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 Cantos Haus

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Micky
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BeitragThema: Cantos Haus   Mi März 30, 2011 10:24 pm

Nemos führt Kiera und Zraii durch die Gänge des Hauses. Es sieht im Inneren sogar noch schöner und eleganter aus, als es von Außen der Fall ist. Auffallend dürfte sein, dass es auch Anzeichen von Iskai-Architektur gibt. Die Bewässerungsanlagen, wie beispielsweise der Brunnen und die kleinen Bäche, wurden offenbar von einem Former - wie es sie bei den Dji-Fadh gibt - erschaffen. Allem Anschain nach hat man dabei auch keltische mit iskaiische Elemente der Baukunst verschmelzen lassen. Ornamente schmücken die Wände des Palastes. Am Boden kann man immer wieder sich wiederholende Kachelmuster erkennen. Zwar sind ab und zu Fackelsäulen in den Boden eingelassen, das meiste Licht spenden jedoch welche, die direkt an der Wand hängen. Es gibt sogar luxuriöse Sitzmöbel. Sie sehen äußerst bequem aus und bieten sich verteilt im Haus an. Die Drei durchschreiten einen Säulengang, an der vermehrt durch Bodenfackeln Licht erzeugt wird. Ein paar wenige Minuten später stößt Nemos eine breite Türe auf, die direkt zum Speisesaal führt. Ein Bediensteter bringt gerade Essen und Trinken. "Setzt euch.", meint der rotbärtige Druide schlicht und tut es den beiden Ankömmlingen gleich.
Im Gegensatz zum harten Brot auf dem Schiff, war das Essen sehr gut. Kiera hat sich nicht gerade überfressen, denn ihr Magen ist dazu nicht in der besten Stimmung. Sie will ein ernstes Gespräch mit Nemos, im Bezug zum gescheiterten Auftrag, fast schon hinauszögern. Doch der Druide hat zunächst nicht vor darüber zu reden, vielmehr fragt er das rothaarige Mädchen etwas anderes: "So wie Zraii aussieht, hast du ihm wohl noch nicht ausreichend über diesen Ort informiert, oder?" Kiera schüttelt etwas beschämt den Kopf - dass hatte sie ganz vergessen, ihr Kopf war in letzter Zeit ganz wo anders gewesen. Nemos lacht herzhaft. "Dann werde ich dies übernehmen."

Er wendet sich dem Iskai zu und wechselt dabei zu dessen Muttersprache. "Zraii, du bist hier auf der Insel des Friedens, direkt im Cantos Haus. Hier leben wir, die Dji-Cantos, du kannst uns auch gerne die Erleuchteten nennen. Wir sind eine Gemeinschaft, die hin und wieder auf der Insel zusammenkommt und sich über die Zukunft Albions beratschlagt. Wie du wahrscheinlich bereits am Namen erkennen kannst, gehören den Dji-Cantos nicht nur Menschen, sondern auch Iskai an. Du wirst ein paar der anderen Mitglieder sicherlich noch kennenlernen. Vor langer Zeit, genauer gesagt vor ungefähr 2000 Jahren, hat der große Cantos zusammen mit den zwei größten Gelehrten der Iskai diesen Zirkel gegründet. Sie wussten um die machtvolle Magie bescheid, die es den Menschen einst ermöglichte nach Albion zu reisen, denn vorher lebten hauptsächlich Iskai auf dieser Welt, jedoch ist dies schon sehr lange her, so dass fast niemand mehr darüber etwas weiß. Ich und die anderen Erleuchteten sind die Erben dieser weisen Personen. Deshalb wissen wir um die Existenz Animebonas, der Entität dieser Welt. Animebona ist die Kraftquelle Albions. Sie ist die Gesamtheit des Lebens auf dieser Welt, jedoch besitzt sie ein eigenes Bewusstsein und verfolgt gewisse Ziele. Ihr Wesen wird von den Völkern der Kelten und Iskai meist in Form von Danu oder der Göttin verkörpert. Mit ihrer Hilfe schafften es die Menschen schließlich zu dieser Welt zu gelangen, weil sie mit ihnen, speziell mit Cantos kommunzierte.
Bestimmt klingt dies alles für dich sehr kompliziert, was es auch ist. Einfach gesagt: Jemand der unserem Kreis angehört, wird ein größeres Wissen um Albion zuteil, als es bei einem gewöhnlichen Gelehrten der Fall wäre. Doch wer über dieses Wissen verfügt trägt eine große Bürde, denn es gehört auch eine ebenso große Verantwortung dazu mit jenem umzugehen. Nur sehr wenige Personen gehören unserer Gemeinschaft an, oder wissen gar um ihre Existenz bescheid, wenn jedoch ein außergewöhnlicher Geist einen besonderen Grad an Wissen erreicht, treten wir mit dieser Person in Kontakt und weihen ihn in die Geheimnisse dieser Welt ein, was ihn zum Erleuchteten, zum Dji-Cantos macht. Es gibt bei uns verschiedene Mitglieder, die über ein hohes Maß an Kenntnissen über beispielsweise die Heil-, Dicht-, Magiekunst oder auch Ähnliches verfügen. Trotz allem sollte gesagt sein, dass auch wir, die Erleuchteten, nicht allwissend sind. Natürlich ist dieses geheime Wissen viel tiefgreifender, als dass ich es dir ganz einfach in ein paar Minuten erklären könnte, aber wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann frage am besten die anderen Gelehrten. Du kannst dich im Zuge dessen auch gerne frei bewegen und die Insel erkunden." Schlussendlich blickt Nemos die junge Magierin an. "Kiera, ich würde gerne mit dir in aller Ruhe und alleine über den Auftrag sprechen." Im nächsten Moment verschwinden die beiden gemeinsam durch die Türe des Speisesaals.

