zeit zu bewegen. An einem Tag klopft es plötzlich an der Türe. Als ungewöhnlich könnte man dies bezeichnen, denn in letzter Zeit hat er den Chefkoch und ein paar andere Sklaven zu Gesicht bekommen.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Aug 10, 2010 10:49 am

Die letzten Tage waren für den Oqulo-Novizen von dauernden Anstrengungen geprägt. Der ständige Kampf, seine Schmerzen zu unterdrücken, war ein andauernder Kraftakt, die viele Kräfte, die Tamnainns Körper zur Wundheilung gut hätte gebrauchen können, verschließ. So verfiel er immer wieder in unruhigen, von wilden Träumen geprägten Schlaf. Immer wieder kam dabei jenes Bild von der Frau am Teich vor, das Tamnainn nicht verstand und ihn beunruhigte. Gleichzeitig tauchten Bilder vom Kampf und vor allem die letzten Szenen in ihm auf. Im wurde bewusst, wie er kurz vor seinem entscheidenden Schlag an Kamulos gezweifelt hatte, und was für ein verlorenes Gefühlt da in ihm gewesen war. Er bereute diese Gedanken zutiefst, verstand aber gleichzeitig, warum er sie gedacht hatte, konnte er sich an die Umstände und ihre Unannehmlichkeiten gut erinnern. Doch er wusste, dass die Wirkung seines allerletzten Angriffs zu einem Gutteil Kamulos zu verdanken war, der ihn geführt hatte. Umso öfter versuchte er zu beten und um Vergebung zu bitten, halb im Traum, halb wach. Doch der Schmerz verhinderte, dass er sich darauf wirklich konzentrieren konnte. So siechte Tamnainn dahin, immer wieder in Verzweiflung, immer wieder im Glauben, sterben zu müssen.
Doch der Schmerz verging - langsam und quälend, aber er ging. Er schöpfte neue Hoffnung, konnte sich endlich wieder freier bewegen, konnte beten, nachgrübeln. Er fühlt, dass wieder Leben in ihn triit, und er wird wieder optimistischer. Tamnainn freut sich, als er das Klopfen vernimmt, dass sicher Abwechslung in seiner tristen Zelle bedeutet. Er ruft also ein lautes "Herein!", um den Besuch begrüßen zu können.
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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Aug 10, 2010 2:12 pm

Nach Tamnainn's Erlaubnis hin, öffnet sich ein wenig quietschend die Türe und ein Blondschopf tritt hindurch. Es ist Ruainaigh, der ihm offenbar einen Besuch abstatten möchte. "Fantastisch alter Knabe! Ich hätte nicht gedacht das ich dich nochmal lebend zu Gesicht bekomme." Der blonde Novize bringt sofort eine Art euphorische Stimmung in den Raum hinein und wirkt wahrlich ausgelassen. Während er in dem relativ kleinen Zimmer auf und ab geht, mustert er ausgiebig den schwarzhaarigen Magier. Anschließend nickt er einmal kräftig. "Du könntest dir mal wieder was anziehen, hast schon einmal besser ausgesehen, aber ich würde sagen tausendmal besser wie Owen. Dessen glorreiche Beerdigung hast du übrigens verpasst, nur mal so am Rande. Oh bei Kamulos... ich hätte dir wirklich nicht zugetraut das du diesen Brocken schaffst." Nachdem Ruainaigh geendet hat, klopft er Tamnainn schließlich auf seine rechte Schulter. Nicht sehr fest, jedoch reicht es aus, damit ihm ein ziehender Schmerz durchzuckt.

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BeitragThema: Re: Khamulon   Di Aug 10, 2010 2:56 pm

Tamnainn freut sich ungemein, Ruainaigh zu sehen. Er muss unwillwürlich über die Ausgelassenheit des Kollegen grinsen. Als dieser ihn berührt, zuckt er jedoch zusammen, auch wenn er sich bemüht, sich den Schmerz möglichst nicht anmerken zu lassen. Tamnainn versucht sofort abzulenken. "Ach, war doch klar, dass der Kledo mit seinen lächerlichen Waffen keine Chance hat", meint er bemüht lässig, "wie hat dir denn mein Dämon gefallen?"
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Khamulon

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