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BeitragThema: Re: Cantos Haus   Do März 31, 2011 8:03 pm

Die Gemächer sind sehr schön, genau wie die Insel mitsamt des Gartens und des Hauses. In Zraiis Zimmer befinden sich kunstvolle Teppiche und Wandbehänge - sie sind blau. Auch hier gibt es bequeme Sessel und Sofas, zudem ein sehr weiches Bett - natürlich alles im gewohnten Farbschema, offenbar haben die Erleuchteten eine Vorliebe für Blau. Zusätzlich befinden sich im Gemach des Iskai Regale, Schränke, ein Tisch und zu guter Letzt auch noch ein Kamin. Alles in allem ist es sehr luxuriös gehalten, Zraii hat bisher selten, wenn nicht gar niemals gesehen.
In den Folgenden Wochen hat Zraii genug Zeit die gesamte Insel zu erkunden - auch kauft und verkauft er Ausrüstung. Meistens ist er aber mit Kampftraining beschäftigt - seine Fähigkeiten darin verbessern sich sogar. Zwischendrin unterhält er sich aber auch mal vereinzelt mit Erleuchteten, die auf der Insel zu Besuch sind. Somit lernt der Iskai auch immer besser mit der keltischen Sprache umzugehen. Es gibt auch Dji-Cantos, die ihm dabei helfen sie besser schreiben und lesen zu können. Auch versucht er mehr über seine Trii-Kette in Erfahrung zu bringen, doch erstaunlicherweise kann wohl nicht einmal einer der weisesten Gelehrten auf dieser Welt die Eigenschaften dieses Schmuckstücks entschlüsseln. Ein Gelehrter der Iskai erfährt mit ihm zusammen allerdings etwas vielleicht noch Interessanteres. Allem Anschein nach ist Zraii in der Lage nicht nur die Gefühle eines anderen Iskai mit seinem Trii zu erfassen, sondern sogar ganze Gedankengänge - so eine Fähigkeit ist selten. Jedoch stellt dieser auch fest, dass sein Talent darin verfeinert werden sollte - am besten mit Übung. So befasst der Abenteurer sich in diesen Tagen auch damit ein Tri-Nadh zu werden. Er macht jeden Tag Fortschritte und scheint recht talentiert zu sein. Zusätzlich erkundigt sich der Iskai über grundsätzliche Dinge was Kelten betrifft, im Speziellen die Weiblichen Geschöpfe dieses Volkes. Der Abenteurer erfährt, dass diese viel auf Körperbedeckung Wert legen und nicht ganz so offen sind wie die weiblichen Iskai. Des Weiteren ist es nicht gebräuchlich, sie oft oder lange Zeit anzusehen, was sich ebenso auf den Körperkontakt ummünzen lässt - dabei fällt auch öfters der Begriff Schamgefühl.
Nach einigen Wochen des Schaffens, wird Zraii zu Nemos beordert, der zurzeit auf der Insel verweilt. Der rotbärtige Druide erklärt ihm, dass er weiterhin bei den Dji-Cantos willkommen ist und vertrauenswürdig wirkt. Es sei ihm also erlaubt solange hierzubleiben wie er mag. Dennoch wirkt Nemos ernster als sonst, als er von Zraii etwas verlangt. Dieser muss nämlich um jeden Preis das Geheimnis der Erleuchteten und der Insel für sich bewahren, denn niemand darf - unter keinen Umständen - von der Existenz der Dji-Cantos etwas erfahren. Nemos besiegelt sein Angebot mit einem Zeichen des Vertrauens. Er schenkt dem Iskai ein kleines rotbraunes Steinchen. Den Stein platziert der Druide oberhalb von Zraiis Bauchnabel, wo er sofort haften bleibt. Laut Nemos dient der Gegenstand für die Erleuchteten als Erkennungszeichen - wer zur Gemeinschaft gehört - und soll zudem eine Schutzfunktion besitzen.

Das Gespräch mit Nemos verlief für Kiera besser wie gedacht. Der Druide dreht dem rothaarigen Mädchen keinen Strick aus dem gescheiterten Auftrag, sondern macht ihr Mut für die Zukunft. Darum ist sie danach auch sehr erleichtert, als das Gespräch beendet ist. Sie fühlt sich nun besser und hat einen freieren Kopf - für beispielsweise andere Dinge.
Sie nutzt die Zeit, um mithilfe der Transporthöhlen einen Abstecher nach Umajo-Kenta zu machen, dort beauftragt sie einen Schmied ihr einen speziellen Dolch zu schmieden. Nach ihrer Rückkehr auf die Insel des Friedens, beginnt sie ein wenig herumzuexperimentieren - ein laborartiger Raum wäre hierfür im Cantos Haus gegeben. Aus den Beständen der Erleuchteten besorgt sich Kiera zunächst 3 leere Glasflaschen, 1 Iskai-Messer und viel Wasser. In harter Arbeit schabt die Magierin ein Kelpie-Horn ab, zerkleinert dieses - genau wie 10 Kelpie-Schuppen - mit Mörser und Stößel und kocht den Inhalt in hoher Hitze auf. Nach einigen Stunden des Wartens testet sie einen Tropfen des Gebräus. Mit ein wenig Blut vermischt sie diesen und erkennt recht schnell, dass nach der Zugabe von ein wenig Gift, eben dieses vom Gebräu schnell neutralisiert wird. Offenbar scheint der neue Trank eine Art Immunität hervorzurufen, doch wie lange eine solche anhält weiß sie nicht. Schließlich füllt Kiera den Trank in eine Glasflasche ab. Zudem braut sie noch einen grünen Heiltrank, einen roten Magietrank und ein Pilzgift zusammen. Nebenher setzt Kiera ihre Studien in all ihren Fachgebieten fort - dabei nutzt sie auch das Wissen ihrer Lehrer, die ihr hierbei zur Seite stehen. Selbstverständlich auch im Bereich der Magie, wo sie in dieser Zeit die größten Fortschritte seit langem erzielt. Neben ein paar kleineren Zaubern, lernt sie sich die geheime Macht der Teleportation zunutze zu machen, über die nur die Erleuchteten verfügen. Eines Tages beschließt die Magierin ihre Ausrüstung ein wenig aufzustocken. Die Bestände der Erleuchteten geben zwar nicht soviel an Waffen und Rüstung her, aber es gibt ein paar Gegenstände, die dort zum Verkauf stehen. Kiera entscheidet sich für eine Lederrüstung und eine Beschlagene Kappe - um auch ihren Kopf im Zweifelsfall schützen zu können. Den Dolch und die alte Lederweste verkauft sie. Zusätzlich besorgt sich das Mädchen noch etwas zu Essen und ein Buch über Heilkunde. Nachdem dies alles erledigt ist, sucht sie in Umajo-Kenta wieder den Schmied auf - der ihren Dolch fertiggestellt hat. Sie bezahlt das teure Stück; es ist ein massiver Dolch mit einer Klinge, die aus einem Kelpie-Horn gefertigt wurde. Anschließend macht sich das junge Mädchen wieder auf zur Insel des Friedens.

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BeitragThema: Re: Cantos Haus   Sa Apr 02, 2011 4:18 pm

Erstaunt bemerkt der junge Krieger die Architektur. Soetwas hat er noch nie gesehen. Wahrlich ein Ort, an dem es viel zu Entdecken geben würde. Weiterhin beschränkt sich seine Gesprächsbereitschaft auf das notwenidigste, er kann einfach nicht anders als staunend alles in sich aufzusaugen. Das Essen nimmt er gerne an und da er das Gefühl hat, auch das Essen schmeckt anders, vertilgt er eine ganze Menge. Schliesslich ist er satt und zufrieden. Auf Nemos Worte hin muss er breit grinsen. Er kann sich gut vorstellen, wie er ausgesehen haben muss als er alles bestaunte.
Erfreut hört Zraii dem Druiden zu. Das dieser Iskai spricht, macht es ihm deutlich einfacher, die Erklärungen halbwegs zu begreifen. Man sieht Zraii an, das er doch erstaunt ist. Unzählige Geschichten hatte er gehört, und nie wurde ein Wort über die Insel verloren. Irgendwie war es jedoch auch gruselig. Wer hätte erwartet, das es noch mehr instanzen gibt, die 'über' ihn bestimmten. Allerdings ist er dann gleich wieder beruhigt, als Nemos erläutert das auch sie nicht alles wüssten.



So schön sein Zimmer auch ist, der Bursche hat Hummeln im Hintern und ist dort nicht zu halten. Die Insel erkundigt er gerne und ausgiebig. Seine Gedanken dazu zu erläutern, würde den Rahmen sprengen. Kurz gesagt hat er so ziemlich alles beschnuppert was er finden konnte und so manchen Gelehrten genervt, um doch den Namen von dieser oder jener Pflanze zu erfahren. Sogar seine Stimme beteiligt sich an der Freude und macht ihn hin und wieder aufmerksam auf eine noch unbekannte Pflanze. Nachdem er sich vergewissert hat, das man auf der Insel des Friedens durchaus Kampftraining betreiben darf, tut er das auch, wenn er nicht gerade Leute nervt oder Pflanzen und Dinge beschnuppert.
Das sein Schmuckstück, angeblich, nicht magisch ist, erklärt er sich jedoch auch schnell. Der Gelehrte schaut zwar kurz fragend drein, als der junge Krieger zu grinsen beginnt, als er ihm das Ergebnis mitteilt, doch Zraii freut sich einfach nur, das seine Stimmenkette so magisch ist, das sie das garnicht Preis gibt. Das ist sein persönliches magisches Schutzamulett. Das gefällt ihm! Das er ein Tri-Nadh ist, gefällt ihm dann auch. Ausserdem erklärt es auch gleich die Stimme. Schlieslich ist dies ein Trii, und wenn er Gedanken lesen kann, denkt der Krondir wohl mit ihm. Für Zraii klingt das logisch, auch wenn seine Versuche das zu erklären nur auf hochgezogene Augenbrauen stossen.
Interessiert saugt er die Infos über Kelten, und keltische Mädchen, auf. Einiges dachte er sich berreits, doch nun wusste er besser. Kompliziert! Das Nemos ihn für Vertrauenswürdig hält, freut ihn ausserordentlich. Deutlich geehrt nimmt er das Geschenk entgegen. Und seine Worte lassen keinen Zweifel daran, das er Schweigsam bleiben wird. Belustigt befühlt er den Stein, als er wieder alleine ist. Den Gedanken, bei Kiera nachzuschauen ob sie auch so einen Stein hat, verwirft er aber schnell wieder. Das ist wohl so eine der Sachen, die sie missverstehen könnte.
Letzendlich hat er in den Wochen viel, vor allem viel verschiedenes, gelernt. Ingseheim ist er ein bisschen Stolz, das er das auch alles behalten hat und so freundlich hier aufgenommen wurde. Da er gehört hat, das Kiera bald wieder kommt, wo auch immer sie war, sitzt der junge Krieger im Garten der Göttin, und behält den Weg im Auge. Umringt von Pflanzen wartet er. Fast kann man meinen, er mediertiert.

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BeitragThema: Re: Cantos Haus   So Apr 03, 2011 11:21 pm

Nach ihrer Rückkehr bezieht Kiera wieder ihr Zimmer, indem sie schon so lange lebt. Es gibt fast keinen Kontinent, den sie nicht bereits besucht hat. Sie ist gerade 19 geworden und hat eigentlich schon die ganze Welt gesehen - wie viele behaupten würden. Dennoch fühlt sich die Rothaarige immer noch wie ein kleines Kind: jung, unerfahren, teilweise sogar naiv. Was nützt ihr alles Wissen dieser Welt - sogar die Geheimnisse der Erleuchteten - wenn sie doch eigentlich Nichts weiß? "1000 Jahre Bücher wälzen ist eben doch nicht dasselbe wie 1000 Jahre umherreisen. Frill müsste dies wohl am besten wissen, auch wenn er das Jahrtausend noch nicht vollendet hat. Ich würde gerne wissen, wie die Welt der Helromier aussieht, oder sogar andere Welten, denn scheinbar gibt es mehr wie nur Albion und die Erde.", ist ihr letzter Gedankengang zu diesem Thema, bevor sie wieder in ihr weißes Kleid schlüpft - den Schleier wirft sie dabei über ihr Haupt. Anschließend macht sie sich auf dem Weg zum Garten der Göttin.

OT: Weiter bei "Garten der Göttin".

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BeitragThema: Re: Cantos Haus   Sa Mai 21, 2011 4:25 pm

Nachdem Kiera und Zraii wieder zurückgekehrt waren, hatte sich das Mädchen schon um Essen gekümmert, indem sie sich kurz zum rotbärtigen Hausmeister der Dji-Cantos begab. Wenig später deckte dieser den Tisch mit allerhand Spezialitäten der keltischen Esskultur.
"Lasst es euch schmecken!", posaunt Llanaer geradezu heraus. Sofort erwidert die Magierin: "Vielen Dank, ich bin mir sicher dein köstliches Essen wird unseren guten Hunger stillen."
"Mit euch als Besucher auf der Insel lohnt es sich sogar den Kochlöffel zu schwingen. Eine Kleinigkeit habe ich sowieso immer vorbereitet, denn man weiß ja nie wann die Schlauberger hier auftauchen, nicht wahr?", meint der Bedienstete scherzhaft und lacht dabei. Sollte niemand mehr etwas von ihm wollen, wird sich der Hausmeister dann aus dem prunkvollen Essenssaal entfernen und seiner Arbeit weitergehen.
Kiera schnappt sich eine gewürzte Schinkenkeule, legt diese auf ihren Teller und gießt eine herzhafte Weinsoße darüber. Dazu lässt sie noch eine dicke Scheibe Kornbrot am Rand nieder. Für ihren Durst schenkt sich das Mädchen einen Krug voll mit Bier ein. Unweit des Biers steht auch noch Sugo bereit, falls jemand Lust hat diesen zu trinken. "Ich wünsche dir eine gesegnete Mahlzeit, Zraii. Auf das Animebona weiterhin über uns wachen wird."

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BeitragThema: Re: Cantos Haus   Di Mai 24, 2011 1:19 pm

Der hungrige Krieger wird mit jedem Schritt hungriger den er auf das Haus zumacht. Gespannt was es denn diesmal leckeres gibt grüsst er freundlich die Anwesenden. Als er dann am Tisch sitzt und aufgetischt bekommt, mag man gar kurz seinen Magen knurren hören. "Danke" meint er in keltisch zu Llanaer. Das Zraii recht knapp angebunden ist und ihm kaum eines Blickes würdigt hat nichts mit unhöflichkeit zu tun. Im Gegenteil, so wie Zraii das Essen anstarrt kann er es kaum erwarten endlich zu speisen. Daher ist es mehr ein stilles Lob was der Koch durchaus verstehen dürfte.

Zraii schnappt sich von allem aufgetischtem etwas. "Wünsche ich Dir auch" entgegnet er freundlich. Ehe er sich dann auch mit heisshunger aber gebotenem Anstand über das Essen hermacht. Bier und Sugo lässt er Bier und Sugo sein und bedient sich lieber am Wasser. "Schmecpft echpft leckpfa" kann man gerade noch so zwischen seinen Bissen vernehmen. Dann verschwindet auch der nächste Bissen in seinem Mund.

Als sich der grosse Hunger gelegt hat, beginnt er ruhiger zu essen und wieder für Gespräche fähig. "Wie bist Du eigentlich zur Insel gekommen? Also ganz zuerst meine ich?" Irgendwie über ihre Mutter, das wusste er. Ihn interessiert jedoch wie man an so einen geheimen Ort gelangt.

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BeitragThema: Re: Cantos Haus   Sa Mai 28, 2011 6:08 pm

Auch Kiera schmeckt das Essen köstlich - wie immer. Sie würde sogar behaupten, dass Llanaer, neben ihrer Mutter, einer der besten Köche ist die es gibt und dass obwohl er doch einige Zeit, in ihren Augen vermutlich eher anspruchslosen Vertretern des Gaumengenusses - den Kenget Kamulos - diente. Anders wie der Iskai, isst die Magierin ruhiger und bedachter, wenngleich sie wahrscheinlich nicht weniger hungrig ist als jener.

Nach einigen Minuten des Schweigens, wird dem rothaarigen Mädchen von ihrem Gegenüber eine Frage gestellt, bei der sie etwas weiter ausholen muss. "Nun ja, ich lebte in meiner frühen Kindheit mit meiner Mutter und meinem Großvater in Vanello. Geschwister habe ich keine und... meinen Vater lernte ich leider nie kennen...", erzählt Kiera schließlich mit wehmütigem Gesichtsausdruck, bevor sie fortfährt.
"Nach der Schlacht am Qrenno, von der dir mein Großvater bereits erzählte, setzte er sich als Händler zur Ruhe und kümmerte sich fortan ausschließlich um mich und meine Mutter. Eines Tages, ich kann mich noch genau daran erinnern, spielte ich nahe des Flusses, der sich unweit von Vanello befand mit einigen anderen Kindern. Plötzlich wurde ich von meiner Mutter nach Hause gerufen. Als ich unsere Rundhütte betrat stand ich mit schmutziger Kleidung einem jungen Iskai gegenüber; es war Frill. In meiner kindlichen Naivität hatte ich nicht begriffen was er von mir wollte und auch die Worte meiner Mutter und meines Großvaters verwirrten mich. Im ersten Moment wollte ich natürlich nicht weg aus meiner gewohnten Umgebung. Stur wie ich war wehrte ich mich mit Körper und Geist, bis ich dann von einem Moment auf den anderen einschlief, weil ich durch einen Schlafzauber beeinflusst wurde. Erst einige Zeit später erkannte ich, aufgeklärt von Frill und meiner Mutter, den Zweck der dahinter steckte und verstand warum und weshalb. Auf einem Schiff fuhren wir schließlich über den Ozean zur Insel. Schon damals behagte mir der Nebel Albions nicht, doch was sich dahinter befand sollte meine neue Heimat werden. Und obwohl ich ein Kind Gratogels bin, so fühlt sich doch die Insel eher als mein wahres Zuhause an. Sie ist mit keinem Ort der Welt vergleichbar, allerdings brauche ich dir das nicht erzählen." Dann stoppt die Rothaarige kurz für einen Augenblick, damit der Abenteurer das bisher Gesagte verdauen kann.

"Kurzum, ich hatte wohl, wie es mir gesagt wurde, von meinem Vater ein unglaubliches Potenzial an magischer Kraft geerbt. Da ich als Mädchen für eine Druidenausbildung nicht in Frage kam und auch ansonsten niemand anderes mein enormes Talent fördern hätte können, nahm man mich und meine Mutter in den Kreis der Erleuchteten auf. Während man mir verschiedene Dinge wie beispielsweise Zaubersprüche, Alchemie, die Iskai-Sprache, Heilkunst, Lesen & Schreiben, Wissen über die Natur und auch magische Artefakte beibrachte, kümmerte sich meine Mutter um den Haushalt hier in Cantos Haus. Meine Lehrer meinten immer ich würde schnell lernen, darum wurde ich ebenso im Schwertkampf und wie du bereits wissen müsstest, der Musik unterrichtet." Wieder schleicht sich ein etwas trauriger Ausdruck in das hübsche Gesicht der Keltin. "Leider... wurde meine Mutter irgendwann krank. Sie litt an einer Krankheit, die sich über Jahre hinzog. Niemand konnte sie heilen, nicht einmal jemand von den Dji-Cantos oder gar Medikamente von den Helromiern. Sie war mit ein Grund, warum ich mich verstärkt der Heilkunst widmete. Doch ich war nicht schnell genug... und sie starb. Nicht nur ich, alle waren traurig darüber... vor allem Llanaer, der sie gern mochte. Es war für mich sehr schwer darüber hinweg zu kommen, teilweise aß ich tagelang nichts und heulte. Ich war nicht einmal fähig... sie bei ihrer Beerdigung zu begleiten..." Man sieht deutlich, wie Kiera mit den Tränen kämpft, sie jedoch bis auf eine Einzelne zurückhalten kann.

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BeitragThema: Re: Cantos Haus   Fr Jun 03, 2011 8:31 pm

Als das Mädchen erwähnt das sie nie ihren Vater kennen gelernt hat, schaut er Mitfühlend zu ihr. Nur eine Mutter zu haben, ohne Vater und, viel Wichtiger, ohne Geschwister, das kann er sich kaum vorstellen. Irgendwie ein bisschen einsam. Wenn er daran zurückdenkt wie voll das Haus seines Clans stets gewesen ist. Wie er da so sitzt und ihr zuhört, ist auch er kurz in seinen Gedanken gefangen. Kurz überkommt ihn Heimweh. So viele hatte er zurückgelassen. Und so viel hatte er nun schon zu erzählen von seiner Reise.

Doch rasch drängt er die trüben Gedanken fort und lauscht ihr weiter. Hin und wieder nickt er verstehend. Sicher hätte er sich auch gewehrt. Und bezaubert werden.. Bei dem Gedanken daran, läuft ihm kurz ein Schauer über den Nacken. Zraii muss sich eingestehen, das er ganz froh ist selbst gewählt zu haben die Welt als Heimat, oder in seinem Falle als Abenteuer, zu nehmen. Als Kind hätte er nicht dazu gedrängt werden wollen. Allerdings ist er auch magisch wie ein Stein. Kurz muss der Krieger aufgrinsen als er sich als pelzigen Stein vor Augen sieht.

Die Pause nutzt der Iskai auch dazu alles zu verarbeiten. Als sie schliesslich traurig wirkt schenkt er ihr ein aufmunterndes Lächeln. Irgendwie hat er das Gefühl, das sie sich die Schuld gibt. "Wenn die Gelehrtesten der Welt nichts machen konnten, dann sicher nicht Du." Hier wird schliesslich das Wissen der Welt gesammelt. Was soll da ein einzelnes Mädchen machen. Als sie die Beerdigung anspricht fällt ihm das Lied an der Klippe ein. Eine Weile sitzt er da und starrt, obwohl er das ja nicht darf, Kiera an. Er scheint zu überlegen. Dann, langsam und überlegt als wisse er nicht recht wie er es ausdrücken soll, meint er zu ihr: "Weist Du.. ich Glaube das hast Du doch. Du hast mehr Ahnung davon, aber man muss ja nicht irgendwo sein, um bei jemandem zu sein." So recht weis er nicht ob sie versteht wie er es meint. "Ich bin auch grade nicht bei meiner Familie" man hört durchaus ein wenig Heimweh herraus. "Aber doch trage ich sie mit mir. Und was nach dem Tod kommt weis ich auch nicht, aber so etwas wie die Seele kann man ja nicht einfach verschwinden lassen. Ich bin mir sicher das Sie noch .. naja.. 'da' ist." Dabei wedelt er kurz mit der Hand, ohne einen genauen Ort zu bestimmen. "Und auf Dich aufpasst" beendet er den ersten Teil seines Gedankenganges. "Ich kenn Alana nun nicht, und bin auch nicht Tod, aber ich mag Dich. Und wenn ich Tod wäre, würde ich auf Dich aufpassen. Und auf meine Geschwister natürlich auch. Sie mag Dich sicher noch viel mehr als ich, also achtet sie ganz sicher auf Dich. Was ich aber eigentlich sagen wollte .." Wieder braucht er einen Augenblick die Worte zu finden. "Das Du sie nicht mit zum Grab begleiten konntest, ist völlig egal. Denn, wenn Nurri nicht recht hat und davon gehe ich aus, ist sie da schon längst bei Dir gewesen und Du bei ihr."

Sein Gesichtsausdruck ist eine Mischung aus aufmunterndem Lächeln und bangen darüber, das sie irgendwie schlau aus seinem Gestammel geworden ist.

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BeitragThema: Re: Cantos Haus   So Jun 05, 2011 6:08 pm

Irgendwie hat Zraii Recht, denn Kiera hat für ihr Alter schon Beachtliches erreicht. Die meisten brauchen dafür schon 10 Jahre länger als sie, demnach war der Gedanke, dass sie vielleicht mit der Verfeinerung ihrer Heilfähigkeiten zu langsam gewesen sei, wohl doch mehr Irrsinn.
Auch die weiteren Ausführungen des Iskai klingen gar nicht mal so verkehrt - dass er auf sie aufpassen würde, rührt sie gar ein wenig. Sie spürt innerlich ein Teil von Animebona zu sein, genau wie auch auf eine gewisse Art und Weise ihre Mutter seit ein paar Tagen - vielleicht hat die junge Magierin endlich Frieden mit sich und der Sache schließen können. Schließlich lächelt das rothaarige Mädchen. "Du hast Recht, Zraii. Ich halte es auch für unwahrscheinlich, dass das Ens einfach so verschwindet, ein Teil wird immer weiterleben und wenn Mutters Ens in mir weiterleben würde, dann würde mich das glücklich stimmen. Daran glaube ich, auch wenn dies für uns Normalsterbliche alles auf einer viel zu hohen Ebene stattfindet, wahrscheinlich auf der der Götter selbst."

Während sie weiterisst und einen kräftigen Schluck vom Bier nimmt, denkt sie noch einmal über die Worte des Abenteurers nach. Recht viel weiß sie eigentlich nicht über ihn, obwohl sie ja schon einige Zeit miteinander verbracht haben und sogar mehrere Begegnungen auf der geistigen Ebene des Triis hatten. Außerdem fragt sie sich wer diese Nurri wohl sei. Jemand aus der Verwandtschaft? Eine Geliebte oder Bekannte? So recht kann sie den Namen nicht einordnen, aber sie ist sich sicher, dass er sie bisher nie erwähnte.
Kiera leert den Krug in einem Zug und schenkt etwas von dem Sugo ein. Das hellblaue Getränk hat die gleiche Grundfarbe wie ihre Augen, geht jedoch farblich dennoch in eine andere Richtung. Man merkt, dass die Magierin langsam lockerer wird. "Wir haben auch Zoomi da, Zraii.", meint sie lächelnd zum Iskai. Sollte er einen Schluck wollen, würde sie ihm ein Glas einschenken.
"Zraii, wir treiben uns schon etwas länger miteinander herum und doch habe ich manchmal das Gefühl du wärst immer noch eine fremde Person für mich. Die Erlebnisse mit meinem Amulett und deinem Trii waren sehr beeindruckend und... zugegebenermaßen eine wirklich schöne Erfahrung. Aber ich würde auch gerne mehr über dich erfahren. Bisher weiß ich nur, dass du in den Südwind-Clan hineingeboren bist und Musikkristalle über alles liebst.", sagt sie in einem schmunzelnden Tonfall.

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BeitragThema: Re: Cantos Haus   Fr Jul 15, 2011 12:26 am

Bevor Zraii antworten kann, betritt Nemos den Essenssaal urplötzlich. "Kiera, Zraii, gut dass ich euch antreffe. Kommt bitte mit, ich habe euch etwas Wichtiges zu berichten." Der Druide wirkt hastig, während er sich sogleich umdreht und sein Bart dabei mitweht. Kiera sieht den Iskai verwirrt an, erhebt sich dann aber recht schnell - offenbar scheint es wirklich wichtig zu sein.

Die Drei verlassen den Saal und begeben sich in eine Art Besprechungsraum, der mehr funktionell gestaltet ist - an der Wand hängen Bilder von Leuten, welche der Iskai noch nie gesehen hat. Es gibt einen großen Tisch und drumherum stehen Stühle. Auf diesen sitzen bereits die restlichen Erleuchteten. Ihre Ankunft war scheinbar überstürzt, denn Stunden zuvor befand sich niemand im Cantos Haus. Als sich alle gesetzt haben, fackelt Nemos nicht lange und klärt alle über den Grund der Zusammenkunft auf.

Schnell wird klar, dass es sich bei folgender Angelegenheit um etwas handelt, was ganz Albion betrifft. Nemos berichtet zunächst, dass er neue Informationen im Bezug zum Druiden Gaheris erhalten hat. Da ihn Kiera und Zraii damals mit ihrer Gruppe nicht auffinden konnten, geht er mittlerweile stark davon aus, dass er von seinen Verfolgern bereits gefasst wurde. Diesen Schluss zog er daraus, weil er in den vergangenen Wochen selbst in Beloveno nach ihm gesucht hat. Dabei ist ihm auch zu Ohren gekommen, dass es dort einen zunehmenden Hass der Kelten auf die Iskai gibt, welche mehr Rechte im Rat gefordert hatten, da sie sich immer mehr als Teil der Stadt sehen und diese auch gerne noch mehr mitgestalten wollen. Allerdings ist ihm dabei auch aufgefallen, dass jener Hass sicherlich nicht von selbst kommt, sondern von einer bestimmten Person geschürt wurde. Die besagte Person wurde von einiger Zeit auch ins Exil verbannt und musste somit Beloveno verlassen. Es handelt sich dabei um den aus adeligem Haus stammenden Mann namens Dubhan. Er besaß viel Land vor Beloveno und war auch in betrügerische und wie gesagt rassistische Angelegenheiten verwickelt. Nur seinem Stand war es zu verdanken, dass er nicht in einem Kerker gelandet ist. Zudem experimentierte er gerne mit Magie herum und machte auch keinen Hehl daraus.

Alles in allem befindet in Nemos als gefährliche Person, welche mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Entführung von Gaheris' in Verbindung steht. Der Druide war bekannterlichermaßen im Besitz eines wertvollen und alten Dämonenbuchs, dass mächtige Rituale enthält. Dieses Buch ist unter anderem auch ein Überbleibsel der Feueranbeter, welche früher ein Teil der Druiden Arjanos waren. Aus den Feueranbetern bildeten sich nach einigen Schlachten in Drinno, dem verbotenen Teil Arjanos, später die Kenget Kamulos heraus. In den falschen Händen kann dieses Wissen über Dämonen ein großes Unheil über die Welt bringen.

Es war lange nichts über den Aufenthaltsort von Dubhan bekannt. Vor kurzem gab es jedoch Berichte über eine Auseinandersetzung von Kriegern aus Kounos mit einem Magier, dessen Beschreibung auf Dubhan zutrifft. Dabei kämpften auch einige Söldner mit, welche von einem Mann namens Markos angeführt wurden. Dieser soll wiederum ein Ex-Mitglied der Kenget Kamulos gewesen sein und dort einen hohen Rang bekleidet haben, wahrscheinlich war er ein Priester oder Ähnliches. Mehr weiß Nemos über ihn jedoch nicht. Außerdem erzählt er, dass bei dieser Auseinandersetzung Kinder aus Kounos befreit werden sollten. Drannagh vermutet sofort, dass diese Kinder für die Beschwörung eines mächtigen Dämonen geopfert werden sollten, alles andere würde keinen Sinn machen. Eine Vereinigung von Markos und Dubhan würde eine große Gefahr für ganz Maini darstellen, mit dem Wissen des Dämonenbuchs sogar für die ganze Welt.

Harriet wirft ein, dass es in ihren Augen nicht für möglich scheint, dass Dubhan aus eigener Kraft sich solch ein Wissen über die Magie angeeignet haben kann. Daraufhin kommt der anwesende Iskai Frill sofort auf Timan zu sprechen. Diesen Namen hatte Zraii schon einmal bei einer Erzählung von Finley aufgeschnappt. Offenbar war Timan früher selbst ein Druide von Arjano - genau genommen das damalige Oberhaupt - allerdings stellte er sich gegen Arjano und sogar das gesamte Dorf. Leider konnte er nach dem Aufstand nicht gefasst werden und galt für Jahre als verschollen oder gar tot - er müsste zudem mittlerweile ziemlich alt sein. Erst vor ein paar Monaten wurde von den Erleuchteten die Vermutung aufgestellt, dass jener Druide vielleicht doch noch leben könnte. Offenbar scheint er auch etwas über die Erleuchteten erfahren zu haben. Vermehrt wurden manche von ihnen von Banditen oder Söldnern heimgesucht, auch der Angriff der Banditen von Gratogel auf Kiera, Finley und Zraii könnte von Timan ausgegangen sein. Birrh stimmt seinem Artgenossen zu und betont dabei nochmal die Wichtigkeit dieser Gefahren und das etwas dagegen unternommen werden muss. Zumindest sollte die Gefahr genau aufgeklärt werden, ob überhaupt eine besteht und ob sich die Vermutungen als richtig erweisen.

Nemos überlegt kurz, bevor er dann fortfährt. Er befindet ein Triumvirat aus diesen drei Leuten für besonders gefährlich. Wenn solch eine große Gefahr für Albion besteht, müssen die Erleuchteten aktiv eingreifen, weil das normale Volk gegen solch mächtige Männer zwangsläufig nicht ankommen würde. Doch zunächst galt es noch mehr Informationen zu sammeln. Frill schlägt vor, dass sich alle in ganz Albion umhören, in jeder Stadt und jedem Dorf. Irgendwo muss es Anhaltspunkte über die Sache geben und wer weiß, vielleicht erfährt man den ein oder anderen Namen dabei. Denn eines war klar, es musste schnell in Erfahrung gebracht werden wo sich die besagten Leute aufhielten und vor allem, wo sich das Dämonenbuch befindet. Alle Anwesenden sind einverstanden. Nemos wendet sich dann speziell Kiera und Zraii zu, für welche er bereits etwas in Beloveno arrangiert hatte. Die beiden sollen im Gasthaus zum offenen Zapfhahn einen Druiden namens Aidan treffen. Dieser wurde in Arjano ausgebildet. Sie würden ihn erkennen, wenn sie ihn sehen. Mit ihm zusammen sollten sie erneut die Spur von Gaheris weiterverfolgen, der ja bekanntermaßen im Besitz des Dämonenbuchs ist. Vielleicht würd ihnen sogar der Dolch von damals dabei eine Hilfe sein. Zudem würde sich dort ein Informant und enger Freund von Nemos aufhalten, welcher die beiden erwarten würde. Nemos hatte diesen angewiesen noch mehr Informationen über die aktuelle Lage in Maini zu sammeln, da er sich gut dort auskennt und viele Kontakte besitzt. Kiera und Zraii sollten deshalb sobald wie möglich aufbrechen und keine Zeit verlieren.

Gesagt getan, sogleich zerstreuen sich alle Erleuchteten wieder wie in allen Himmelsrichtungen und machen sich zu den Transporthöhlen auf. Kiera und Zraii hingegen müssen noch ihre Sachen für diese Reise packen, jedoch dauert dies nicht lange. Als beide sich aufbruchsbereit in der Haupthalle treffen, überreicht Kiera dem Iskai den Kenget Kamulos Dolch. "Hier, für dich Zraii. Ich weiß doch, dass du großen Gefallen an solchen Artefakten findest. Du kannst mit dieser Waffe die Lebenskraft deiner Gegner förmlich aussagen und dir selbst zuführen." Dann schmunzelt sie kurz. "Wahrscheinlich klingt dies für dich seltsam, aber du musst es dir in deinen Gedanken vorstellen und du musst den Dolch dabei auch in der Hand halten, sonst klappt es nicht. Doch ich bin sicher du schaffst dies. Momentan kann man den Zauber der Waffen 9mal verwenden. Er ist also begrenzt, vergiss das nicht." Dabei wirkt ihr Tonfall schon fast ermahnend, bevor sie gleich darauf wieder lächelt.

"Übrigens reisen wir nicht mit dem Schiff, was mir wegen dem Nebel ganz recht ist. Wir Erleuchteten haben nämlich noch ganz andere Möglichkeiten zu Reisen, bequemere." Das rothaarige Mädchen führt den Iskai zu Anfang eines dunklen Ganges, welcher ihm bisher verboten war zu betreten. "Dieser Gang führt zu einer Transporthöhle. Auf dem ganzen Planeten existieren solche Höhlen. Mit ihnen können wir schnell an entfernte Orte reisen. Um sie betreten zu können, benötigt man jedoch ein Amulett. Doch diese Amulette sind beschränkt, es gibt nicht viele davon, deshalb besitze ich keins. Vielleicht hast du schonmal ein in Stein gemeißeltes Auge im Felsen gesehen. Dieses markiert den Standort einer dieser Transporthöhlen und fungiert sozusagen als Schlüsseloch, um die Höhlen öffnen zu können. Die Magie in dieser Höhle wurde auch vor 2000 Jahren von meinen Vorfahren verwendet, um nach Albion zu gelangen. Cantos beherrschte sie perfekt, sie wurde ihm von Animebona gelehrt. Es ist also eine der mächtigsten Magien der Erleuchteten. Auch ich bin, wie du weißt, mittlerweile in der Lage so eine Art Magie zu wirken. In meinem Fall ist die Teleportationsmagie auf wenige Meter beschränkt, was sie allerdings nicht minder mächtig macht. Doch genug der Worte sind gewechselt, wir sollten uns nun langsam auf dem Weg machen.", endet Kiera schließlich und geht vor.

Zwar ist die Höhle stockfinster, doch als Wegweiser dient eine wirklich beeindruckende Lichterscheinung im Zentrum des Raums. Sie dreht sich, leuchtet blau - mit einem Hauch grellem Licht - und befindet sich zwischen zwei Sockeln - einer davon an der Decke, der andere am Boden - wahrscheinlich dienen die beiden dazu, die Säule zu stabilisieren. Je näher Zraii kommt, desto mehr nimmt er eine sehr surrende Melodie wahr - durch seine empfindlichen Ohren, fühlt es für ihn an, als würde sein gesamter Körper vibrieren. Das grelle Licht der Säule blendet ihn sogar in dieser dunklen Höhle. Ohne Zweifel, sie muss magischer Natur sein. Die gesamte Lichterscheinung zieht den Iskai mit allen Sinnen in ihren Bann. "Keine Angst, Zraii. Diese Lichtsäule ist absolut ungefährlich. Es ist eine der seltenen Manifestationen Animebonas. Die Göttin wird dir nichts tun, im Gegenteil, sie wird uns zu unserem Ort der Begierde führen.", meint die Magierin mit ruhiger Stimme. Sie nimmt die Hand des Iskai und führt ihn mitten hinein. Um Zraii herum versinkt alles in einem hellen Licht. Ihn überkommt ein wundervolles, schwereloses Gefühl, welches nicht schöner beschrieben werden könnte - es gleicht alles geradezu einem Traum.

Er spürt vage die Anwesenheit eines gewaltigen Bewusstseins, welches an allen Orten gleichzeitig zu existieren scheint und den ganzen Planeten umspannt. Es ist so, als würde dieses Bewusstsein in seinen eigenen Geist eindringen. Teils nimmt er sogar einige hallende Wortfetzen von der unbekannten Macht wahr - scheinbar kennt sie sogar seinen Namen - und doch versteht er nicht viel, weil er von diesem besonderen Gefühl unglaublich berauscht ist. Vor seinem inneren Auge tun sich ihm verschiedene Wege auf, jedoch ist er nicht in der Lage den überwältigenden Eindruck richtig einzuordnen oder gar selbst einen Weg seiner Wahl einzuschlagen. Die Kontrolle über seinen eigenen Körper hat Zraii in diesem Augenblick vermutlich schon lang verloren. Da er immer noch die Hand von Kiera hält, wird er durch den teils realen, teils unrealen Traumzustand geführt. Ohne groß etwas dazu beitragen zu können, durchschreitet er somit ein unendliches Meer aus purem Licht.

OT: Weiter bei "Beloveno".

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